mz_logo

Region Neumarkt
Dienstag, 16. Januar 2018 6

Zuschüsse

Berg öffnet Gemeindesäckel

Der Gemeinderat verteilte Fördergelder in Höhe von 202 364 Euro an Vereine und Gruppen sowie öffentliche Einrichtungen.

Die jährliche Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in den Vereinen und Gruppierungen hatte äußerste Priorität bei der Verteilung der Vereinszuschüsse in der Freitags-Sitzung des Berger Gemeinderates. Foto: Stepper

BERG.Die Bürgermeister Helmut Himmler (SPD), Susanne Hierl (CSU) und Peter Bergler (LBG) sowie die Räte verteilten am Freitagabend bei der öffentlichen Weihnachts- und Jahresschluss-Sitzung Fördergelder in der Höhe von 202 364 Euro an Vereine und Gruppen sowie öffentliche Einrichtungen und Organisationen von Sport, Jugendförderung und Kultur in der Großgemeinde sowie an die katholischen Kirchenstiftungen.

Nach akribischer Vorarbeit von Georg Späth hatte der Sport- und Kultur-Ausschuss unter Vorsitz von Bürgermeister Helmut Himmler, dritten Bürgermeister Peter Bergler, den Gemeinderäten Alois Braun, Josef Geitner, Markus Mederer, Alois Sichert und Georg Späth in einer Sitzung am 9. Dezember ein Förderkonzept erarbeitet und nun dem Gemeinderat zur Annahme empfohlen. Dieses wurde nun bei der Weihnachtssitzung kurz diskutiert und vom gesamten Gemeinderat genehmigt.

„Sehr hohes Förder-Niveau“

Der Bürgermeister betonte in seinen Ausführungen das „sehr hohe Niveau der freiwilligen Leistungen in Berg mit besonderer Gewichtung der Kinder- und Jugendarbeit im Sport, der Kultur sowie zur Förderung des gesellschaftlichen Lebens und damit der sozialen Struktur in der Kommune mit seinen 34 Ortsteilen“.

Himmler hob beim Treff die enorme Bedeutung der Vereine für den sozialen Zusammenhalt, die Herstellung von Gemeinschaft und Gemeinsinn sowie die Betreuung der Kinder und Jugendlichen hervor. Die Kinder- und Jugendarbeit erfahre nicht nur in Berg besondere Unterstützung, da die Kinder im Sport, bei den Feuerwehren und beim Musizieren wichtige Lebensqualifikationen erlernen: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Fairness, Regel- und Rechtsbewusstsein, Kameradschaft und Selbstwertgefühl.

Vor diesem Hintergrund seien die relativ hohen Ausgaben beste Investitionen in die Sozialstruktur sowie in die Zukunft des Gemeinwesens in Berg mit den 34 Gemeindeteilen und über 8100 Einwohnern.

Bei der Bezuschussung der Vereine wurden die vier Sportvereine SC Oberölsbach, DJK-SV Berg, FC Sindlbach und TSV Stöckelsberg und die vier Schützenvereine „Eichenlaub“ Berg, „St. Georg“ Loderbach, „Klosterberg“ Oberölsbach und die „Wiesengrundschützen“ Rohrenstadt wegen ihrer wichtigen gesellschaftlichen Bedeutung – insbesondere aufgrund ihrer vielfältigen Angebote im Kinder- und Jugendsport – besonders gefördert.

Als „Primärzuschuss“ wird ihnen ein Betrag von 29 480 Euro zugebilligt. „Alle acht Vereine bieten unseren Kindern und Jugendlichen das ganze Jahr über eine Fülle sportlicher Betätigung an, sei es beim regelmäßigen wöchentlichen Training, sei es im Spielbetrieb, bei den Rundenwettkämpfen oder bei den Wettkämpfen“, betonte Himmler.

Eine gemeindliche Jugendförderung im Berger Modell habe eine regelmäßige Jugendarbeit im Verein als Voraussetzung. Das bedeute, dass wöchentlich mindestens zwei Trainingsstunden unter der Betreuung qualifizierten Personals stattfinden und nachgewiesen werden müssen.

Die Förderung der Jugendarbeit habe bei der Bemessung des Zuwendungsbetrags einen besonderen Stellenwert. Dies komme zum Ausdruck in der Bewertung der Übungsleiterstunden und im Besonderen bei der Berücksichtigung der Anzahl der Jugendlichen eines Vereins. Für jedes Mitglied bis zum 17. Lebensjahr (unter 18 Jahre) erhielten die acht Sport- und Schützenvereine in 2017 einen Betrag von 12,47 Euro als direkte Förderung, das seien für insgesamt 842 Kinder und Jugendliche 10 498,40 Euro.

Zuschüsse bei Investitionen

Aber auch für erwachsene Mitglieder erhielten die Sport- und Schützenvereine Förderbeträge, nämlich derzeit 1,53 Euro für jedes Mitglied, was bei insgesamt 3123 Mitgliedern einen Betrag von 4772 Euro ausmache. Weitere 3817 Euro bekamen die Vereine als Zuschuss für die Finanzierung ihrer Übungsleiter. Darüber hinaus wurden bauliche Investitionsmaßnahmen mit 15 Prozent der Kosten bezuschusst.

Seit 2013 erhalten die Sport- und Schützenvereine erstmalig einen Energiekostenzuschuss, wenn sie eigene Liegenschaften betreiben. Hierfür stehen 3000 Euro zur Verfügung.

Seit 2014 gibt es die Bezuschussung der „Sportplatzbewässerung“. Hier werden den Vereinen 15 Prozent der von der Gemeinde in Rechnung gestellten Wassergebühren rückvergütet. Heuer sind das 1058 Euro.

Bei Bürgermeister Helmut Himmler genießt die Förderung von Vereinen einen hohen Stellenwert.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht