mz_logo

Gemeinden
Montag, 26. Juni 2017 30° 3

Sport

TSV Langquaid findet neue Spitze

Wolfgang Münnich ist neuer Vorsitzender des TSV Langquaid. Florian Rautenberg zieht sich aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Von Alexander Roloff

Herbert Blascheck, Stefan Solfrank, Florian Rautenberg, Angelika Neumann, Robert Mehrl, Ferdi Koch, Stefan Kurz-Mudrack, Wolfgang Münnich, Richard Westermeier und Sonja Münich (v.l.) Fotos: Roloff

Langquaid. Der TSV Langquaid hat in Wolfgang Münnich einen neuen Vorstand gefunden. Der 45-Jährige trat am Freitagabend nach dem Votum der Mitgliederversammlung die Nachfolge von Florian Rautenberg an. Stellvertreter Ferdi Koch, Kassier Richard Westermeier und Schriftführer Stefan Kurz-Mudrack wurde in ihren Ämtern bestätigt. Auch die Beiratsmitglieder Angelika Neumann, Lena Weber, Robert Mehrl und Stefan Solfrank setzen ihre Arbeit fort.

Neben Rautenberg, der den Beirat verstärkt, stellte sich auch Silvia Wagner, verantwortlich für die Mitgliederverwaltung, nicht mehr zur Wahl. Ihren Part im Beirat übernimmt Sonja Münnich, die Gattin des neu gewählten Vereinsbosses. „Diese Konstellation ist ein Glücksfall, da bleibt gleich alles in einer Familie“, meinte der scheidende Chef Rautenberg vorab. Er selbst hätte den 1203 Mitglieder starken TSV Langquaid nur allzu gerne weiter geführt. Allerdings verlangte die Gesundheit ihren Tribut und zwang den 33-Jährigen zur Aufgabe der Führungsposition.

Neben Ehrenamt musste auch der aktive Fußball gestrichen werden, „weil der Körper Ende letzten Jahres einfach streikte“. In den nächsten Jahren soll Rautenbergs Aufmerksamkeit der Familie mit den drei Kindern und der eigenen Hendlbraterei gelten.

Komplett zieht sich der ehemalige Vorsitzende nicht aus der TSV-Riege zurück. Er unterstützt den neuen Vorstand durch sein Mitwirken im Beirat. „Ich wurde vor zwei Jahren auch irgendwie ins eiskalte Wasser geworfen. Da ist es hilfreich, wenn dir jemand zur Seite steht. Im Beisitz bleibe ich auch nahe dran am Geschehen. Immerhin kann ich mir eine Rückkehr in eine verantwortlichere Position vorstellen, wenn die Kinder älter sind.“

Von den eigenen Vorstellungen, die Rautenberg vor zwei Jahren zur Annahme des damals vakanten ersten Vorstandspostens motivierten, habe das Führungsteam des Vereins einige Sachen erfolgreich auf den Weg gebracht. „Ein Ziel war es, die Vorstandschaft zu verjüngen. Das ist uns in den vergangenen beiden Jahren in Ansätzen gelungen. Ein richtiger Generationswechsel braucht natürlich mehr Zeit.“

Hier finden Sie weitere Informationen zum neuen Vorstand:

Wolfgang Münnich

  • Posten:

  • Der 45-jährige Familienvater von drei Kindern (16 Jahre, 19, 20) stammt aus Würzburg, zog 2001 nach Hausen und ist mit seiner Frau Sonja seit 2014 in Langquaid beheimatet. Beruflich ist Münnich als Informationssicherheitsbeauftragter tätig. „Aufgrund meiner Managementfunktion wurde ich gefragt, ob für mich die Tätigkeit als TSV-Vorsitzender infrage kommt.“

  • Amt:

  • „Ich kann mir vorstellen, den Vorsitz in der kommenden Amtsperiode mit Spaß zu führen“, sagt Münnich. Dem Verein trat er erst im März bei. Aktiver Sportler ist er nach eigenem Bekunden nicht. „Es bleibt letztlich zu wenig Zeit übrig, um aktiven Sport zu betreiben. Das Privatleben und die Zeit mit der Familie waren mir da wichtiger.“ Er selbst bezeichnet sich als „Sturkopf“.

  • Einsatz:

  • Als Vereinsvorsitzender möchte er sich für Belange aller Generationen einsetzen. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit werde auf der Nachwuchsarbeit liegen. „Die Jugend ist von ganz besonderer Bedeutung. Hier gilt es zu fordern und zu fördern.“ Auf detaillierte Maßnahmen möchte Münnich nicht eingehen. „Mir schwebt bereits einiges vor und es wird sich einiges ergeben.“ (ear)

Mit Lena Weber habe man eine Jugendbeauftragte installiert, die auch im Beirat mitarbeitet. Über Facebook spreche man speziell die jüngere Generation an. Zudem sei es gelungen, einen Datenschutzbeauftragten für das stetig an Bedeutung gewinnende Thema zu gewinnen. Auch mit Hilfe der von der vorherigen Vorstandschaft gebildeten Rücklagen konnte in neue Errungenschaften investiert werden. Auf dem sportlichen Sektor wurde in den Vollkontaktanzug für die Jujutsu-Abteilung, neue Hürden für die Leichtathleten oder auch die elektronische Anzeigetafel im Waldstadion investiert. In Sachen Vereinsleben wurde ein Zelt angeschafft, das bereits beim Nikolausmarkt positive Resonanz von den Besuchern erhielt. Entsprechend gerüstet und voller Zuversicht übergab Rautenberg die Vereinsführung an Münnich. „Der TSV wird bei Wolfgang Münnich in guten Händen sein“, so Rautenberg. Zu Rautenbergs letzten offiziellen Tätigkeiten gehörten die Ehrungen für 25-jährige bis 70-jährige Vereinstreue sowie langjährige aktive Mitarbeit im Verein. Siegfried Fischer und Hans Stummer wurden für 70-jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Marianne Dankesreiter erhielt das Ehrenzeichen in Gold für ihre 20-jährige Tätigkeit als Abteilungsleiterin Turnern.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht