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Donnerstag, 19. Oktober 2017 20° 2

Bürgerversammlung

Neustadt peilt die 15 000-er Marke an

Bürgermeister Thomas Reimer freut sich, dass seine Stadt wächst. Das macht jetzt und in Zukunft aber auch jede Menge Arbeit
Von Wolfgang Abeltshauser

Neustadt wächst. Nicht nur an der Regensburger Straße. Foto: Abeltshauser

Neustadt.Bürgermeister Thomas Reimer stellte Zahlen an den Anfang der Bürgerversammlung im Gasthaus Gigl. „Die Stadt wächst“, stellte er erfreut fest. Waren es vor einigen Jahren noch weniger als 13 000 Einwohner, sind es mittlerweile über 14 000. Und er sei guter Dinge, dass es nicht allzu lange dauern werde, und die Marke 15 000 Neustädter werde geknackt.

Die Stadt tue selbst etwas dafür. So entstanden und entstehen entlang der Regensburger Straße zahlreiche neue Wohnungen. Und in Ortsteilen wie Mühlhausen, Irnsing oder Mauern arbeiten Stadt und Bürger an weiteren Baugebieten.

Wichtig in diesem Zusammenhang seien aber auch die 8000 Arbeitsplätze, die in Neustadt beheimatete Unternehmen anbieten. Deshalb blickte Reimer in seinem Referat auch auf Projekte der Wirtschaft. Er erinnerte an den Neubau einer Fachklinik in Bad Gögging. Das Projekt „Betreutes Wohnen“ im Kurort soll im Mai Richtfest feiern. Und in Schwaig soll ein so genanntes Vorserienzentrum mit 200 bis 300 neuen Arbeitsplätzen entstehen.

Damit diese Entwicklung nicht gefährdet wird, müsse die Kommune aber auch viel arbeiten. Viel Mühe und Anstrengung sei in die Schulen und Kindergärten zu stecken. „Auch das ist eine Infrastrukturaufgabe“, betonte der Rathauschef. Er erinnerte an die Erweiterung der Mittelschule, die 15 Millionen Euro gekostet hat. An der Regensburger Straße „entsteht ein Kindergarten nach neuesten Gesichtspunkten“. In einer Wortmeldung forderte hier ein Bürger spezielle Öffnungszeiten. So würde eine Gruppe, die von 11 bis 18 Uhr geht, berufstätigen Müttern helfen. Reimer nahm die Anregung gerne auf. „Wir werden das mit den Trägern besprechen.“

In Sachen Nachwuchs sei aber nicht alles eitel Sonnenschein. So kritisierte ein Bürger den in seinen Augen nicht allzu guten Zustand der Spielplätze. Zumindest wenn man Vergleiche mit anderen Kommunen anstelle. Reimer entgegnete, bei 32 Spielplätzen könne nicht ein jeder mit absolut tollen Spielgeräten ausgestattet sein. Er könne sich aber vorstellen, hier in Zukunft wieder mehr Geld für Investitionen bereitzustellen.

Wie könnte es anders sein? Stadt- und Straßensanierungen waren selbstverständlich ein Thema. Derzeit seien Kanal und Wasserleitungen im nördlichen Bereich der Herzog-Ludwig-Straße an der Reihe. Ans Gestalten ging es dagegen schon im südlichen Teil. Die Bäume stehen da bereits. Auch weiterhin werden die Neustädter Baustellen hinnehmen müssen, bis alles erledigt sei. Es rentiere sich aber. Das zeige ein Blick auf die bereits gestaltete Regensburger Straße. „Das Erscheinungsbild hat sich deutlich gebessert,“ war der Tenor.

Die Daueraufgabe Hochwasserschutz lässt die Neustädter nicht los. „Seit ich Bürgermeister bin, gab es jedes Jahr eine Maßnahme“, sagte Reimer dazu. Derzeit laufe der zweite Bauabschnitt der Schutzmaßnahmen gegen die Abensfluten in Bad Gögging. Dort entstehe heuer auch noch eine Flutmulde, nachdem vom Zweckverband dafür drei Hektar Grund haben erworben werden können.

Ein Bürger befürchtete, dass der alte Neustädter Friedhof abrupt verschwindet. Da beruhigte ihn der Bürgermeister. Das Areal werde noch bis Ende 2019 als Gottesacker genutzt. „Aber es kann nicht sein, dass danach gleich die Grabsteine entsorgt werden. Wir sollten der Stätte ihre Würde lassen.“ Ein genaues Konzept müsse aber erst erarbeitet werden.

Für Kritik sorgen die Radwege. Es sei nicht optimal, wenn öfter die Fahrbahn gewechselt werden müsse, um auf dem Radweg bleiben zu können. Außerdem seien einige Grundstücksausfahrten nicht ungefährlich. Reimer versprach, sich mit den Verkehrsexperten bestimmte Bereiche noch einmal anzusehen.

Investitionen in Sicherheit

  • Die Feuerwehren

    im Stadtgebiet bleiben nach den Worten von Bürgermeister Thomas Reimer im Fokus. Sie seien ein wichtiger Faktor – in einer Kommune, in der es nicht nur viele Einwohner gibt, sondern auch große Firmen und ein Kurzentrum.

  • Mehrere Fahrzeuge

    wurden in den vergangenen Jahren angeschafft. In wenigen Wochen erhalten die Floriansjünger aus Bad Gögging ein neues Fahrzeug. Es kostet rund 400 000 Euro.

  • Eine Drehleiter

    für die Stützpunktwehr wäre die zweite große Anschaffung in den kommenden Monaten. Einen Zeitpunkt konnte der Bürgermeister hier aber noch nicht nennen. Und die Mauerner Wehr wird mit einem Fahrzeug für 50 000 Euro beglückt. So sagte es Thomas Reimer. (eab)

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  • AS
    Arist von Sass
    16.04.2017 21:57

    Warum wird nicht über eine mögliche drohende Ansiedlung eines Baumarktes in der Wöhrer Donaustraße gegenüber def Wohnbebauung berichtet? Das war das Hauptthema der Wöhrer Bürgerversammlung im Gasthof Gigl! Dazu kamen 40(!) Wöhrer, soviel, wie noch nie zu einer Stadtteil Bürgerversammlung!

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