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Region Neumarkt
Freitag, 21. Juli 2017 27° 3

Der Pöllinger Kreisverkehr verführt zum Links-Abbiegen

Mit dem Abbiegen am Pöllinger Kreisel hat mancher ein Problem.

Es ist ein gefährlicher Irrtum, der anscheinend immer wieder auftritt: Die zweispurige Einfahrt in den Pöllinger Kreisverkehr verführt Autofahrer dazu, entgegen der Fahrtrichtung nach links statt nach rechts abzubiegen.

„Das liegt eindeutig an den zwei Spuren“, sagt der Vorsitzende des Pöllinger CSU-Ortsverbandes Günther Braun. Er selbst habe durch Hupen bereits zwei Autofahrer an diesem Fehler gehindert. „Zwei weitere habe ich gesehen, wie sie bereits verkehrt herum in dem Kreisel fuhren.“ Kollegen hätten ihm außerdem von gleichen Beobachtungen berichtet. Nach Ansicht von Braun sollte die Stadt bei beiden Spuren je einen richtungsweisenden Pfeil auf die Fahrbahn malen. Entsprechende Schilder seien zwar bereits angebracht worden, „aber das Problem ist, dass die Leute trotzdem hinein fahren“. Aus Sicht der Polizei hat der Pöllinger Kreisel lediglich anfänglich Probleme verursacht. „Die üblichen Anfangsschwierigkeiten sind da, das lässt sich nicht wegdiskutieren“, sagt Jakob Bierschneider, stellvertretender Leiter der Inspektion Neumarkt. Dass wiederholt Fahrzeuge entgegen der Fahrtrichtung in den Kreisverkehr einfahren, konnte Bierschneider nicht bestätigen. „Das ist uns nicht zu Ohren gekommen.“ Auch Stadtbaumeister Rudolf Müller-Tribbensee verwies auf das Neue an dem Kreisel: „Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Leute den Kreisel noch nicht gewohnt sind.“ Auch er habe ein Fahrzeug beobachtet, das gegen den Verkehr in das Rund einfuhr. „Aber wir haben alle Vorsichtsmaßnahmen in Absprache mit der Polizei durchgeführt.“Hauptkommissar Bierschneider will als Motiv für das Fehlverhalten eine mutwillige Aktion nicht ausschließen. „Auch bei einem gewissen Prozentsatz der Geisterfahrer ist das Motiv eine Mutprobe. Ein anderer vernünftiger Grund fällt mir dafür nicht ein.“Der Pöllinger CSU-Stadtrat Ernst Deinhard verteidigte ebenfalls die neue Kreuzung. „Der Kreisel funktioniert problemlos, der Verkehr kann einwandfrei abfließen.“ Befürchtungen, dass es zu Staus kommt, habe es vor dem Bau des Kreisverkehrs zwar gegeben. Diese hätten sich jedoch nicht bewahrheitet. „Dass Autofahrer verkehrt in den Kreisel fahren ist meines Wissens kein Thema in Pölling.“Das Bauwerk ist auch laut Braun „richtig und wichtig“. Doch weitere Hinweise sind seiner Meinung nach angebracht. Pfeile auf der Fahrbahn sind nach Ansicht von Hans Walter Kopp, FlitZ-Stadtrat aus Pölling, „im Winter nicht wirksam“. Er schlägt eine Verkehrsinsel vor, „die deutlich macht, dass man rechts fahren muss“.

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