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Region Neumarkt
Montag, 5. Dezember 2016 12

Wahlen

Freie Wähler: Vier für den Bundestag

Der Bezirk Oberpfalz hat am Freitag in Neumarkt seine Favoriten nominiert. Sie wollen mit sachbezogener Arbeit, ohne Parteiideologie, überzeugen.
Von Heike Regnet

Delegierte und Kandidaten sehen der Bundestagswahl gespannt entgegen.

Neumarkt.Sebastian Hopfensperger (Regensburg), Jürgen Neuber (Schwandorf/Cham), Matthias Penkala (Neumarkt/Amberg-Sulzbach) und Karl Meier (Tirschenreuth/Weiden) – in dieser Reihung sollen die Oberpfalzkandidaten der Freien Wähler auf der Liste zur Bundestagswahl stehen.

So lautete die Empfehlung, die die Delegierten beim Treffen am Freitagabend im Berggasthof Sammüller festlegten. Am Samstag wurde in Geiselwind bei der Landesversammlung die komplette Liste der Kandidaten zur Bundestagswahl aufgestellt.

Der Dank der Bezirksgruppenvorsitzenden Tanja Schweiger galt allen, die von Beginn an hinter dem Antritt zur Bundestagswahl standen. „Wir alle sind überzeugte Kommunalpolitiker, aber es ist auch wichtig, in übergeordneten Gremien vertreten zu sein.“ An Wahlkampfthemen mangle es nicht. Stichpunkte seien Energie, Wasserversorgung, Gesundheits- und Sozialpolitik. Auch Kreisvorsitzender Hans Gerngroß zeigte sich überzeugt vom Schritt in Richtung Bundespolitik. „Wir sind über und in den Kommunen groß geworden, vielerorts heute eine bedeutende Gruppe. Daher müssen und sollen wir auch auf Bundesebene mitspielen.“

Vor der schriftlichen Wahl der Delegierten zur Reihung der vier Kandidaten, stellten sich diese vor. Als flammender Redner präsentierte sich Sebastian Hopfensperger. Der 28-Jährige ist seit fünf Jahren Gemeinderat: „Unsere Themen dürfen nicht an der Freistaatsgrenze enden“, forderte er. Sicher werde die Bundestagswahl nicht leicht, aber man werde einen engagierten Wahlkampf führen und dem Bürger sachbezogene Arbeit ohne Parteiideologie bieten. Karl Meier betonte, dass er sich seit jeher für den ländlichen Raum und eine lebenswerte Oberpfalz einsetze. Steuergesetze, Pendlerpauschale, Einspeisevergütung oder auch Privatisierung des Wassers seien Punkte, die er in Berlin thematisieren würde.

Jürgen Neuber sagte, ein Achtungserfolg reiche ihm bei der Bundestagswahl nicht, er wolle mehr. „Bei uns finden Sie gestandene Leute aus kommunalen Parlamenten, die wissen, was sie tun, keine Quereinsteiger.“ Es könne nicht sein, dass Politiker in Berlin nur von Wahl zu Wahl leben.

Matthias Penkala ist mit 22 Jahren jüngster Bundestagskandidat der Oberpfalz. Bildungspolitik ist einer seiner Schwerpunkte. Penkala studiert Politikwissenschaft. „Hier lernt man, Sachverhalte wertefrei zu beurteilen – und genau das ist auch Anliegen der Freien Wähler.“ Aufgabe der Politiker sei es auch, in ihren Entscheidungen an die nächste Generation zu denken. Er setze auf Regionalität und gezielte Entbürokratisierung.

Positiv sieht Tanja Schweiger der ersten Bundestagswahl der Freien Wähler entgegen. „In Bayern werden wir sicher ein gutes Ergebnis erreichen, ein sehr gutes in der Oberpfalz – ich denke hier ist zweistellig machbar.“ Allerdings sei ihr auch bewusst, dass andere Bundesländer noch nicht so gut aufgestellt seien wie Bayern.

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