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Region Neumarkt
Samstag, 20. Januar 2018 10

Ausblick

2018 ist ein sehr wichtiges Jahr

Die Stadt Parsberg steht heuer vor großen Herausforderungen. Nicht zuletzt der Technologiecampus muss gebaut werden.
Von Peter Tost

Auf den Parsberger Bürgermeister Josef Bauer und seine Mitarbeiter in der Verwaltung wartet im neuen Jahr eine Vielzahl von anspruchsvollen Projekten. Foto: Tost
Bahnhof: Das historische Gebäude wird saniert. Die Nebengebäude werden ersetzt. Foto: Peter Tost

Parsberg.„Wenn ich ehrlich bin, dann wäre ich nicht böse, wenn dieses Jahr schon vorbei wäre – und wir alles so geschafft hätten, wie wir es planen“, sagt Bürgermeister Josef Bauer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Mit Investitionen in Höhe von rund 16 Millionen Euro – aufgeteilt auf heuer und 2019 – stehen dem Rathauschef und seiner Verwaltung zumindest in finanzieller Hinsicht Herausforderungen bevor, die es so für die Stadt Parsberg noch nie vorher gegeben hat.

Los geht es laut Bauer bereits im Februar, denn dann wird auch die Bärenstraße an die Nahwärmeversorgung angeschlossen. Im gleichen Monat geht ein seit langem gehegter Wunsch in Erfüllung, denn die verkehrstechnisch problematische Kreuzung der Hohenfelser Straße mit der Dr.-Boecale- und der Darshofener Straße wird mit einer großen Ampelanlage für alle Verkehrsteilnehmer sicherer gemacht.

Im Laufe des Frühjahrs beginnen dann die Arbeiten für das wohl prestigeträchtigste Projekt in der Geschichte der Stadt Parsberg, den Technologiecampus der OTH Regensburg und Technischen Hochschule Deggendorf, der in Zusammenarbeit mit dem Markt Lupburg gebaut wird.

„Eine einmalige Chance“

„Ich bin überzeugt, dass sich so eine Chance nur einmal bietet. Ich bin überzeugt, dass wir uns diese einmalige Chance nicht entgehen lassen dürfen, um eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region auch weiterhin zu gewährleisten“, hatte Bauer vor dem einstimmigen Beschluss des Stadtrats vor einem halben Jahr betont. Schließlich rechnet man mit Baukosten in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro.

Campus: Der Neubau für wissenschaftliche Forschung entsteht am östlichen Ortsausgang. Foto: Peter Tost

Für den kommunalen Wohnungsbau, bei dem bis Sommer nächsten Jahres 18 Appartements und Wohnungen für sozial bedürftige Personen entstehen werden, fällt ebenfalls im Frühjahr der Startschuss. Rund 750 000 wird das Projekt kosten. Mit knapp zwei Millionen Euro wird die Sanierung und Umgestaltung des Parsberger Bahnhofs zu Buche schlagen.

„Dieses Jahr starten wir definitiv“, betont Bürgermeister Bauer, nachdem sich das Projekt entgegen der ursprünglichen Planung um etliche Monate verzögert hat. „Die Verantwortung dafür trägt allerdings die Bahn, die ewig gebraucht hat, um die im Bahnhofsgebäude untergebrachten technischen Anlagen auszubauen.“

„Wir sind finanziell gut aufgestellt, schuldenfrei, und haben alle Projekte mit der Rechtsaufsicht abgestimmt. Die Finanzierbarkeit ist also gewährleistet.“

Bürgermeister Josef Bauer

Im Sommer wird dann der Kreisverkehr, an dem die Bahnhofsstraße in die Hohenfelser Straße mündet, vorübergehend zurückgebaut. „Das ist deswegen notwendig, weil wir einen neuen Kanal einbauen und ein Rückstaubecken im Bereich des Kreisverkehrs anlegen müssen“, erklärt Bauer. Im Anschluss werde der Kreisverkehr wiederhergestellt.

Für den Herbst sei dann der Baubeginn für das neue Kindergartengebäude im Bereich des Freizeitzentrums an der Hatzengrün geplant. Hier rechne man ebenso mit Kosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro wie bei der neuen Sporthalle für die Grundschule, mit der ebenfalls im Herbst dieses Jahres begonnen werden soll. Weitere Projekte im Jahr 2018 sind laut dem Bürgermeister die Erschließungen des Neubaugebiets an der Darshofener Straße und des Gewerbegebiets kurz vor Hörmannsdorf.

Laufender Betrieb geht weiter

„Daneben haben wir natürlich noch die laufenden Projekte wie zum Beispiel die Sanierung von Ortsverbindungsstraßen und die Dorferneuerung in Darshofen“, sagt Bauer. Zwar ohne Beteiligung der Stadt aber dennoch ein Thema, das die Parsberger betrifft, sind die Sanierung der Zwiebeltürme auf der Burg durch den Freistaat.

Erschließung: Das neue Baugebiet „West“ wird für 18 bis 20 Parzellen Platz bieten. Foto: Peter Tost

„All das ist natürlich auch eine große Herausforderung für die Verwaltung“, betont Bauer. Dass diese ihren Aufgaben gewachsen ist, habe in der Vergangenheit immer wieder die Geschwindigkeit gezeigt, mit der die Projekte abgewickelt worden seien. Das liege auch daran, dass auf eine gute Vorbereitung viel Wert gelegt werde.

Auch wenn die Investitionssummen 2018/19 so hoch seien wie nie zuvor und deshalb eine Darlehensaufnahme von drei Millionen Euro eingeplant sei, müsse sich niemand Sorgen machen. „Wir sind finanziell gut aufgestellt, schuldenfrei, und haben alle Projekte mit der Rechtsaufsicht abgestimmt. Die Finanzierbarkeit ist also gewährleistet“, verspricht Bauer.

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