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Region Neumarkt
Freitag, 24. November 2017 10° 4

Konzert

Diese „NeuRosen“ machen enorm viel Spaß

Am kommenden Samstag spielt das Sextett im Lupburger Burgsaal ein Benefizkonzert. Gratis Ohrwurm-Garantie ist garantiert.
Von Vera Gabler

Gerne geben die „NeuRosen“ auch ein Konzert für eine gute Sache – das ist in Lupburg der Fall. Foto: Franz Guttenberger

Lupburg.Wenn diese „NeuRosen“ auftreten, hilft nur eines: Sie machen lassen und zuschauen und zuhören, wie sie ihren Spaß auf der Bühne haben. Die einzige Gefahr besteht darin, dass man sich von ihrem Zwang zur Musik und Unterhaltung anstecken lässt und mitklatschen oder mitsingen möchte.

Es ist den fünf Frauen und ihrem Rosenkavalier darüber hinaus immer wieder ein Anliegen, mit ihrer Musik Geld für einen guten Zweck einzuspielen. So profitierten in den vergangenen Jahren schon mehrere Vereine und Institutionen von den Spenden, die die Konzertbesucher in einen Hut steckten. Die „NeuRosen“ sind sich einig: „Wir haben unseren Spaß , und das ist sowieso unbezahlbar.“
Und so freuen sie sich auf ihren nächsten Auftritt. Er ist am 28. Oktober im Lupburger Burgsaal. Die Begünstigten sollen dieses Mal die Familie Hierl sein, denn eine der „NeuRosen“ hat eine ganz besondere Beziehung zu ihr: Daniele Wittl begleitete mehrere Jahre lang Leonie Hierl auf ihrem Weg in die Parsberger Schule. So entstand ein inniges Verhältnis zwischen dem körperlich beeinträchtigten Mädchen und der leidenschaftlichen Klarinettistin.

Freundschaft mit Familie Hierl

Als Jakob auf die Welt kam und es feststand, dass auch er beeinträchtigt sein werde, was die Familie auch vor eine finanzielle Herausforderung stellt, war es auch für anderen „NeuRosen“ keine Frage, dass sie für die Familie Hierl spielen werden. Die Idee stieß auch beim Lupburger Bürgermeister Manfred Hauser sofort auf offene Ohren. So stellte er den Lupburger Burgsaal zur Verfügung. Der Erlös daraus soll ebenfalls gespendet werden.

Dass sich die „NeuRosen“ immer wieder auf der einen oder andere Bühne ausleben, ist nur den Instrumenten zu verdanken, die sie als Eintrittskarte für ihre ganz eigene Welt benutzen. Sie spielen Geige, Gitarre, Flöte, Klarinette und Steirische und benutzen allerlei Percussion-Instrumente. Die meisten „NeuRosen“ waren von Anfang an angetan von der Klezmermusik. Das ist die Musik, die auf jüdischen Hochzeiten und Festen gespielt wird und die fröhlich und wehmütig zugleich ist. Weil aber sechs „NeuRosen“ nur in den seltensten Fällen immer die gleiche Meinung haben, wollten einige auch andere Musikrichtungen spielen. So kamen irische Stücke ins Repertoire. Zufrieden geben wollten sich die „NeuRosen“ damit längst nicht. Auch Zigeunermusik wurde ins Programm aufgenommen. Weil ihnen auch das noch zu einseitig war, kamen inzwischen Stücke aus Tschechien, Finnland und Frankreich hinzu.

Einzigartiges Gast-Instrument

Die fünf Frauen und der eine Mann sind vielleicht die einzige Gruppe, die in Klezmer und irische Musik eine Ziach integriert haben. Dabei ist Ziach nicht etwa ein hebräisches Instrument, sondern wie jeder in Bayern weiß, eine steirische Harmonika. Die „NeuRose“, die der Gruppe die Haupt-Gesangsstimme gibt, heißt Helene Winter. Auch die anderen machen auf der Bühne den Mund auf; die Moderation wird immer wieder unkonventionell genannt. Wenn Helene Winter im Duett mit dem Gitarristen Joachim Hable jiddische Liebeslieder oder Gassenhauer singt, dann gibt es den Ohrwurm gratis mit dazu. Der ist übrigens ebenso wenig behandlungsbedürftig wie die auftretenden „NeuRosen“.

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