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Region Neumarkt
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Bauausschuss

Das Denkmalamt redet beim Abriss mit

Der Dietfurter Waldkindergarten bekommt eine Schutzhütte, der Abriss eines Stadls ist nicht ohne weiteres möglich.
Von Hans Grad

Diese Gebäude soll abgerissen werden, hierzu muss erst das Denkmalamt gefragt werden. Foto: Grad

Dietfurt. Den Waldkindergarten Dietfurt und Umgebung bei Hebersdorf werden demnächst bis zu zwanzig Kinder besuchen, darunter auch Buben und Mädchen aus Beilngries.

Dann reichen die zwei Bauwägen als Unterschlupf bei schlechtem Wetter nicht mehr aus. Die Verantwortlichen stellten den Bauantrag, diese zu entfernen und eine Schutzhütte errichten zu können. Das Landratsamt gab die grundsätzliche Genehmigung für den Bau im Außenbereich, jedoch musste die Veranda erheblich verkleinert werden. Das Objekt kostet nach einer Schätzung etwas über 20 000 Euro. Einen Teil der Finanzierung übernimmt der Kindergartenverein, für den anderen wird an die Stadt ein Zuschussantrag gestellt werden, so Bürgermeisterin Carolin Braun.

Die Stadt Beilngries hat einen Beitrag verweigert, was Johann Gietl (FW) als Armutszeugnis bezeichnete. Den Grund für die Ablehnung sehen Vertreter des Waldkindergartenvereins darin, dass das Gebäude auf Dietfurter Gemeindegrund errichtet wird und viel mehr Dietfurter Kinder diesen Kindergarten besuchen.

Für Ilse Werner (CSU) ist der Beingrieser Beschluss in Ordnung, es sei eine Investition der Stadt Dietfurt und der staatliche Zuschuss fließt nach Dietfurt, wie auch stellvertretender Bürgermeister Oliver Kuhn erklärte. Einstimmig genehmigte der Bauausschuss den Bauantrag.

Denkmalamt muss gehört werden

Ebenso abgesegnet wurden der Umbau und die Erhöhung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Wildenstein, da sie auch nicht übermäßig höher wird als die bestehenden Gebäude. Die Verlängerung einer Lagerhalle in Töging um zehn Meter mit gleicher Höhe und Breite fand ebenfalls einstimmige Genehmigung.

Die Bauvoranfrage für einen Wohnhausbau in Dietfurt musste zurückgestellt werden. Es soll anstelle einer halb eingefallenen Scheune entstehen, für die eine Abbruchgenehmigung erteilt ist. Das Wasserwirtschaftsamt hat noch keinen Bescheid geschickt, das Denkmalamt ist zu hören und Fragen gibt es wegen der Abstände zu den Nachbarn. Im Kindergarten wurde im Zuge der Umbauarbeiten auch ein neues Gebäude für die Müllcontainer errichtet.

Da in Zell es mit der Entwässerung der Oberflächen immer Probleme gibt, wird ein zusätzlicher Kanal gebaut, der für zwei Drittel des Dorfbereichs eine Entlastung darstellt. Geplant hat ihn die Elektroberatung Bayern (EBB), die in Sachen Kanalisation für Dietfurt gut Bescheid weiß. Der Kanal ist 220 Meter lang, die Rohre haben einen halben Meter Durchmesser und er verläuft vom Osterbergweg vorbei am Rand von zwei Bauplätzen durch einen Acker zu den Regenrückhaltebecken. Die Grunddienstbarkeit ist eingetragen, es gibt auch eine Entschädigung, der neue Abflusskanal verläuft etwa 60 Zentimeter unter der Ackeroberfläche. Stadttechniker Erwin Rabl will möglichst bald eine Ausschreibung machen, um gute Ergebnisse zu bekommen, bis Ende Juni 2018 sollen die Arbeiten beendet sein. Die beschränkte Ausschreibung der Maßnahme wurde einstimmig beschlossen.

Bürgermeisterin Carolin Brauninformierte über die momentan laufenden und noch vorgesehenen Baumaßnahmen. In Ottmaring hat die Firma Templer mit dem Bau des Abwasserkanals für das Dorfhaus begonnen. Er verläuft in drei Metern Tiefe. Einige Hausanschlüsse, die eventuell einmal nötig sind, werden gleich bis zur Grundstücksgrenze gelegt, um nochmaliges Aufgraben des Weges auch wegen der vielen dortSplitter aus der Sitzung verbuddelten Kabel zu vermeiden. Die Wasserleitung wird ebenfalls mitverlegt.

Die Firma Prem repariert Straßen und Gehwege. In Töging geschieht dies in der Angerstraße. An der Bergstraße nach Hainsberg werden in kritischen Bereichen Rasengittersteine verlegt, um das ständige Anschwemmen des Banketts zu beenden. In Dietfurt muss beim Espanweg etwas gemacht werden, wo vor allem bei den Glascontainern der Asphalt gebrochen ist, aber auch sonst die Straße sehr schadhaft ausschaut. Ilse Werner schlug vor, gleich was Gescheites zu machen, Johann Gietl will die große Fichte dort weg haben und Adolf Karg wunderte sich, dass dieser Weg auf der Bewertungskarte nicht mit „Rot“ gekennzeichnet ist.

Kanalisationsarbeiten sind fertig

Die Kanalisationsarbeiten in Töging Ost sind abgeschlossen, die Firma Spangler kann jederzeit mit dem Bau einer Halle beginnen. Ihren neuen Parkplatz hat sie bereits ziemlich fertig gestellt, wie Karl Böhm anmerkte.

Braun gab bekannt, dass laut der Firma Inexio seit dem 30. September alle Anschlüsse geschaltet sind. Hier warf Martin Schmid gleich ein, dass in Schweinkofen nur 16 MBits ankommen statt der geforderten 30 MBits. Das hänge mit dem Kabelverzweiger in Mühlbach zusammen, hier müsse nach Regelung eines Problems „ein Schalter umgelegt“ werden. Die Ottmaringer müssen noch vier Wochen warten. Strom- und Datenleitungen sind in den Anschlusskästen fertig verlegt, das Glasfaserkabel ist jedoch noch nicht an die an Ottmaring vorbeiführende Fernleitung angeschlossen. Karl Böhm äußerte großen Unmut über das unsägliche Verhalten der Firma Inexio, laut Martin Schmid kenne sich niemand mit den verschiedenen Verträgen aus und selbst das Telefonieren werde immer schwieriger. Bürgermeisterin Carolin Braun versuchte zu beschwichtigen und meinte, mit Inexio sei es nicht schwieriger als mit anderen Telekommunikationsfirmen.

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