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Region Neumarkt
Freitag, 24. November 2017 13° 3

Verkehr

Für mehr Sicherheit im Stadtsüden

Die FW-PWG-Fraktion fordert einen neuen Kreisverkehr in Parsberg bei der Einmündung in die Lupburger Straße.
Von Peter Tost

Dritter Bürgermeister und FW-PWG-Sprecher Hans-Jürgen Hopf fordert an dieser Kreuzung den Bau eines Kreisverkehrs. Fotos: Tost

Parsberg.Das Thema Verkehr spielt in der Stadt Parsberg seit vielen Jahren eine große Rolle – egal ob es um die schwierige Parksituation in der Innenstadt geht, oder um Klagen von Bürgern, dass zu schnell gefahren wird. Die Freie Wähler/PWG-Fraktion hat sich nun mit einem Antrag an den Stadtrat zum Neubau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Lupburger mit der Bahnhofstraße und „Am Wasserstein“ zu Wort gemeldet.

„Die Stadtratsfraktion der Freien Wähler/Parsberger Wählergemeinschaft beantragt, im Rahmen der Erschließung des Baugebietes Süd-Ost D an der genannten Kreuzung eine Kreisverkehrsanlage zu Erhöhung der Verkehrssicherheit zu bauen“, heißt es in dem von Fraktionssprecher und drittem Bürgermeister Hans-Jürgen Hopf unterzeichneten Antrag, der kürzlich bei der Stadtverwaltung eingegangen ist.

Mehrere neue Baugebiete

„Im Süden der Stadt wurden in den letzten Jahren Baugebiete neu erschlossen“, heißt es in der Begründung. Nachdem der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Baugebiet Süd-Ost D beschlossen habe, dürfe die Anbindung an das Straßennetz mit Haupterschließungssstraßen nicht vergessen werden. Dabei werde der Kreuzung der Lupburger mit der Bahnhofstraße und „Am Wasserstein“ eine große Bedeutung zukommen. „Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Fahr- und Fußgängerverkehrs fordern wir, an dieser Stelle ein Kreisverkehrsanlage zu bauen“, heißt es in dem Antrag der FW-PWG-Fraktion.

Im Gespräch mit unserer Zeitung geht der pensionierte Polizeibeamte, der als ehemaliger Mitarbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Parsberg mit dem Thema bestens vertraut ist, auf die detaillierten Hintergründe der Forderung ein. „Der Süden und Süd-Osten von Parsberg wird in Bezug auf den Verkehr im Moment hauptsächlich über die Alte Seer Straße erschlossen“, berichtet Hopf.

Dies sei schon alleine deshalb nicht unproblematisch, weil zwischen Rathaus und Anger noch nicht einmal ein richtiger Gehweg existiere und die Fußgänger lediglich einen befestigten Seitenstreifen zur Verfügung haben. Gerade in den Stoßzeiten sei dies nicht ungefährlich.

„Schon während der Bauphase in Süd-Ost D mit seinen rund 50 Parzellen wird der Verkehr dort noch einmal deutlich mehr werden.“

Hans-Jürgen Hopf

Insgesamt sei die Alte Seer Straße nicht dafür ausgelegt, den Durchgangsverkehr für ein so großes Gebiet aufzunehmen, zumal in den vergangenen Jahren durch mehrere Baugebiet der Verkehr stark zugenommen habe. Außerdem sei die Einmündung in die stark befahrene Lupburger Straße durch die äußerst scharfe Kurve in Richtung Innenstadt nicht besonders übersichtlich.
Die zweite Möglichkeit, vom Parsberger Süden aus die Lupburger Straße und damit die Hauptverkehrsader in Ost-West-Richtung zu erreichen, ist laut Hopf die Straße „Am Wasserstein“, die mittlerweile auch schon rege genutzt werde. „Schon während der Bauphase in Süd-Ost D mit seinen rund 50 Parzellen wird der Verkehr dort noch einmal deutlich mehr werden“, prophezeit der dritte Parsberger Bürgermeister.

Bahnunterführung wird gesperrt

Nach Ende der Bebauung rechne er mit 100 zusätzlichen Fahrzeugen in diesem Bereich. „Derzeit ist die Einmündungssituation in die Lupburger Straße wegen der nahen Bahnunterführung sehr unübersichtlich und für Fußgänger gibt es keinerlei Querungshilfen“, betont Hopf. Eine deutliche Verschärfung der Situation sei im kommenden Jahr zu erwarten.

„Wenn die Bahnunterführung in der Hohenfelser Straße wegen der seit langem geforderten Verbreiterung für zwölf Monate gesperrt wird, muss die Lupburger Straße einen großen Teil des Verkehrs aufnehmen.“ Damit werde es auch deutlich schwieriger, von der Straße „Am Wasserstein“ in die Lupburger Straße einzufahren.

„Mit einem Kreisverkehr statt der jetzigen Kreuzung würde sich diese Situation deutlich entspannen und die Verkehrssicherheit würde deutlich steigen“, zeigt sich Hopf überzeugt. Diese Überzeugung gründe nicht zuletzt auf den positiven Erfahrungen, die man mit den beiden kurz aufeinander folgenden Kreisverkehren in der Hohenfelser Straße gemacht habe.

Der Parsberger Polizeichef Peter Gotteswinter erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung, dass er Kreisverkehren grundsätzlich positiv gegenüberstehe: „Mehr Sicherheit durch Verlangsamung des Verkehrs.“ Gerade bergab werde in der Lupburger Straße derzeit flott gefahren. Die Entscheidung über den Bau eines Kreisverkehrs müssten allerdings Stadt und Landkreis treffen, betont der Leiter der Polizeiinspektion Parsberg.

Infos über die Planungen zur Verbesserung der Parkraumsituation gibt es hier.

Probleme gibt es auch in Tempo-30-Zonen. Oft wird zu schnell gefahren.

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