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Sonntag, 21. Januar 2018 5

Sanierung

Storchenwirt bekommt bald das neue Dach

Dem Stadtrat in Neustadt werden am Montag die Ergebnisse der Ausschreibung der Dachdeckerarbeiten vorgestellt.
Von Jochen Dannenberg

  • Baustelle im Schnee: Der neue Dachstuhl soll auf dem „Storchenwirt“ in den nächsten Wochen montiert werden.
  • Der frühere Supermarkt im „Storchenwirt“ wird gegenwärtig auch als Lager für die Baustelle benutzt. Fotos: Dannenberg
  • Der Anbau wurde zu Beginn der Sanierung abgerissen.

Neustadt.Trotz des Lochs im städtischen Haushalt geht es mit der Sanierung der Innenstadt weiter. Befürchtungen, dass der „Storchenwirt“ zu einer Dauerbaustelle wird, scheinen sich derzeit nicht zu bestätigen. Im Gegenteil. Am Montag stehen die weiteren Vergaben für das kommunale Bauprojekt im Stadtrat an.

Unter anderem geht es in der Sitzung, deren öffentlicher Teil um 20 Uhr beginnt, um die Arbeiten von Spenglern, Schreiner, Fensterbauern und Metallbauern. Ferner stehen die Vergaben der Dachdecker- und Zimmererarbeiten auf der Tagesordnung. „Die Ausschreibung ist gelaufen“, sagt Bürgermeister Thomas Reimer. Jetzt solle zügig weitergearbeitet werden – auch um möglichst bald die Pflasterarbeiten am Stadtplatz fortsetzen zu können. Die werden derzeit von dem Gerüst rund um den „Storchenwirt“ behindert.

Alte Ansichten

„Unser Ziel ist es“, so Reimer weiter, „die Gebäudehülle herzustellen.“ Das bedeute, dass in den nächsten Monaten auf dem „Storchenwirt“ wieder ein Dach montiert werde. Außerdem werden damit auch wieder Fenster in dem historischen Gebäude eingebaut werden. Der Bürgermeister erläutert: „Das Anwesen wird als Stadthaus in seiner Gebäudestruktur so wieder hergestellt, wie es die Bürger der Stadt über Generationen kennen.“ Über Jahrhunderte gehörte der „Storchenwirt“ zu den markanten Gebäuden Neustadts. Zahlreiche alte Ansichten der Stadt zeigen das Anwesen in unmittelbarer Nachbarschaft von Rathaus und Pfarrkirche.

Neue Torbögen

„Außerdem“, sagt Stadtbaumeisterin Tanja Staudt, „wird der ’Storchenwirt‘ wieder die Torbögen bekommen, die bisher zum Nachbarhaus, dem Kraus-Haus, bestanden hatten.“ Diese Maßnahme sei notwendig, um die Statik zu gewährleisten. Ein Torbogen wird voraussichtlich wieder direkt am Zugang zum Stadtplatz entstehen. Diese Maßnahme trägt zudem optisch dazu bei, den Storchenwirt nicht zu einem Solitär in der Stadtmitte werden zu lassen.

Gegenwärtig, sagt Reimer, gebe es auf der Baustelle „noch einiges aufzumauern und andere kleinere Arbeiten im Rahmen der Baumeisterarbeiten“. So finden gegenwärtig Betoninstandsetzungsarbeiten für den Brandschutz statt, aber auch am neuen Treppenhaus wird noch gearbeitet. Aktuell werden hier die neuen Treppenläufe eingeschalt. „Die Mauerwerksarbeiten im ersten und zweiten Obergeschoss sind fast abgeschlossen“, sagt Stadtbaumeisterin Tanja Staudt. „Auch die Stützensanierung der Arkaden ist fertig.“

Zuletzt war das Gebäude von allen Bauteilen befreit worden, die nicht mehr benötigt wurden. Die Fundamentsanierung ist abgeschlossen, die Geschossdecke im zweiten Obergeschoss ist noch kurz vor Weihnachten fertiggestellt worden.

Finanzlage entscheidet

Begonnen hatten die Sanierungsarbeiten an dem Anwesen im Sommer. Damals war zunächst ein eingeschossiger Anbau abgebrochen worden. In den Beginn der Sanierung fiel u.a. der VW-Abgasskandal, in dessen Folge die Stadt einen erheblichen Teil ihrer bereits verplanten Einnahmen bei der Gewerbesteuer zurückzahlen musste. Das wirkte sich auf die Investitionen der Stadt aus. „Nur noch unbedingt notwendige Maßnahmen“ sollten durchgeführt und beendet werden, lautete deshalb die Maxime im Rathaus.

Selbst bei laufenden Projekten war mit einem Mal unklar, wie es mit ihnen weitergehen sollte. Das betraf und betrifft auch den „Storchenwirt“. So entspricht die Fertigstellung der Fassade, der Fenster und des Dachs der Einschätzung der finanziellen Lage im Spätsommer.

Zahlen im Frühjahr

Wie es weitergeht mit der Sanierung des Storchenwirts, ist gegenwärtig noch nicht klar. Wie Bürgermeister Reimer gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung betonte, sei über die weiteren Maßnahmen, die beim Innenausbau erforderlich sind, noch nicht entschieden worden. Entscheidend für den Fortgang der Sanierung ist die weitere Entwicklung der kommunalen Finanzen ab. Die entsprechenden Zahlen dürften erst im Frühjahr vorliegen.

Die nächste Sitzung des Stadtrats findet am Montag, 18. Januar, im Rathaus statt. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 20 Uhr. Auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils der Stadtratssitzung stehen u.a. die Sanierung des „Storchenwirts“ (Sachstandsbericht und Vergaben) sowie die Änderung des Bebauungsplanes „SO Neustadt-Nord-West“.

Sanierung des "Storchenwirts"

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