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Region Neumarkt
Freitag, 19. Januar 2018 3

Justiz

Ehemaliger Polizist aus dem Irak rastete aus

Der 35- Jährige wurde mehrmals gewalttätig.
Von Andreas Friedl

  • Die Justiz beschäftigte sich mit einem Angeklagten aus Neumarkt. Foto: Franz

Neumarkt.Ganz vorsichtig ausgedrückt, gar nicht so fein hat sich ein ehemaliger Polizeibeamter aus dem Irak gegenüber den Neumarkter Polizeibeamten benommen. Nicht nur aus diesem Grund musste sich der 35-jährige Mann, der zur Zeit in Neumarkt wohnt, am gestrigen Tag vor Richter Rainer Würth verantworten.

Laut Staatsanwältin Dr. Daniela Ruderich soll der Mann an Heiligabend des vergangenen Jahres vor einer Neumarkter Diskothek einen 24 Jahre alten Mann ohne Grund geschlagen haben und den Pkw von zu Hilfe eilenden Personen demoliert haben. Nur knapp drei Wochen später soll der jetzige Angeklagte an seinem Wohnsitz in der Kreisstadt mit einem Messer herumgefuchtelt, dabei unter anderem einen Mann leicht verletzt haben. In beiden Fällen hatte der Angeklagte jeweils um die zwei Promille im Blut, wie sich bei den anschließenden Blutentnahmen herausgestellt hatte.

Der als erster in den Zeugenstand gerufene Geschädigte vom Discovorplatz schilderte kurz, wie er den Vergnügungstempel verlassen hatte. Er sei ohne Grund angegriffen worden. Zuerst sei er in den Schwitzkasten genommen worden und nach einem Schlag gegen den Kopf sei er zu Boden gegangen. Noch im Umfallen bekam er dann das Knie des Angeklagten gegen seinen Mund, so dass er einen Schneidezahn verlor.

Ein Polizeibeamter schilderte dann die Vorgänge, die sich der Angeklagte im Klinikum Neumarkt und auf der Polizeidienststelle zu Schulden kommen ließ. Bereits im Klinikum sei der Mann aggressiv gewesen. „In der Zelle schlug der Mann mit den Füßen nach uns und spuckte mir durch das Zellengitter ins Gesicht“, so der Polizeibeamte.

Nach kurzer Sitzungsunterbrechung räumte dann der Angeklagte über seinen Pflichtverteidiger, Rechtsanwalt Christopher Lihl, sein Verhalten ein, so dass Würth die Sache vom Januar dieses Jahres einstellte. Richter Würth sprach dann sein Urteil für die Sache von Heiligabend, er verurteilte ihn zu insgesamt 20 Monaten Haft, er nahm das Urteil im Gerichtssaal an.

Mal skurril, teils schockierend und immer spannend: Regelmäßig berichten wir aus dem Neumarkter Gericht.

Weiter berichte aus dem Neumarkt Gericht finden Sie hier: www.mittelbayerische.de/gericht-neumarkt

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