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Region Neumarkt
Dienstag, 26. September 2017 19° 2

Engagement

Drei Feuerwehren übten gemeinsam

Aktive aus Mallerstetten, Hainsberg und Ober-/Unterbürg testeten: Wie klappt die Wasserversorgung ohne Hydrant in der Nähe?

Die Wasserzuführung vom Güllefass bewährte sich bestens und könnte auch im Ernstfall eine große Hilfe sein. Foto: ufb

Dietfurt.Nach dem Motto „gemeinsam geht vieles besser“ verlief eine Übung der Feuerwehren Mallerstetten, Hainsberg und Oberbürg/Unterbürg. Die Kommandanten der drei Wehren waren mit dem Einsatz sehr zufrieden. „Das Miteinander ist wichtig und soll immer wieder geübt werden“, erklärte Mallerstettens Kommandant Michael Ochsenkühn.

Schon seit einigen Jahren pflegen diese Feuerwehren eine gute Zusammenarbeit. Reihum ist dafür immer einer der drei Kommandanten verantwortlich. Dieses Mal oblag die Organisation bei Michael Ochsenkühn, dem Chef der Feuerwehr Mallerstetten, zu der auch Hebersdorf und Stetterhof gehören. Ihm ging es vor allem um eine schnelle und ausreichende Wasserzuführung an einen Brandort, in dessen nächster Nähe kein Hydrant steht. Dafür erwies sich eine Maschinenhalle des Anwesens Leopold in Stetterhof als ideal: Sie befindet sich etwas abseits vom Dorf.

Schon kurz nach der Alarmierung war die Mallerstetter Wehr vor Ort. Sie musste vom Hydranten am Ortseingang eine 250 Meter lange Schlauchleitung legen, bis es für drei Strahlrohe „Wasser Marsch“ hieß. Um genügend Druck zu haben, wurde eine Pumpe eingesetzt. Zwischenzeitlich waren auch die Feuerwehrleute aus Oberbürg und Unterbürg eingetroffen, die mit einer Pumpe einen zweiten Hydranten anzapften. Für beide Wehren reichte das Wasser – wäre eine dritte Pumpe an das Netz der Wasserversorgung angeschlossen worden, hätte es wahrscheinlich Schwierigkeiten gegeben.

Gut, dass die Hainsberger Wehr in einem Güllefass 18 000 Liter Wasser gebracht hat, mit dem man ebenfalls unter Einsatz einer Pumpe das Feuer bekämpfte. Dabei kam man zur Erkenntnis: Im Ernstfall wäre ein so großes Güllefass eine echte Hilfe. „Nach 25 Minuten löschen hatten wir immer noch 8000 Liter im Tank,“ sagte Hainsbergs Kommandant Florian Staudigl. Er sagte, im vergangenen Jahr habe man das gleiche Güllefass getestet und vor einigen Wochen bei einem Waldbrand hilfreich eingesetzt. Das Gute sei, dass die dazugehörige Pumpe eine so starke Ansaugleistung bringe, dass das Fass in gut fünf Minuten gefüllt werden könne.

Nach dem Test trafen sich die drei Wehren im Gerätehaus in Hebersdorf zur Nachbesprechung. Michael Ochsenkühn dankte den 35 Feuerwehrleuten, die ausgerückt waren. Er sei zufrieden mit der Schnelligkeit beim Verlegen von knapp 400 Metern Schlauchleitungen. Er dankte Landwirt Anton Weigl für die Bereitstellung des Güllefasses und bat ihn, dass er dazu auch künftig bereit sei. Er wünschte aber, dass man keinen Ernstfall habe. Ein Extra-Dank ging an die Kommandantenkollegen Florian Staudigl und Ferdinand Neumeier von der Wehr Ober-/Unterbürg. (ufb)

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