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Region Neumarkt
Freitag, 19. Januar 2018 4

Politik

Die Altstadt soll freundlich wirken

Die neue Gestaltungsfibel war Thema im Beilngrieser Stadtrat. Auch über die Entwicklungskonzepte gab es Informationen.
Von Johann Grad

Historische Werbeanlagen sollen in Beilngries erhalten bleiben. Foto: Archiv/Grad

Beilgries.Planerin Monika Seywald vom Büro Dömges, Regensburg, stellte den Stadträten die neue Gestaltungsfibel vor. Es geht einmal um Renovierung von Fassaden und Fenstern, Schaufenster, Türen, Außenputz, Verbesserungen bei Dächern und Dachaufbauten, auch bei Gärten und Einfriedungen. Das Geschäftsflächenprogramm unterstützt die Umgestaltung eines Ladens. Bei der Satzung für Werbeanlagen wurden dem Altstadtkern auch die Stadteingangsbereiche zugeordnet, um sich positiv zu präsentieren.

Dr. Jochen Maurer (CSU) ist grundsätzlich skeptisch gegenüber Fibeln und will keine Bevormundung des Bürgers. Er kann den Anforderungen nachkommen und erhält dann Förderung. Das ist für ihn der richtige Weg. Dr. Anton Bauer (BL-PB/FW) findet die Satzung gut, sie legt Wert auf Einfriedungen und Mauern, damit die Altstadt freundlich wirkt. Er fragte, ob man das auch allgemein regeln könnte. Laut Seywald soll die Fibel hochwertiges Gebiet schützen, dass Traditionelles auch künftig erhalten bleibt. In einem Neubaugebiet sei das nicht möglich.

Bürgermeister Anetsberger sieht Möglichkeiten dafür bei den einfachen Bebauungsplänen, schwierig aber bei der Bauleitplanung. Pauline Hirschberger (CSU) fragte, ob die 30-Prozent-Förderung für die gesamte Maßnahme gilt. Laut Seywald gibt es für ein Dach 30 Prozent der förderfähigen Kosten und gedeckelt, für die Fassade ebenfalls. Einstimmig beschloss der Stadtrat die Gestaltungsfibel, das Förderprogramm und die Satzung für Werbeanlagen.

Einen Zwischenbericht und momentanen Arbeitsstand zum Thema „Altstadtentwicklung“ gab Dr. Andrea Müller von dwif consulting, München. Laut Bürgermeister Anetsberger müssten geplanten Maßnahmen noch reifen und der Stadtrat sich damit beschäftigen, bevor darüber endgültig beschlossen werde. Laut Dr. Müller ist die neue Marke ein Dach für alle Partner. Die Partnerschaft zwischen Hotellerie und Tagungshäusern und Gemeinde werde wahrgenommen, für den Einzelhandel sie das auch geplant. Der Projektfond sei ein Projekt zwischen Kommune und Privat. Wahrgenommen werde die Partnerschaft „Gastreich“ für die Kulinarik. Zum Gelingen der Konzepte sei ein Projektmanager notwendig. Für die Finanzierung der Stelle gibt es Mittel von der Städtebauförderung aus dem Programm „Aktive Stadt“. Die Kosten betragen jährlich bei vier Stunden Arbeit pro Tag 45 000 Euro, der kommunale Eigenanteil beträgt 18 000 Euro.

Bürgermeister Anetsberger sieht den Projektmanager als wichtige Einrichtung, er soll für drei Jahre etabliert werden und sei wichtig für die Förderung der Altstadtentwicklung.

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