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Region Neumarkt
Sonntag, 21. Januar 2018 5

Ehrenamt

30 Jahre Wallfahrten – 2021 Meter Pflaster

5972 Stunden lang hat der Parsberger Hermann Schönberger die Pilger nach Altötting betreut. Dafür wurde er ausgezeichnet.
Von Vera Gabler

Hermann Schönberger erhielt als Dank eine wunderschöne Kerze. Foto: Gabler

Parsberg.Seit 30 Jahren sorgt sich Hermann Schönberger um die medizinische Betreuung für die Altöttinger Wallfahrer. Dafür ist er im Gasthaus Nutz in Hamberg geehrt worden. „Die Altötting-Wallfahrer sind immer dankbar, wenn sie vom Roten Kreuz bei Bedarf medizinisch betreut werden“, sagte der BRK-Kreisbereitschaftsleiter im Landkreis Neumarkt und Dienstherr für alle ehrenamtlichen Bereitschaftsmitglieder, Uwe Suchomel.

Im Namen von BRK-Bereitschaftsleiter Erwin Wolfsteiner aus Postbauer-Heng, Winfried Himmler und Hans Plank von der BRK Bereitschaft Berching sowie Alois Spangler von der BRK-Bereitschaft Hemau betonte der Redner, dass es für die Wallfahrer eine noch größere Freude sei, wenn die Männer „im weißen Anzug“ auch immer die gleichen seien.

„Vor 30 Jahren hat der Pilgerführer Georg Höllrigl beim BRK um einen Sanitätsdienst während der Wallfahrt gebeten“, erinnerte sich Schönberger nach der Ehrung im Gespräch mit dem Tagblatt. Damals sei die Gefahr schon sehr groß gewesen, wenn sich die Gruppe auf der Straße bewegte und mit dem Autoverkehr in Berührung kam. Schönberger hatte damals die große ADAC-Frühjahrswallfahrt in Regensburg betreut und wegen seiner Erfahrungen habe er sich gemeldet. Und so sei er seit 30 Jahren nicht nur ein Sanitäter, sondern eben auch ein guter Geist der Wallfahrer.

Zusammen mit den Kollegen stehe er gemäß eines festen Zeitplans an den Raststationen bereit, um die Wallfahrer zu versorgen – sei es mit einem Pflaster, „die haben die Wallfahrer aber jetzt schon meistens selbst dabei“ oder nur mit aufmunterten Worten „Du schaffst das schon!“.

In den vergangenen Jahren habe es mehr Zeckenbisse gegeben, erzählt Schönberger. Deshalb habe er immer spezielle Zangen und eine gute Lupe in seinem Koffer. Außerdem habe er immer sein Notizbuch dabei, in dem er alles protokolliere. „Inzwischen sind in den 30 Jahren 5972 Stunden zusammengekommen, die ich mit den Wallfahrern verbracht habe. 7884 Personen sind versorgt worden und gut 2021 Meter Pflaster habe ich geklebt“, schmunzelt er und denkt bereits an seine 31.Wallfahrt in diesem Jahr. Wenn er eine Begleitperson gefunden habe, buche er die Quartiere und stelle seine medizinische Ausstattung zusammen. Was er an Pflaster und Salben brauche, sehe er in seiner Statistik.

Die Wallfahrer seien wie eine große Familie – auch wenn der eine oder andere unter den rund 900 Pilgern verschwinde. „Wenn ich unterwegs helfen kann, damit alle ihr persönliches Ziel erreichen, dann ist auch mein Ziel erreicht“, sagt Schönberger.

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