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Region Neumarkt
Montag, 20. November 2017 5

ANTRAG

Der Lärm steigt ununterbrochen an

Die SPD/Grüne-Fraktion des Stadtrates will für die Hohenfelser Straße einen Flüsterasphalt anbringen lassen.
Von Günter Treiber

  • Die SPD-Fraktion sieht sich an Ort und Stelle das wachsende Verkehrsaufkommen in der Hohenfelser Straße an. Fotos: Treiber
  • Christian Sinzinger regte die Maßnahme an.

Parsberg. Die Hohenfelser Straße soll nach dem Wunsch der SPD/Grüne-Fraktion mit Flüsterasphalt ausgestattet werden. Die Anregung hierzu kam von Stadtrat Christian Sinzinger. Seine Fraktionskollegen aus der SPD und von den Grüne haben zugestimmt und einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat, beziehungsweise an die Verwaltung der Stadt gestellt.

Die Nachteile der Straße

Im Gespräch mit unserem Medienhaus, es fand direkt an der viel befahrenen Straße statt, erklärte Christian Sinzinger, der Ideengeber, seine Begründung. „Wir haben in der Fraktion“, so Sinzinger, „wiederholt die Verkehrslage und deren Nachteile in dieser Straße diskutiert und nach Lösungen gesucht“.

Eine dieser Lösungen könnte so aussehen, dass eine Umgehung über die Velburger Straße entstehen könnte. Man sei dann aber zu der Einsicht gekommen, dass diese Lösung zu teuer und zu aufwendig sei.

Auf dieser Straße, so erklärt Josef Hierl, verkehren nach der letzten Zählung etwa 12 000 bis 13 000 Fahrzeuge täglich, vom kleinen Personenkraftwagen bis hin zum achtachsigen Lastwagen.

„Das ergibt einen ununterbrochenen Lärm, den die Anwohner tagtäglich aushalten müssen“, betont Hierl. Auf den Hinweis unserer Zeitung, dass ein Flüsterasphalt bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer wohl nicht viel bringe, erläutert Sinzinger, dass dem nicht so sei.

Sinzinger hat über das Umweltministerium recherchiert, dass es unterschiedliche Beläge gebe, die den Höchstgeschwindigkeiten angepasst seien. „In den größeren Städten werden diese bereits eingebaut und zeigen positiven Effekt“.

Fraktionssprecher Martin Beiderbeck verwies auf die Ausweisung von Baugebieten in den letzten Jahren in den Randbereichen der Stadt, die die Einwohnerzahlen deutlich anwachsen ließen. „Auch durch die Gewerbeansiedlungen in Parsberg und Lupburg wird der Verkehr, vor allem mit Lastkraftwägen anwachsen“, blickt Beiderbeck in die Zukunft.

Das alles sei für Parsberg natürlich auf der einen Seite sehr erfreulich, aber man müsse auch die Nachteile in Betracht ziehen und danach handeln, meinte Josef Rödl.

Ist der Freistaat in der Pflicht?

Sinzinger erklärt weiter, was man vom Freistaat und von der Stadt möchte. „Bei der Finanzierung der dieser Maßnahme sehen wir primär den Freistaat als Baulastträger in der Pflicht, da diese Verkehrsachse eine hohe überörtliche Bedeutung hat“, sagte Sinzinger, „die Straße ist Zubringer in die Gewerbegebiete Parsberg und Lupburg und Zubringer zur A 3“.

Stadtrat Christian Sinzinger stört sich an dem Vekehrs-Lärm in der Hohenfelser Straße.

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