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Kelheim
Montag, 18. Dezember 2017 5

Bürgerversammlung

Wohnen und Arbeiten fördern

Rathaus-Chef Herbert Blascheck stellt Langquaids Angebote und Pläne für Bürger und Gewerbetreibende vor.
Von Alexander Roloff

Die Ruine des einstigen Hotels Zur Post soll einem Neubau weichen. Foto: Archiv / Roloff

Langquaid. Die Bürgerversammlung in Langquaid bildete den Auftakt zum Reigen der Veranstaltungen, bei denen Bürgermeister Herbert Blascheck zu den Entwicklungen des Zentrums sowie der Ortsteile informiert und Stellung zu Fragen der Bürger bezieht. „Der Markt Langquaid bleibt kontinuierlich auf der Gewinnerseite und dies in allen Bereichen, die eine zukunftsorientierte Kommune ausmachen. Langquaid boomt – das zeigt sich nicht nur darin, dass die Einwohnerzahl stetig steigt, sondern auch an der Vielzahl der aktuellen Projekte und an der dynamischen Entwicklung“, sagte Gemeindeoberhaupt Blascheck.

Lückenschluss im Ortskern

Er nannte die positive Entwicklung als Wirtschaftsstandort mit Neuansiedlungen im Gewerbegebiet „Grubberg“. Ein Schwerpunkt sei auch der Marktplatz. „Dank vieler privater Investitionen ist ein wunderschönes, lebendiges Zentrum entstanden.“ Mit der Neugestaltung des „Hotel zur Post“-Areals durch die Bauwerk GmbH wird eine große Lücke geschlossen. Auf der Marktseite entsteht ein Hotel garni mit etwa 60 Betten. Ein Neubau im Hofbereich stellt das historische Marktgefüge wieder her. Die Pläne werden im ersten Quartal 2018 vorgestellt.

Die Ruine des einstigen Hotels Zur Post soll einem Neubau weichen. Foto: Archiv / Roloff

Mit dem Spatenstich zur Errichtung des Familien- und Bildungszentrums an der Schulstraße wurde ein weiterer Grundstein gelegt, der zum Langquaider Selbstverständnis als Heimat für alle Generationen beiträgt. Neben Kinderkrippe, Kindergarten, Tagespflege für Senioren wird dort die VHS einziehen. Mit der Ausweisung des Baugebiets „Sinsbuch“ entwickelt der Markt laut Blascheck auch den Wohnungsbau weiter. Die Städtebausanierung sei mit der Sanierung der Herrnwahlthanner Straße und der Errichtung des evangelischen Kirchplatzes konsequent fortgesetzt worden.

Anmerkungen und Fragen von Bürgern

  • Kirsten Reiter:

    „Es sollte darüber nachgedacht werden, am Friedhof eine Trauerhalle zu errichten.“ Antwort von Herbert Blascheck: „Dazu gibt es bereits Überlegungen, eventuell an der Aussegnungshalle einen Trauerraum zu schaffen.“

  • Kirsten Reiter:

    „Wie ist der Sachstand zu den Bemühungen, am neuen Familien- und Bildungszentrum weitere Parkplätze zu schaffen?“ Antwort des Bürgermeisters: „Hierzu sind sowohl die Investoren aus auch der Markt mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks in Kontakt, der auch daran interessiert ist, dass auch sein Grundstück entwickelt wird. In diesem Zusammenhang wären auch zusätzliche Parkplätze geplant.“

  • Richard Moser:

    „Ist angedacht, dass die großzügig zur Verfügung stehenden Friedhofserweiterungsflächen, nachdem der Trend immer mehr zu Urnenbestattung geht, zum Teil in Bauland umgewandelt wird?“ Bürgermeister Blascheck sagte zu dieser Frage: „Die Friedhofserweiterungsflächen werden auch solche bleiben. Zu bedenken ist, dass sich in Zukunft die Bestattungsformen weiter verändern werden und vielleicht auch Flächen für andere Bestattungsformen wie eventuell Baumbestattungen notwendig werden könnten.“

  • Wolfgang Reschke:

    „Ist das Abstellen von abgemeldeten Autos in privaten Grundstücken erlaubt?“ Bürgermeister Herber Blascheck antwortete hierauf: „Solange keine Gefahr für die Umwelt von diesen Fahrzeugen ausgeht, schreitet das Landratsamt als zuständige Behörde nicht ein.“ (ear)

Wichtig waren ihm auch die Erweiterung des medizinischen Angebots am Ort und die Verbesserung des Bildungsangebots an der Mittelschule. Ziel sei auch 2018, „die Lebensqualität in unserem Markt und den Ortsteilen fortzuentwickeln“. Neben den bereits eingeleiteten Projekten soll der Kindergarten Sankt Jakob eine komplette Außensanierung erhalten. Der Kindergarten Rappelkiste soll um einen Therapeutenraum – insbesondere für die Inklusion – erweitert, die Stützpunktfeuerwehr mit einem neuen Drehleiterfahrzeug ausgestattet werden.

Wichtig, so Blascheck, sei der Breitbandausbau in bisher unterversorgten Ortsteilen, Einöden und Weilern. Das ländliche Kernwegenetz und das integrierte ländliche Entwicklungskonzept seien Schwerpunkte der interkommunalen Zusammenarbeit. Mit dem Projekt boden:ständig soll der Wasserrückhalt bei Starkregen in den südlichen Gemeindeteilen besser werden.

Mehr Zu- als Wegzüge

Blascheck nannte einige statistische Gemeindedaten (Stand 23. November): Einwohner 5745, Zuzüge 367, Wegzüge 276, Geburten 46, Sterbefälle 42, Eheschließungen 19, Schüler Grundschule 229, Schüler Mittelschule 78, Kindergarten-Kinder 191, Kinder in der Kinderkrippe 31, Bauanträge 56.

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