mz_logo

Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 5

Forschung

Bionorica gründet Lehrstuhl in Innsbruck

Der Chef der Neumarkter Bionorica, Michael Popp, hat ein Institut für pflanzliche Wirkstoffforschung ins Leben gerufen.

Michael Popp, Vorstandsvorsitzender der Bionorica AG in Neumarkt Foto: Bionorica AG dpa/lby

Neumarkt. Mehr erfahren über die heilende Kraft von Pflanzen und durch modernste Forschung wirksame pflanzliche Arzneimittel herstellen – dieser Aufgabe widmet sich das am Mittwoch an der Universität Innsbruck neu geschaffene Michael Popp-Institut für pflanzliche Wirkstoffforschung. Die zwei Stiftungsprofessuren an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (LFU) werden vom Land Tirol sowie der Michael A. Popp nature science foundation finanziell getragen.

Die Kosten für die Forschungsstätte, bei der rund 20 Wissenschaftler und Studierende beschäftigt sein werden, liegen in den nächsten fünf Jahren bei knapp fünf Millionen Euro.

Professor Michael A. Popp hat selbst in Innsbruck promoviert sowie habilitiert und ist heute neben seiner Position als Vorstandsvorsitzender und Inhaber eines der weltweit führenden Hersteller von pflanzlichen Arzneimitteln, der im bayerischen Neumarkt ansässigen Bionorica SE, Dozent an der LFU: „Durch die Einrichtung des Instituts soll sich die Universität Innsbruck und die Region als Zentrum für moderne wissenschaftlich fundierte pflanzliche Arzneimittel positionieren. Wir bauen weiter an dieser weltweit einzigartigen Wissens-Konzentration für pflanzliche Wirkstoffforschung, dem Phyto-Valley“. Popp weiter: „Die Entschlüsselung pflanzlicher Wirkmechanismen mit innovativen Technologien ist auch das Fundament unseres Markterfolgs. Wir nennen das Phytoneering.“

Phytoneering stehe für die Entschlüsselung des großen Wirkstoffpotentials von Pflanzen unter dem Einsatz von modernster Forschung und innovativen Technologien zur Herstellung wirksamer und sicherer pflanzlicher Arzneimittel. Das Michael Popp-Institut für pflanzliche Wirkstoffforschung habe das Ziel, die Pharmakognosie an der Universität Innsbruck zu stärken. Zweck der Einrichtung des Institutes sei die Durchführung von Forschungs-, Forschungstransfer-, Lehr- und Kommunikationsaufgaben auf dem Gebiet der Pharmakognosie mit dem Schwerpunkt der Beschäftigung mit aus der Natur stammenden biogenen Wirkstoffen.

Diese könnten etwa die unnötige Einnahme von Antibiotika bei viralen Erkrankungen reduzieren und so der sich vermehrt ausbreitenden Antibiotika-Resistenz entgegenwirken.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht