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Aktion

Für Imkertag soll Riedenburg aufblühen

Stadt und Kreisverband richten Veranstaltung aus. Blühstreifen und 500 neue Obstbäume sollen den Gästen Nahrung bieten.
Von Petra Kolbinger

Markus Hämmerl (v.l.), Vorsitzender des Imker-Kreisverbandes Kelheim, Bürgermeister Siegfried Lösch und Tourismus- und Stadtmarketingmanager Thomas Müller machen Werbung für den Imkertag. Foto: Kolbinger

Riedenburg.„Riedenburg brummt!“ Unter diesem durchaus mehrdeutigen Motto richtet die Dreiburgenstadt heuer ihr Augenmerk verstärkt auf die Insektenwelt und ihre vielfältigen Probleme und sie ist, gemeinsam mit dem Imkerkreisverband Kelheim, Ausrichterin des Niederbayerischen Imkertages, der am 18. und 19. Juli ein breites Fachpublikum und die interessierte Bevölkerung ansprechen und für die Belange der Bienen und des Naturschutzes sensibilisieren soll.

Neben dem abwechslungsreichen Programm des zweitägigen Imker-Events, wurde beim Pressetermin mit Bürgermeister Siegfried Lösch, Tourismus- und Stadtmarketingmanager Thomas Müller und Kreisimkervorstand Markus Hämmerl am Dienstagnachmittag im Rathaus das Jahresprogramm bekannt gegeben, das sich buchstäblich um die Bienen, Bienenprodukte, sowie ihre Nektar- und Pollenquellen rankt und perfekt zu dem Slogan „Riedenburg. Natur. Kultur. Erlebnis“ passt, mit dem die Dreiburgenstadt für sich wirbt.

Beute für die Kitas

Los geht es noch im Februar mit einer Malaktion. Dank engagierter Sponsoren wird den Kindertagesstätten und Schulen der Dreiburgenstadt je eine Beute, sprich: Bienenwohnung, aus unbehandeltem Holz zur Verfügung gestellt, die die Kinder mit den ebenfalls mitgelieferten Naturfarben ganz nach Fantasie und Laune individuell gestalten dürfen. In diese Beuten werden dann Bienen einlogiert und samt ihrer farbenfrohen Unterkunft auf der Streuobstwiese bei der Schleuse Haidhof aufgestellt, die die Imker gemeinsam mit dem Gartenbauverein Haidhof nutzen. Hier werden die emsigen Insekten wesentlicher Teil eines Bienenlehrpfades sein, der auf vierzehn großformatigen Schautafeln Einblicke in das Leben des Bienenvolkes, in die Bestäubungsleistung und die Honigproduktion gibt.

Um die Streuobstwiese soll ein Blühstreifen gezogen werden, der neben reichlich Nahrung für die Bienen auch etwas fürs Auge bietet. Geplant sind die Arbeiten für Ende März oder Anfang April, je nach Witterung. Auch andernorts auf Gemeindegebiet sollen Blühflächen und insgesamt 500 Obstbäume städtische Grundstücke ökologisch aufwerten – laut Lösch „eine win-win-Situation“.

„Davon profitieren unsere Kinder, die beim Bäumepflanzen und der Ansaat der Bienenweide mithelfen und ökologische Zusammenhänge kennen lernen und in ein paar Jahren Obst vom selbst gepflanzten Baum essen können. Es profitieren die Wild- und Honigbienen, die eine abwechslungsreiche Pollen- und Nektarversorgung über die ganze Saison hinweg vorfinden, und auch Einheimische und Urlauber, weil das Landschaftsbild aufgewertet wird. Und auch die Stadt profitiert, weil so ökologisch hochwertige Ausgleichsflächen für künftige Baugebiete entstehen.“

Die Grund- und Mittelschule soll auf einem benachbarten Grundstück einen Schulgarten bekommen und hat die Möglichkeit, das staatlich geförderte Projekt „Imkern an Schulen“ aufzugreifen. Der Vorstand des Imker-Kreisverbandes Kelheim, Markus Hämmerl, bestätigte, er würde auf Wunsch das Wahlfach fachlich begleiten und als Fachwart auch altersgerechte Vorträge für die Kindergärten und Schulen anbieten. Die hat der Rathauschef derweil schon mit einem vielfältigen Sortiment an Büchern, Spiel- und Bastelideen und Informationsmaterial versorgt, damit die Kinder an das Thema Bienen, Umwelt und gesunde Ernährung heran geführt werden können.

Programm für Groß und Klein

Die Großen können ihren Informationsbedarf beispielsweise bei einem Vortrag im Haus des Gastes am 9. Mai decken, wenn Bioimker Stefan Kumm die Bioimkerei, die Vielfalt der Bienenprodukte und ihre Einsatzmöglichkeiten vorstellt. Auch der Vortrag der Heilpraktikerin und Imkerin Corinna Stoiber aus Bad Kötzting beim Niederbayerischen Imkertag zum Thema „Honig- und Propolis – zwei bewährte Naturheilmittel aus der Bienenhausapotheke“ richtet sich an alle gesundheitsbewussten Erwachsenen. Das Programm des zweitägigen Niederbayerischen Imkertages im Juli steht, wie Thomas Müller, der Tourismus- und Stadtmarketingmanager bestätigte.

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