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Region Neumarkt
Sonntag, 19. November 2017 11

Veranstaltung

Forscher geben Einblick in die Höhlen

Das unterirdische Gebiet rund um Dietfurt ist wenig erforscht. Es ist wohl eine der größten Höhlenlandschaften Deutschlands.

Die Höhlen sind zum größten Teil noch unerforscht. Foto: Karstgruppe

Dietfurt.Der Höhlentag findet an diesem Samstag in Mühlbach statt. Vormittags bieten die Höhlenforscher der Karstgruppe Mühlbach eine Führung auf dem höhlenkundlichen Wanderweg an. Am Abend halten sie im Ausbildungszentrum der Kaminkehrer einen Bilanzabend, bei dem sie auch neue Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit vorstellen.

Die Führung auf dem höhlenkundlichen Lehrpfad wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Dietfurt organisiert. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Dorfplatz in Mühlbach. Die Wanderung verläuft vorwiegend durch ein Waldgebiet und folgt über weite Strecken dem Höhlenverlauf, der sich 80 bis 100 Meter tiefer im Erdinneren befindet. Laut der Karstgruppe können die Höhlen aber aus Sicherheitsgründen nicht besichtigt werden. Die begleitenden Höhlenforscher gehen auf Aspekte wie Geologie, Landschaftsgeschichte und Hydrologie ein, und erklären den Bezug zwischen Oberflächenformen und der darunter verlaufenden Mühlbach-Quellhöhlen. Für die etwa neun Kilometer lange Wegstrecke sollten Teilnehmer vier bis fünf Stunden Wanderzeit einplanen. Die Teilnahme kostet für Erwachsene fünf Euro, für Kinder ab zwölf Jahren zwei Euro und für Familien zehn Euro. Das Geld wird laut der Karstgruppe für Forschungszwecke in der Quellhöhle verwendet.

Abends um 20 Uhr ist die Bevölkerung zur Multimediaschau in die Aula der Kaminkehrerschule eingeladen. Der Einlass ist ab 19 Uhr. Dann ziehen die Höhlenforscher Bilanz über ihre Arbeit. Präsentiert werden Fotografien aus der Unterwelt und die neuesten Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungsarbeiten. Dazu gehören Einblicke in das noch weitgehend unbekannte unterirdische Gewässernetz im Karst, von dem derzeit eine Länge von etwa 8000 Meter erforscht ist. Ebenso werden die Höhlenforscher über ihr Biwak berichten, dass sie in der Höhle eingerichtet haben. Dort können sie unter Tage schlafen, um längere Forschungsarbeiten nicht durch Auf- und Abstieg zu unterbrechen. Höhepunkt der dreistündigen Veranstaltung sollen dreidimensionale Bilder aus der Höhle sein. Nach dem offiziellen Teil sind die Höhlenforscher auch bereit, Fragen zu beantworten.

Die Mühlbachquellhöhlen wurden von der Karstgruppe Mühlbach im Jahr 2001 entdeckt. Sie gehört mit zu den größten Höhlenlandschaft in Deutschland. (ufb)

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