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Freitag, 23. Juni 2017 25° 2

Reise

Ein Italiener fährt mit dem Holzschiff bis in die Türkei

Giacomo De Stefano bereist 13 Länder, machte in Berching Halt und auf die Verschmutzung der Flüsse aufmerksam.

Bürgermeister Ludwig Eisenreich durfte auf dem Schiff von Giacomo De Stefano (M.) Platz nehmen. Auf dem Steg posiert Emanuele Marcon, der einen Film über die Reise De Stefanos durch 13 Länder dreht. Foto: ugf

BERCHING. Mit seinem Segelboot ist derzeit der Italiener Giacomo De Stefano aus Venedig auf dem Weg von London quer durch Europa nach Istanbul. Mit seiner Aktion will er auf die Probleme der Verschmutzung der Flüsse aufmerksam machen. Jeder Tag war bislang eine Überraschung. In Berching legte der Venezianer De Stefano am Mittwoch am Yachthafen an.

Petra Scholl, Gattin des Yachtclub- Vorsitzenden Dominik Scholl, begrüßte den Gast mit seinem Begleiter Emanuele Marcon, der einen Film über die abenteuerliche Reise dreht. Petra Scholl führte die beiden Italiener zu Bürgermeister Ludwig Eisenreich. Der Bürgermeister stellte seine Stadt vor und unterhielt sich mit De Stefano über die Bedeutung des Wassers.

Der Bürgermeister selbst sei Vorsitzender des Zweckverbandes Ittelhofener Gruppe und zeigte auf, wie die Wasserversorgung in Berching funktioniert. Außerdem sei die Stadt Berching von vier Gewässern berührt. Durch die Stadt fließt der Stadtbach, die Sulz trennt die Vorstadt und die Altstadt, der Main-Donau-Kanal verläuft im Westen der Stadt und der König-Ludwig-Kanal im Osten Berchings, sagte Eisenreich. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Bürgermeister einen alten Stich von der Schleuse 23 des alten König-Ludwig-Kanals.

Berching sei eine wunderschöne Stadt betonten die beiden Gäste. Der alte König-Ludwig-Kanal habe dabei seinen besonderen Reiz. Sie kamen über Bamberg nach Nürnberg und machten Zwischenstation in Hilpoltstein. Von Berching aus ging es weiter nach Riedenburg und Kelheim. Der Bürgermeister gab die besten Wünsche mit auf den Weg.

Ende April startete De Stefano in London. Bis Oktober will er in Istanbul sein. Danach wäre das geplante, letzte Teilstück über das Schwarze Meer zu unberechenbar und zu gefährlich. Davor wurde er auch mehrmals gewarnt. Tag und Nacht verbringt er auf seinem kleinen, hölzernen Schiff. In einem kleinen Zelt schläft er in der Nacht, falls es regnet. Er kocht Kaffee und meist Reis.

Die Gewässer sind sechs Monate lang sein Zuhause. Insgesamt wird er, sofern alles nach Plan läuft, 13 Länder bereisen und dabei 5200 Kilometer zurücklegen. Dabei wird er lediglich auf seine Muskelkraft und Ausdauer zählen können. Nur wenn der Wind günstig weht, spannt er sein Segel auf und kommt so leichter vorwärts.

Immer an seiner Seite fährt ein motorisiertes Begleitboot, von dem aus ein Film über die sechsmonatige Reise gedreht wird. Von London fuhr er die Themse hinab, überquerte den Ärmelkanal und ruderte auf Frankreichs Wasserstraßen. Über den Rhein und Main und zuletzt den Main-Donau-Kanal kam er nach Berching.

Im Gespräch mit Bürgermeister Eisenreich gab er zu verstehen, dass er mit seiner Aktion vor allem auf die Verschmutzung der europäischen Wasserwege hinweisen möchte. „Der Fluss ist nicht nur ein Fluss. Jahrhunderte war er der Haupt-Verkehrsweg zwischen den Völkern“. Nach seiner Tour plane er ein Buch über die Wasserverschmutzung zu schreiben.(ugf)

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