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Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 7

Geschichte

Heimatpfleger widmet sich Dörfern

Franz Kerschen-steiner hat die Geschichte aller Dietfurter Ortsteile aufgeschrieben. Sein Werk will er fortlaufend aktualisieren – mit Hilfe der Bürger.

Franz Kerschensteiner (Mitte) übergab sein Werk an Bürgermeisterin Carolin Braun und Archivar Hans Hutter. Foto: ufb

DIETFURT.Zum großen Stadtjubiläum hat Heimatpfleger Franz Kerschensteiner das Buch „Eine Stadtgeschichte“ herausgegeben. Nun hat er eine Sammlung über die Geschichte aller Ortsteile fertiggestellt. Nun hat Kerschensteiner das Werk an Bürgermeisterin Carolin Braun übergeben. Sie sagte, sie freute sich über die Dokumentation: „Hier handelt es sich um ein interessantes Nachschlagwerk das nur durch zeitaufwändige und mühevoller Recherchen entstehen konnte. Die Stadt und sicher alle die Einsicht nehmen sind dem Heimatpfleger für den geleisteten Einsatz dankbar.“

Kerschensteiner interessierte sich schon immer für die Heimatgeschichte. Dies hat vor Jahrzehnten Schwester M. Valeria Beckenbauer, langjährige Oberin des Dietfurter Frauenklosters und zeitweise Leiterin der früheren Mädchenschule, gemerkt. Nebenbei widmete sie sich lange Zeit auch der Heimatforschung. Vor nahezu 50 Jahren bat die Ordensfrau Kerschensteiner, er möge doch ihre Tätigkeit als Heimatforscherin fortzusetzen. Sie überreichte ihm eine Kiste mit heimatlichen Unterlagen, die sie und auch der damalige Oberlehrer Franz Gruber zusammengetragen oder geschenkt bekommen hatten.

Forschung als Lebensaufgabe

Kerschensteiner, der über Jahrzehnte Lehrer in Beilngries Lehrer arbeitete, hat nun die Heimatforschung zu einer Lebensaufgabe geworden. Für seine Aufzeichnungen sammelte er unter anderem Dokumente und Urkunden aus Archiven, entsprechende Literatur, Aufzeichnungen von Geschichtsschreibern und Zeitungsberichte.

Ursprünglich hatte Kerschensteiner seine Tätigkeit auf Dietfurt beschränkt. Nach der Gebietsreform widmete er sich auch den eingemeindeten Dörfern. So wuchs für ihn die Arbeit und zuhause im Büro auch die Dokumentation von Material der Ortsteile. Da deren Daten im „Stadtbuch“ nur kurz gestreift wurden, hat sie der Heimatpfleger separat zu Papier gebracht. Schließlich, so erklärt Kerschensteiner hätten auch alle Ortschaften eine eigenständige Geschichte. Beispielsweise seien Staadorf und Eutenhofen schon vor mehr als 1000 Jahren urkundlich erwähnt worden, früher noch als Dietfurt.

Durch den PC hat sich Kerschensteiner darauf verlegt, seine geschichtlichen Daten auch elektronisch zu speichern. So habe er sie bei Bedarf schnell zur Verfügung. Weil ein PC aber einen Schaden erleiden oder von einem Virus befallen werden kann, hat Kerschensteiner seine Aufzeichnungen druckreif gemacht, kopiert und jetzt an Braun und Archivar Hans Hutter übergeben. Er sagte, er wünsche sich, dass die Stadt das mehr als 700 Seiten umfassende Werk sicher aufbewahre. Interessierte Bürger aus den Ortschaften sollten die Möglichkeit haben, Einsicht in das Werk zu nehmen. Das sicherten Braun und Hutter Kerschensteiner zu.

Weitere Ereignisse sammeln

Kerschensteiner sagte, er wisse, dass seine Aufzeichnungen zwar umfangreich aber nicht vollständig seien. Schließlich habe es wohl in jedem Ort Ereignisse und Daten gegeben, die ihm nicht bekannt seien. Deswegen wäre es schön, wenn sich bei ihm Menschen mit Hinweisen melden würden, um die Dorfchroniken ergänzen zu können. Außerdem bezeichnete Kerschensteiner seine Dokumentation als „fortlaufende Arbeit“, denn die Sammlung soll mit weiteren Episoden der Vergangenheit aber auch mit Ereignissen der jüngeren und künftigen Zeit immer wieder ergänzt werden. (ufb)

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