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Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 7

Tradition

Geboren zum Unsinn machen

In Traunfeld war am Kirwa-Sonntag der wilde Bär los.

Bär und Treiber führten Wasser mit, um Unsinn zu machen. Foto: Distler

TRAUNFELD.In Traunfeld war am Kirwa-Sonntag im wahren Wortsinn der Bär los: Die Kirwa-Boum und -Moila hatten wieder eines ihrer Mitglieder, Thomas Lehmeier, als Bär eingekleidet, Tobias Rauscher als „Treiber“ und los ging das wilde Bären-Treiben durch das Dorf.

Von Haus zu Haus jagten Bär, Treiber und Kirwa-Gesellschaft, um Spenden zu erhalten und natürlich Schnaps, denn damit wird der Bär besänftigt. Der Treiber hat die Aufgabe, auf den Bären zu achten, dass er es nicht gar zu wild treibt. Früher sollen junge Damen aus dem Dorf in den Bach geworfen worden sein. Das muss wohl eine Art In-Test gewesen sein: Wer ins Wasser fiel, war eine der angesagten Holden. Heutzutage führt der Traunfelder Bach kaum noch Wasser, also hat der Bär viel Wasser dabei (woher auch immer), das mit recht viel Dreck vermischt eine richtig schöne Sauerei ergibt. Vor allem, wenn er eine weibliche Autofahrerin anhält, die dann ein Tänzchen mit dem Bären wagen muss (was ihn wiederum besänftigt), bei dem er sich dann extra fest an sie drückt, denn auch sein „Fell“ ist klatschnass und schmutzig. „Den Job des Bären kann nicht jeder übernehmen,“ sagt Kirwabou Johannes Bayerl. Zu so viel Unsinn muss man geboren sein. (ndd)

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