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Mittwoch, 20. September 2017 14° 6

Dorferneuerung

Ein neuer Treffpunkt für die Bürger

Die neue Mitte in Schweigersdorf nimmt Gestalt an und der Spielplatz wird schon genutzt. Doch beim Stadel gibt es Probleme.
Von Alexandra Nurtsch

Bauamtsleiter Thomas Lindner, Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Ortssprecher Roland Meyer gefällt der neue Spielplatz. Foto: Nurtsch

Schweigersdorf.Anfang Dezember 2012 fiel der Startschuss für die Dorferneuerung Schweigersdorf. Nun steht sie kurz vor dem Abschluss. Der neue Spiel- und Bolzplatz am Ortseingang ist fast fertig, nur die Bäume und Hecken fehlen noch. „Der Spielplatz ist richtig schön geworden“, lobt Bürgermeister Ludwig Eisenreich.

Der Spielplatz im Ortskern war überaltert. Nun können sich die Kinder am Klettergerüst, auf der Rutsche, am Karussell und an den anderen Geräten austoben. „Der neue Spielplatz hat sich schon bewährt“, sagt Ortssprecher und dritter Bürgermeister Roland Meyer. Für die Auswahl der Spielgeräte habe es extra eine Bürgerversammlung für Mütter und Kinder gegeben. Insgesamt hat Schweigersdorf 140 Einwohner, darunter zehn junge Familien, die im Baugebiet am Ortseingang oder im Dorf ihr Domizil errichtet haben.

Holzpavillion und Walnussbaum

Ganz wichtig war den Schweigersdorfern bei der Dorferneuerung die Gestaltung der Ortsmitte. Die Pflasterarbeiten auf dem neuen Dorfplatz sind schon abgeschlossen und der neue Brunnen aufgestellt, kaum vorstellbar, dass an dieser Stelle einst der Löschweiher und eine Wiese waren.

Hier lesen Sie Informationen zum Thema Dorferneuerung:

Gut zu Wissen

  • Zuständigkeit:

    Für Dorferneuerungen sind die Ämter für Ländliche Entwicklung zuständig. Bei ihnen stellen die Gemeinden die entsprechenden Anträge. Mitarbeiter leiten und betreuen die Projekte. Sie sprechen mit den Bürgern, den Gemeinden und den weiteren zuständigen Behörden und Institutionen.

  • Projekte:

    Die Ländliche Entwicklung bearbeitet derzeit fast 1150 Dorferneuerungen.

  • Ziel:

    Mit der Dorferneuerung sollen die Standortqualität und die Lebensverhältnisse in den Dörfern verbessert und der ländliche Raum gestärkt werden. Das Dorf sollte in der Regel nicht mehr als 2000 Einwohner haben und die Bewohner sollten bereit sein, bei der Dorferneuerung Vorschläge vorzubringen und bei der Umsetzung mitzuarbeiten.

  • Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten

Bauamtsleiter Thomas Lindner zeigt den Plan für den neuen Dorfplatz. Die Pflasterarbeiten sind abgeschlossen. Foto: Nurtsch

Noch fehlen die Schwengelpumpe für den Brunnen, ein Holzpavillion, Sitzgelegenheiten und ein Walnussbaum als Dorfbaum. „Der Platz soll zu einem Treffpunkt für die Schweigersdorfer werden“, sagt Meyer. Durch die Verschmälerung der Dorfstraße habe die Mitte auch Platzcharakter bekommen. Vor rund zweieinhalb Jahren war die Dorfstraße von Grund auf erneuert worden. „Es hat keinen Sinn gemacht, das Dorf umzugestalten, aber die Straße im alten Zustand zu belassen“, sagte Meyer damals bei einem Pressetermin.

Die Schweigersdorfer packen bei den Projekten kräftig mit an. Die Erdarbeiten an Spiel- und Dorfplatz haben sie zum größten Teil selbst erledigt und auch die Bepflanzung wollen sie übernehmen.

Lagerfläche wird benötigt

Beim Dorfstadel wollen sie sich um das Verbrettern und Pflastern kümmern. Viele haben sich dafür extra im Sommer Urlaub genommen. „Doch die Baufirma lässt uns hängen“, sagt Meyer. Seit rund sechs Wochen steht das Gerüst des Stadels gegenüber dem Schweigersdorfer Fußballplatz. Seitdem sei nichts mehr geschehen. Bürgermeister Eisenreich und Bauamtsleiter Thomas Lindner versprachen, Kontakt mit der Baufirma aufzunehmen.

Seit sechs Wochen steht das Gerüst des Dorfstadels. Aber es geht nichts voran. Foto: Nurtsch

Der Dorfstadel ist das teuerste Projekt bei der Dorferneuerung. Während der Spielplatz auf rund 28 000 Euro und der Dorfplatz auf 36 000 Euro kommen, schlägt der Stadel mit rund 100 000 Euro zu Buche, jedoch müssen noch die Eigenleistungen abgezogen werden.

Er ist notwendig, da der alte Stadel aus den 50er-Jahren zu klein geworden ist. Darin werden Geräte untergestellt, die der Dorfgemeinschaft gehören. Außerdem haben Feuerwehr und Dorfjugend zusätzlichen Lagerbedarf, erklärt Meyer. Natürlich soll der Dorfstadel auch als Veranstaltungsort dienen. Eigentlich wollten die Schweigersdorfer Anfang September ihr Dorffest schon dort feiern, doch das wird wohl in diesem Jahr noch nichts.

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