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Region Neumarkt
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Hilfe

Diözese ermöglicht Schulbesuch

Seit 2012 unterstützt die Katholische Kirche Initiativen in Syrien. Eichstätt übernimmt das Schulgeld für 100 Kinder.

Schwester Amira Tabet kümmert sich um syrische Flüchtlingskinder an einer Schule der „Good Shepherds Sisters“ der maronitischen Kirche in einem christlich-maronitischen Dorf in der Bekaa-Ebene im Libanon. Foto: Jörg Böthling

Landkreis.100 Schülerinnen und Schülern ermöglicht das Bistum Eichstätt den Schulbesuch in ihrer syrischen Heimat. Außerdem bezuschusst die Diözese eine weltweite Bildungsinitiative der Jesuiten für Flüchtlinge weltweit. Neben zahlreichen anderen Vorhaben bewilligte der Vergabeausschuss für die weltkirchlichen Projekte des Referats Weltkirche Bildungsprojekte für Flüchtlinge.

System ist zusammengebrochen

45,45 Euro pro Jahr kostet im Durchschnitt der Schulbesuch für Kinder an kirchlichen Schulen in Syrien. Das einstmals gut funktionierende Bildungssystem in Syrien ist durch den Bürgerkrieg, der nunmehr seit über sechs Jahren tobt, komplett zusammengebrochen.

Seit Mai 2012 unterstützt die Katholische Kirche daher verschiedene Initiativen, die die Ortskirche in Syrien und im Libanon organisiert haben, um bedürftigen Familien vor Ort zu helfen. Ordensgemeinschaften in Aleppo, Damaskus und Homs, sowie die griechisch-katholische Erzdiözese von Homs, Hama und Yabourd und die maronitischen Bistümer von Aleppo und Lattakia kennen die bedürftigen Familien und wissen, wer am dringendsten auf Hilfe für den Schulbesuch angewiesen ist. Das Bistum Eichstätt übernimmt für insgesamt 100 Schulkinder aus dem vom Bürgerkrieg gebeutelten Syrien das Schulgeld von 4545 Euro.

Einen Zuschuss in Höhe von 10000 Euro bewilligte das Bistum außerdem für die „Jesuitische Initiative für Hochschulbildung an den Grenzen“ (JCHEM).

Mit einer online-basierten E-Learning Plattform können Flüchtlinge überdies an verschiedenen Orten der Erde akademische anerkannte Abschlüsse erwerben, etwa in Malawi, Kenia, Jordanien, Tschad, Thailand und Afghanistan.

Zu den bisherigen Ausbildungsmodulen, etwa der Lehrerausbildung in Flüchtlingslagern, sollen nun weitere Module hinzukommen.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation plant die Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München, sich als europäische Koordinierungsstelle einzubringen und eigene Kurse zu entwickeln.

Zusammenarbeit mit Missio

Die Kurse kommen sowohl den Flüchtlingen in den verschiedenen Lagern weltweit, aber auch denjenigen in München zugute. Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit dem Missionswerk missio München umgesetzt.

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