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Region Neumarkt
Sonntag, 24. September 2017 18° 3

Ideen

Das wünschen sich Senioren in Dietfurt

Ältere Bürger wurden befragt, was ihnen in der Stadt fehlt. Die Ergebnisse der Umfrage wurden nun diskutiert und bewertet.
von Johann Grad

Besprechen die Umfrageergebnisse: Karl und Josefa Trifellner (v.l.), Martha Thumann, Bürgermeisterin Carolin Braun, Andrea Götz, Leiterin Seniorenheim, Hans Ferstl und Gerhard Reinsch. Fotos: Grad

Dietfurt.Im Frühjahr konnten Senioren ab 60 Jahren bei einer Umfrage der Stadt ihre Meinung zur Lebenssituation in Dietfurt äußern. Der Fragebogen war auch im Bürgermagazin, an die 1000 Personen wurden damit erreicht. Allerdings: Nur 22 Bögen sind zurückgekommen. „Anscheinend sind die älteren Leute sehr zufrieden mit ihrer Situation“, meinte Stadträtin und Seniorenbeauftragte Martha Thumann.

Mehr Busfahrten und Ausflüge

Trotzdem könne man einige Ideen, Wünschen und Gedanken aus den Fragebögen herauslesen, die verallgemeinert werden könnten. Vermisst würden demnach Seniorentreffen und Wirtshäuser, mehr Busfahrten, Gartennachmittage, Radtouren, Wanderungen, Spiele- und Tanznachmittage sowie Theaterfahrten. Manche jedoch würden meinen, es sei ein gutes Angebot vorhanden.

Für wichtig befunden worden sei mehr Beratung über Pflegekassen, Pflegeversicherung, Wohnraumberatung und mögliche Zuschüsse. Fahrdienste zum Einkaufen, Arzt, zur Bank, Apotheke, Frisör, zum Freibad – auch für Kinder – würden gewünscht. Notwendig seien zudem ein Bus nach Kinding zum Bahnhof, mehr Infos zum Rufbus und günstige Mieten.

Man hätte die Fragen jüngeren Leuten stellen müssen, denn die eigene Zukunft liege auf dem Friedhof, meinte jemand, der den Fragebogen ausgefüllt hatte. In Sachen Gesundheit würden Fachärzte vermisst und von den Doktoren mehr Hausbesuche gewünscht. Rund ein Drittel wolle weiter zu Hause leben bei den Angehörigen, Pflegedienste annehmen, andere könnten sich betreutes Wohnen, das Seniorenheim oder eine Senioren-Wohngemeinschaft vorstellen. Viele würden auch eine Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen und sich selbst einbringen.

Weitere Ideen waren: eine Fußgängerzone um das Rathaus, mehr Sitzmöglichkeiten, schlecht begehbares Pflaster austauschen, ein Außenaufzug am Rathaus oder gute Zugverbindungen nach Regensburg.

In der Aussprache stellte Bürgermeisterin Carolin Braun fest, dass die Information offensichtlich mangelhaft sei. So gebe es auf dem Friedhof Toiletten, Resi Sandner führe die Singstunde weiter und in Töging gebe es Spielenachmittage. Andrea Götz, die Leiterin des Seniorenheims, schlug einen gemeinsamen Veranstaltungskalender von Stadt und Heim vor mit Angeboten für Senioren, Vorträge oder Altenpflegekurs. Den Fahrdienst könnte laut Bürgermeisterin Braun jemand übernehmen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr macht. Er sei angestellt, versichert, ein Fahrzeug sei auch vorhanden.

Eine spezielle Nummer für Fragen

Ganz wichtig fanden Braun und Götz die Möglichkeit, bei Fragen eine spezielle Nummer anrufen zu können, wo immer jemand dran sei, der Ratschläge erteilen könne. Diese Nummer sollte im Bürgermagazin immer gut hervorgehoben an der gleichen Stellen stehen. Gebraucht würden weiterhin Ehrenamtliche für allerlei Dienste. Dafür könne es auch eine Zuwendung geben – nicht aber über eine Institution.

Braun schlug vor, einen eigenen Spendentopf aufzumachen, um einen finanziellen Rahmen für solch ein Engagement schaffen. Götz riet, Hürden abzubauen und es Betroffenen leicht zu machen, wenn sie Hilfe suchen würden.

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