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Freitag, 22. September 2017 21° 2

Musik

Drei Tage Rambazamba am Badesee

Das AgratAmAgatha ließ die Herzen der Fans in Riedenburg höher schlagen. Musikauswahl und Bio-Verköstigung trugen dazu bei.
Von MAria Sänger

  • Die Stimmung beim AgratAmAgatha, das heuer zum 13. Mal stattfand, war ausgelassen. Die Fans kamen auf ihre Kosten. Fotos: Sänger
  • Auch Ludwig Two spielte beim AgratAmAgatha in Riedenburg auf.
  • Anstich des Festbierfasses
  • Eröffnung des AgratAmAgatha

Riedenburg. Der perfekte Start in die Sommerferien: Die Sonne scheint, der Sound brummt und die Leute sind in Feierlaune. Am St. Agathasee in Riedenburg herrschte wieder drei Tage lang Ausnahmezustand. Mit bunt gemischtem Programm und traumhafter Landschaft lockte das AgratAmAgatha-Festival auch dieses Jahr wieder tausende Besucher an den idyllischen Badesee.

Mit insgesamt neunzehn Bands auf der Hauptbühne und zehn DJs im Zirkuszelt bot das Musik- und Kulturfestival seinen Besuchern wieder eine Musikauswahl, die sich „gewaschen“ hatte. Meditative Klänge zum Aufstehen, Punkrock zum Baden und Hip-Hop am Abend: Allein am Samstag kam jeder Gast früher oder später voll auf seine Kosten. Auch wenn die Geschmäcker sich hier und dort scheiden – letztendlich ist für jeden Besucher was dabei. Und das ist es auch, was die Atmosphäre des AgratAmAgathas so besonders macht: die vielfältige Mischung, ein tolerantes Publikum und das friedliche Miteinander.

Freibier für die Besucher

Dieses Jahr wurden die Künstler das erste Mal von einer Moderatorin angekündigt. Humorvoll – und durch und durch bayerisch – unterhielt Liesl Weapon die Gäste und stimmte sie mit charmanten Ansagen auf die Musik ein. Zusammen mit Bürgermeister Siegfried Lösch, Stadtpfarrer Karl-Heinz Memminger und Dreiburgenkönigin Jasmin Ginter eröffnete die Moderatorin das Festival. Lösch lobte die Veranstalter und nannte sie ein Vorbild für Open Airs dieser Größe, Pfarrer Memminger wünschte zum Auftakt ein friedvolles Fest, auf dem sich alle gut verstehen. Ginter zapfte anschließend ein 50 Liter-Fass Festbier vom Riedenburger Brauhaus an, zur Eröffnung gab es dann Freibier für alle.

Die Mitglieder des Kulturellen Untergrunds Riedenburg (KUR) e.V. sind voll und ganz mit dem Verlauf des Wochenendes zufrieden. „Man merkt, dass die Besucher unser Festival und unser Ehrenamt sehr schätzen“, freut sich Organisator André Lang. „Heuer waren noch mehr Besucher da als je zuvor. Es ist schon seit Jahren ein Trend nach oben!“ Er freue sich, dass sich der gemeinnützige Verein nun nach 13-jährigem Bestehen endlich ein finanzielles Polster zulegen könne. Der KUR e.V. sei mit seinem unkommerziellen Festival zwar nicht auf Profit aus, diese Sicherheit zu haben, sei als ehrenamtlicher Veranstalter aber sehr wertvoll.

Zwischenfälle habe es auch dieses Jahr keine nennenswerten gegeben. „Wir waren mit den Besucherzahlen schon knapp an der Kapazitätsgrenze“, erzählt Lang. Umso erfreulicher sei es, dass sowohl die Umsetzung des Sicherheitskonzepts als auch die Zusammenarbeit mit Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienst so gut geklappt hat.

Camping war gefragt

Die Musikauswahl fand Lang dieses Jahr besonders gelungen. Das Ziel sei es, Bands vorzustellen, auf die man selber nicht unbedingt kommen würde - oft ist die Mischung dann stark polarisierend. „Man muss schon sagen, wir machen es unserem Publikum auch nicht immer leicht, teilweise haben wir schon eine sehr außergewöhnliche Musikauswahl“, erzählt Lang. Als kleinsten gemeinsamen Nenner gebe es immer das Zirkuszelt.

Überraschend für die Veranstalter sei es gewesen, dass der Campingplatz heuer schon donnerstags recht voll geworden ist. Daher überlegen sie, nächstes Jahr vielleicht schon einen Tag eher ein kleines Programm zu bieten – zum Beispiel ein Kabarett. Generell sprühen die Veranstalter so kurz nach dem Festival schon wieder vor Ideen. „Wir haben auch überlegt, den Sonntag als Familientag noch ein bisschen mehr auszubauen. Vielleicht gibt es dann ja nächstes Jahr einen Flohmarkt“, erzählt Lang.

Schon bald wollen die Mitglieder des Kulturellen Untergrund Riedenburg mit den Vorbereitungen fürs nächste Jahr beginnen. Für die anstehenden Planungen lädt er alle Interessierten herzlich ein, mitzumachen. Junge Leute, die Lust auf kulturelles Engagement hätten, sollen sich einfach übers Internet melden oder bei einer Vereinssitzung des KUR e.V. vorbeikommen.

Zum 13. Mal

  • Verein:

    Veranstalter ist der gemeinnützige Kulturelle Untergrund Riedenburg e.V.

  • Helfer:

    Geplant wird das Festival von ca. zehn ehrenamtlichen Hauptorganisatoren, vor Ort helfen dann 130 freiwillige Helfer.

  • Jährlich:

    Heuer ging das Musik- und Kulturevent bereits in die dreizehnte Runde. Das erste Festival fand 2001 statt, 2012 gab es ein Jahr Pause.

  • Termin:

    Fester Termin ist immer das letzte Wochenende im Juli bzw. das erste im August.

  • Programm:

    Maximal können die Veranstalter 2000 Gäste auf das Gelände lassen. Laut Veranstalter waren sie dieses Jahr knapp an der Kapazitätsgrenze. Nächstes Jahr soll es vielleicht ein paar Erweiterungen im Programm geben.

  • Melden:

    Der Kulturelle Untergrund Riedenburg freut sich über Zuwachs. Junge Leute, die an kulturellem Engagement interessiert sind, sollen sich über Facebook oder die Homepage des Festivals melden.

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