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Region Neumarkt
Mittwoch, 13. Dezember 2017 3

Fasching

90 Jahre Bayerische Chinesen

Kaiser Fu-Gao-Di übernimmt am Samstag um 11.11 Uhr die Macht.

Kaiser Fu Gao Di übernimmt die Macht.

DIETFURT.Genau 255 Tage nach Ende des letzten Fasching startet am morgigen Samstag die neue Faschingssaison 2017/2018. Für die Dietfurter, weithin als Bayerische Chinesen bekannt, ist dies ein besonderes Ereignis. Da der Faschingsauftakt dieses Mal nicht unter der Woche ist, findet das entsprechende Zeremoniell um 11.11 Uhr vor dem Rathaus am Chinesenbrunnen statt. Zur Teilnahme sind nicht nur alle Freunde des Chinesenfaschings, sondern auch solche eingeladen, die es gerne werden möchten.

Für Bayrisch China bedeutet der 11.11. seit langer Zeit der Beginn einer neuen Zeitrechnung, der sogenannten fünften Jahreszeit. An diesem Tag erstürmen die chinesischen Narren das Rathaus und setzen ihren Kaiser als Machthaber ein. Soweit man zurückdenken kann, konnte dies bis jetzt kein Bürgermeister verhindern – im Gegenteil, sie machen die Gaudi mit und übergeben dem Oberchinesen, das ist in diesem Jahr wieder Kaiser Fu-Gao-Di (Manfred Koller), den Rathausschlüssel.

Garden werden vorgestellt

Bei diesem närrischen Akt wird der Kaiser seinen Hofstaat, aber auch die personelle Besetzung der Kaiser- und Kindergarde vorstellen. Ebenso wird er das Motto des nächsten Nationalfeiertages, dem „Unsinnigen Donnerstag“ am 8. Februar 2018, bekannt geben. Selbst wenn man den genauen Slogan noch nicht kennt, kann schon verraten werden, dass es im Zeichen von 90 Jahre Chinesenfasching steht, denn 1928 ist die damalige Stadtkapelle erstmals als Chinesenkapelle aufgetreten. Sie wollte zeigen, dass die Dietfurter den Spitznamen nicht nur tragen, sondern es auch bestens verstehen, etwas daraus zu machen.

Schön wäre es für die Akteure, die den Faschingsauftakt mit viel Einsatz organisieren, wenn viele Zuschauer zum Faschingsauftakt kämen, noch besser wäre es, wenn sie sich dafür auch ein wenig kostümieren würden, damit der Start in die neue Narrenzeit ein buntes Gesicht bekommt.

Nach dem Eröffnungs-Spektakel formiert sich ein Zug, dem sich jedermann anschließen kann. Ziel ist der Gasthof Bräu Toni, wo ein gemütliches Beisammensein steigt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt der Bayrisch-Chinesische Kulturattaché Karl-Heinz Bauer.

Pläne werden geschmiedet

Sicher wird das Beisammensein auch genützt, um Pläne für den Unsinnigen zu schmieden. Nachdem die Faschingszeit relativ kurz ist, werden ohnehin schon von den Vereinen und Gruppen Überlegungen angestellt, mit was und wie sie sich am Faschingszug beteiligen. Aus organisatorischen Gründen wäre es gut, wenn sie ihre Teilnahme am Gaudiwurm, Motto und Teilnehmerzahl, schon bald in der Tourist-Info im Rathaus Telefon (08464) 640019 anmelden. (ufb)

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