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Region Neumarkt
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Anerkennung

IHK ehrt die Besten aus Neumarkt

Die Industrie- und Handelskammer zeichnete Auszubildende und Betriebe aus. Dennoch ist der Vizepräsident besorgt.
Von Tino Lex

IHK-Vizepräsident Stefan Rödl (r.) und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Weber (l.) ehrten die besten Auszubildenden des Prüfbezirks Neumarkt und ihre Ausbildungsbetriebe. Foto: Lex

Regensburg.73 Absolventinnen und Absolventen in verschiedenen Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen wurden von der Industrie- und Handelskammer Regensburg in der Regensburger Continental Arena ausgezeichnet. Sie haben ihre Berufsausbildung mit Bestnoten abgeschlossen und waren unter 5000 Absolventen. Auch ihre Ausbildungsbetriebe werden ausgezeichnet. Ebenso wurden 21 landesbeste Auszubildende und 19 Weiterbildungsabsolventen geehrt. Der Industriemechaniker Georg Mayer erhielt den „Praktikus 2017“ der Scheubeck-Jannsen-Stifung verliehen.

„Sie gehören zur Leistungselite unseres Wirtschaftsraums“, stellte der Vize-Präsidenten der IHK Regensburg für Oberpfalz und Kelheim Stefan Rödl in seiner Festrede fest. Gute Ausbildungsresultate seien auch ein besonderer Erfolg der Ausbildungsbetriebe und der Ausbilder, sagte Rödl. Für fast zwei Drittel eines Altersjahrgangs ist die Abschlussprüfung das Eingangstor zum Berufsleben.

In die Freude über das hohe Ausbildungsniveau mische sich dennoch die Sorge der sinkenden Absolventenzahlen an den allgemeinbildenden Schulen. Im jährlichen Rhythmus werden neue Negativ-Rekorde vermeldet. Bereits seit 2010 können nicht mehr alle angebotenen Ausbildungsplätze in der Oberpfalz und Kelheim besetzt werden. Vor dem aktuellen Ausbildungsbeginn waren bei den drei Agentur-Bezirken Regensburg, Schwandorf, Weiden noch über 3700 unbesetzte Stellen gemeldet (Stand: August 2017).

IHK-Präsident Stefan Rödl (r.) ehrte die Besten einer IHK-Weiterbildung. Foto: Lex

„Nach der Krise ist vor dem Fachkräftemangel!“ – So hat es der ehemalige DIHK-Präsident Hans-Heinrich Driftmann bereits vor einigen Jahren treffend formuliert. Die demografische Entwicklung wirft seit längerem ihre Schatten. Der Mangel an Fachkräften ist für die Unternehmen spürbar. Trotz dieser Herausforderung sei Deutschland eine erfolgreiche und hochentwickelte Volkswirtschaft und die Oberpfalz eine starke Wirtschaftsregion.

„Besonders kleine und mittelständische Unternehmen tragen dazu wesentlich bei“, sagte Rödl.

„Weiterbildung ist der ständige Begleiter im heutigen Berufsleben.“

Stefan Rödl

Mit dem Ende der Ausbildungszeit stehen die Absolventen am Anfang ihrer beruflichen Entwicklung. Alleine ein erster Abschluss helfe noch nicht zum beruflichen Erfolg. Der Satz: „Ich habe ausgelernt“ habe ausgedient. Auch im Beruf müssten Gold, Silber und Bronze erst erkämpft werden.

„Weiterbildung ist der ständige Begleiter im heutigen Berufsleben. Nicht nur in Form einer Aufstiegsfortbildung, deren erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen wir heute ehren“, stellte Rödl fest. Auch Seminare, Schulungen, Tagungen und andere Angebote gehörten dazu. Mehr denn je trifft dieser Satz heutzutage zu: „Wissen veraltet, aber die Fähigkeit zu lernen bleibt.“

Kürzlich veröffentlichte das Unternehmen CSC eine Studie, die aufrütteln sollte. Dort heißt es: „Die Arbeitswelt in Deutschland ist auf eine vernetzte Produktion nicht vorbereitet. In knapp jedem zweiten Unternehmen fehlt es heute schon an Fachkräften, die mit IT-Wissen plus Fertigungs-Know-how die vierte industrielle Revolution gestalten könnten.“ Weiter heißt es in der Studie: „Zudem plant nicht einmal jeder vierte Betrieb Aus- und Weiterbildungsprogramme zum Thema Industrie-4.0.“ Das Erschreckende an der Nachricht ist: „Industrie 4.0 ist keine plötzlich auftretende Erscheinung, sondern eine absehbare Entwicklung. Diese Revolution betreffe nicht nur einzelne Branchen oder Unternehmen.

Berufliche Bildung stehe gleichrangig neben akademischer Bildung. Die ersten Jahrgänge haben ihre Zeugnisse mit den entsprechenden DQR-Einstufungen (Deutschen Qualifikationsrahmen) bereits erhalten. Mittelfristig sei zu erwarten, dass der DQR Auswirkung auf die Durchlässigkeit des Bildungssystems und die Strategien in der Personalrekrutierung haben werde. „Sie haben mit Ihrem Abschluss viel erreicht und einen Meilenstein im Leben gemeistert. Mögen diesem Erfolg noch viele weitere folgen“, wünschte der IHK Vizepräsident den besten Absolventen.

Die Besten aus dem Landkreis Neumarkt:

IHK-Vizepräsident Stefan Rödl und der Stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Weber ehrten die besten Auszubildenden des Prüfbezirks Neumarkt und ihre Ausbildungsbetriebe: Juliane Michaela Götz, Pharmakantin (Bionorica SE, Neumarkt i.d.OPf.), Johannes Hofmann, Technischer Produktdesigner Fachrichtung: Maschinen- und Anlagenkonstruktion (Dehn + Söhne GmbH + Co. KG., Neumarkt i.d.OPf.), Christian Meier, Beton- und Stahlbetonbauer (Max Bögl Stiftung & Co. KG, Sengenthal), Melanie Schottner, Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung (Max Bögl Transport und Geräte GmbH & Co. KG, Sengenthal), Alexander Wastl, Fachinformatiker Fachrichtung: Systemintegration (Meier Betonwerke GmbH, Lauterhofen) und Fabian Weiß, Werkzeugmechaniker (Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG Modellbau & Formenbau, Dietfurt)

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