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Region Neumarkt
Montag, 23. Oktober 2017 5

Podiumsdiskussion

Fragen und Stimmen aus dem Publikum

Bei der Podiumsdiskussion wurde den OB-Kandidaten Fragen aus dem Publikum gestellt. Die Antworten fielen unterschiedlich aus.

Gerald Bast:

Gerald Bast brachte den kommunalen Prüfbericht ins Gespräch. Er meinte, die Neumarkter hätten ein Recht darauf, die Wahrheit über den Bericht der überörtlichen Rechnungsprüfung zu erfahren. Der Vorwurf der Misswirtschaft stünde im Raum, und es gehöre zur „politischen Hygiene“, diese Vorwürfe noch vor der Wahl aus der Welt zu schaffen. OB Thomas Thumann sagte: „Wenn es Beanstandungen gibt, dann gehen diese zur Rechtsaufsicht und wir haben mehrere Monate Zeit, Stellung zu nehmen.“

Dann komme der Bericht in den Rechnungsprüfungsausschuss, der nicht-öffentlich tage. Daher beklagte sich Thumann, dass Inhalte aus dem Rechnungsprüfungsausschuss an die Öffentlichkeit gelangt seien. Danach kündigte er an: „In der letzten Stadtratssitzung habe ich zugesagt, dass ich die Verwaltung beauftragen werde, im November eine öffentliche und nicht-öffentliche Stadtratssitzung zu machen, um die Übersicht über die Berichte darzustellen.“

Moritz Neumüller:

Moritz Neumüller thematisierte den öffentlichen Personennahverkehr. „Es stellt sich für mich, als einen auf den ÖPNV angewiesenen Bürger, die Frage, warum es an so vielen sinnvollen Busverbindungen fehlt.“ Besonders an Samstagnachmittagen gebe es ein Defizit – bessere Verbindungen würden für die Innenstadt einen erheblichen Nutzen haben. Denn so könnte dort die Frequentierung erhöht werden. Seine Frage an Oberbürgermeister Thumann war, warum dort beim ÖPNV nicht nachgebessert würde. „Samstagnachmittag wird bis 18 Uhr gefahren“, sagte Thumann, er würde oft auf die Thematik angesprochen – auch oft von Senioren. „Wir unterhalten uns im Werkssenat häufig darüber, ob es Sinn macht, diese Buslinien weiterzuführen.“ Nur sei es eben nicht wirtschaftlich, die Linien auszubauen, wenn es 100 000 Euro kostet, eine einzige Linie für eine Stunde weiterzuführen.“ Richard Graf sagte dazu: „Streckenführung und Taktung lassen sich verbessern.“ Ries ergänzte: „Die Anpassung an den Bedarf ist ein wichtiger Punkt.“

Ottmar Hirschmann:

Ottmar Hirschmann ging es in seiner Wortmeldung vor allem um den Verkehr in der Stadt. „Die Kreuzung am Oberen Markt ist für mich schon seit Jahren eine Katastrophe“, sagte Hirschmann. An der Obi-Kreuzung würden zudem die Fußgänger und Radfahrer „total benachteiligt“. Eine grüne Welle vermisse er ebenfalls seit Jahren. Auch bei den Kreisverkehren habe er ein Problem mit den Radfahrern: „Da habe ich immer ein schlechtes Gefühl“, sagte Hirschmann. An der Kreuzung bei der Lammsbräu könne er trotz des Umbaus keine große Verbesserung erkennen. „Für den teueren Umbau sehe ich eigentlich keinen Grund.“ Oberbürgermeister Thomas Thumann sagte: „Die Lammsbräu-Kreuzung ist zu Stoßzeiten extrem belastet. Fakt ist: Seitdem die Kreuzung umgebaut ist, ist laut Auskunft der Polizeiinspektion Neumarkt kein einziger Unfall passiert.“ Für die Obere Marktstraße gebe es indes Pläne, die nächstes Jahr angegangen werden sollen.

Thomas Kratzer:

Thomas Kratzer aus Pölling gab nach der Podiumsdiskussion gegenüber unserem Medienhaus an, einige wichtige Informationen mit nach Hause genommen zu haben. Von FLitZ halte er nicht besonders viel, so Kratzer, da diese teilweise Unwahrheiten verbreiten würden. „Viele Argumente von Richard Graf waren gut und richtig, allerdings denke ich, dass man durchaus noch andere Probleme hätte ansprechen können.“ Beispielsweise halte er die Debatte um das Neumarkter Trinkwasser für übertrieben. „Es besteht keine Gefahr für die Gesundheit, oder sich zu vergiften.“ Daher sei diesem Punkt in der Diskussion seiner Meinung nach zu viel Zeit eingeräumt worden. Oberbürgermeister Thomas Thumann stellte er für die vergangenen Jahre ein weitgehend gutes Zeugnis aus: „Es hat keine großen Fehler gemacht“, sagte Kratzer. Persönlich würde es ihn freuen, wenn die Parteien mehr an einem Strang ziehen würden, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. Dadurch würden dann nämlich vor allem die Bürger profitieren. (jh)

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