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Kelheim
Dienstag, 21. November 2017 7

Probleme

Zauneidechse bremst Bauvorhaben aus

Bürger und Politik warten weiter auf die Genehmigung für ein notwendiges Regenrückhaltebecken im Trainer Ortsteil St. Johann
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Zauneidechse Foto: Völkl/Archiv

Train.Politik und Bevölkerung hadern mit der Bürokratie. Nach wie vor kann Train das längst gewünschte Regenrückhaltebecken für den Ortsteil St. Johann nicht bauen. Denn die Planung, die bereits im Januar 2016 eingereicht worden ist, harrt weiter der Genehmigung. Schon mehrmals hatten die Anlieger des Vohburger Weges – und nicht nur die – Probleme mit allzu viel Regenwasser.

„Ich kann das nicht nachvollziehen“, schimpft Bürgermeister Gerhard Zeitler. Spricht von immer neuen Hürden, die aufgebaut werden. Konkret sorgt die Zauneidechse für Verzögerungen. Sie wurde in dem Areal an der Vohburger Straße entdeckt, auf dem das Rückhaltebecken gebaut werden soll.

Deshalb muss jetzt der bereits für den Bau abgeholzte Bereich genau nach der Reptilienart untersucht werden. Die Tier müssten dann fachmännisch vertrieben werden. Der Fachbegriff dafür heißt Vergrämen. Außerdem müssen Ersatzwohnstätten für die Eidechsen gefunden werden. Dies soll im Frühjahr geschehen, eine Fachfirma ist schon an der Hand. Der jüngst tagende Gemeinderat beschloss, die Ausschreibung zum Jahresende durchzuführen.

Letztendlich zeigt der Bürgermeister auch Verständnis für solche Maßnahmen. Vielleicht sei man früher zu locker mit solchen Dingen umgegangen. Grundsätzlich seien Absprachen mit verschiedenen Behörden schon notwendig. So ist eine Absprache mit dem Forstamt nötig, da Wasser nicht zuletzt aus dem Waldgebieten kommt.

Grundsätzlich geht es in St. Johann darum, Starkregenereignissen besser als bisher zu begegnen. Deshalb ist vorgesehen, im Bereich des Vohburger Weges das Rückhaltebecken zu errichten. Einerseits soll so das Regenwasser, das aus Wald und Fluren kommt, aufzufangen. Eine Lösung muss aber auch für das Oberflächenwasser in den Straßen gefunden werden. Auch für den Trainer Kanal ist es nicht einfach, die immer größer werdenden Regenmengen zu fassen.

Das ist die eine Seite. Auf der anderen können aber die Kanalrohr auch nicht so groß dimensioniert werden, damit auch ganz große Wassermassen so ohne weiteres gefasst werden. Deshalb soll die Oberflächenentwässerung der Straßen in Zukunft so geschehen: Das Regenwasser von dort soll auch in das geplante Becken geleitet werden. Dieses wird dann mit dem Kanalsystem verbunden. So dass das Wasser dann über die Kanalrohre abfließen kann.

Allerdings wird eine Drosselung eingebaut. So fließt immer nur so viel Wasser in den Kanal, wie der auch vertragen kann – ohne das das Wasser etwa über die Gullys wieder zurück auf die Straße fließt. Auf diese Weise hoffen die Trainer, die Probleme mit Starkregen in den Griff zu bekommen.

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