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Region Neumarkt
Sonntag, 19. November 2017 11

Politik

Großer Wunsch geht in Erfüllung

Neben der Parsberger Grundschule wird eine kleine Turnhalle gebaut. Auch die Schlittschuhläufer dürfen sich freuen.
Von Peter Tost

Schulleiterin Brigitte Rausch erklärt einigen Grundschülern, dass an dieser Stelle die neue Sporthalle gebaut wird. Fotos: Tost

Parsberg.„Ich bin dankbar, dass die Grundschule eine professionelle Halle bekommt“, sagte Schulleiterin Brigitte Rausch. Zuvor hatte der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, an der Nordseite des Gebäudes eine kleine Turnhalle mit den Maßen zwölf mal 18 Meter und einer Höhe von 5,50 Metern zu bauen.

Architekt Jürgen Schmidt hatte den Mitgliedern des Gremiums mitgeteilt, dass Grundriss und Höhe der Halle im Vergleich zur ursprünglichen Planung gewachsen seien. „Das ist Voraussetzung für eine Förderung in Höhe von 40 Prozent durch die Regierung der Oberpfalz.“ Zum vorgegebenen Standard gehörten auch ein Geräteraum, Umkleidemöglichkeiten und ein Behinderten-WC, die noch in die Planung eingearbeitet werden mussten.

Kosten steigen um 300 000 Euro

Wie Bürgermeister Josef Bauer betonte, sei der zusätzliche Raumbedarf und die Notwendigkeit der Errichtung eines Bewegungsraumes sowie von Betreuungsräumen vom Stadtrat in den vergangenen Sitzungen bereits anerkannt worden sei. Neben der Sporthalle entstehen im Bauabschnitt II der Grundschulerweiterung zwei zusätzliche Klassenräume sowie Lernwerkstatt/Hortbereich.

Als möglicher Standort für den neuen Kindergarten hat der Parsberger Volksfestplatz etliche Vorteile. Unter anderem ist er sowohl von der Kolping- als auch von der Richard-Wagner-Straße her anfahrbar und bietet ausreichend Parkmöglichkeiten.

Die Kosten steigen dadurch von ursprünglich geschätzten knapp zwei auf nun 2,28 Millionen Euro. „Dafür haben wir dann aber wirklich eine Turnhalle“, betonte der Bürgermeister. Auf Nachfrage aus dem Gremium versicherte Bauer, dass diese auch von Vereinen genutzt werden könne. Architekt Jürgen Schmidt gab allerdings zu bedenken, dass der Brandschutz auf eine schulische Nutzung mit maximal 30 Kindern ausgelegt sei.

Keine Entscheidung gab es bezüglich des Standorts für einen neuen Kindergarten. Bürgermeister Bauer erinnerte daran, dass die derzeit vorhandenen Kindergartenplätze vollständig ausgebucht sind. Es sei zu erwarten, dass die Entwicklung der Bevölkerung auch weiterhin stetig ansteigen werde.

Um den Bedarf decken zu können, sei ein Kindergarten mit zwei Kindergartengruppen und einer Kinderkrippe notwendig. Im Hinblick auf eine weitere Steigerung würden sogar drei Gruppen und eine Krippe geplant. Das Architekturbüro Iberl sei beauftragt worden, mögliche Standorte für einen Kindergartenneubau zu untersuchen.

„Die Entscheidung über den Standort des neuen Kindergartens muss in der November-Sitzung des Stadtrats fallen, da wir keine Zeit verlieren dürfen.“

Bürgermeister Josef Bauer

„Die Untersuchungen konnten allerdings noch nicht endgültig zum Abschluss gebracht werden, da weitere Standorte, die in Privatbesitz sind, hinzugekommen sind“, erklärte Bauer. Die Entscheidung über den Standort des neuen Kindergartens soll aber in jeden Fall in der November-Sitzung des Stadtrats fallen, da man keine Zeit verlieren wolle.

Einen einstimmigen Beschluss gab es bei einem Thema, das ebenfalls für Eltern interessant sein dürfte. „Seit vielen Jahren ist die Errichtung einer Eisfläche im Stadtpark ein großer Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern“, sagte der Bürgermeister.

Alternativ zu einer Natureisfläche bestehe allerdings die Möglichkeit, im Burggarten eine Kunsteisfläche zu errichten. Der Vorteil wäre laut Josef Bauer eine witterungsunabhängige Nutzung mit gleichzeitiger Bewirtung des Pavillons. Die Anschaffung und der Betrieb der Anlage könnten über den Touristikverband erfolgen. Die laufenden Betriebskosten von rund 1000 im Jahr könnten durch Werbeeinnahmen refinanziert werden.

Alle sind für eine Kunsteisfläche

Die Kosten bewegten sich laut dem Bürgermeister je nach Größe zwischen 28 000 und 55 000 Euro. Bei allen Varianten käme der Unterbau, der durch den Bauhof erstellt werden kann, mit Kosten von maximal 5000 Euro hinzu.

Auch im Bereich Lindlberg-Freizeitzentrum werden mögliche Standorte für einen neuen Kindergarten unter die Lupe genommen. Attraktiv macht diesen Bereich nicht zuletzt die unmittelbare Nähe zum Erholungsort Wald.

Quer durch die Fraktionen stieß diese Idee auf Zustimmung, nicht zuletzt mit Blick auf eine Nutzung der Kunsteisfläche durch die Schulen. Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister außerdem, dass seinen Informationen zufolge das Material robust und langlebig sei. „Es soll 20 Jahre halten.“ Alle Redner sprachen sich für die größte Variante aus.

Einstimmig wurde deshalb der Anschaffung einer Eisbahn mit einer Fläche von 18 mal 13 Metern für 55 600 Euro zugestimmt. Die Kunsteisfläche soll nach den Burgweihnachten im Burggarten aufgestellt werden und bis Februar/März kommenden Jahres genutzt werden können.

Ebenfalls einstimmig hat der Stadtrat beschlossen, unverzüglich in ein Auswahlverfahren im Rahmen der bayerischen Breitbandrichtlinie einzusteigen, in das alle bisher noch nicht erschlossenen Weiler und Ortsteile in aufgenommen werden. Durch den sogenannten Höfe-Bonus stehen noch Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Die Stadt Parsberg selbst müsse dafür noch einen Eigenanteil von 380000 Euro aufbringen, rechnete Breitbandberater Christian Braun vor.

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