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Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 7

Musik

Im Reitstadel wurde geswingt und gerockt

Vocalipur und Fränk’n feel trafen sich in Neumarkt zum Konzert. Dabei gab es Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken.

Franny Fuchs dirigierte die gemeinsame Zugabe von Vocalipur und Fränk’n feel. Foto: Wittmann

Neumarkt.Ein gemeinsamer Sänger hatte das Konzert eingefädelt. So traten am Samstagabend Vocalipur und Fränk’n feel gemeinsam im Reitstadel auf. Die Chöre sind seelenverwandt. Ihre gemeinsame Passion ist der A-Capella-Gesang. Eigentlich ein Missverständnis, denn bei der Wiederentdeckung der alten ‚alla capella‘-Vokalmusik, in der Instrumente die Singstimmen verdoppelten oder ersetzten, wurde im 19. Jahrhundert ‚a capella‘ als ‚ohne Instrumente‘ verstanden.

Chorleiter Wolfgang Kellendorfer und seine mehr als 40 Laiensänger aus Freystadt und der Region tragen das in ihrem Namen. Vocalipur, also ‚ausschließlich Stimmen‘, bezaubern seit Mai 2003 das Publikum mit anspruchsvollen Arrangements und kreativem und abwechslungsreichem Shows. Gemeinsam mit etwa 50 Sängern des Auswahlchors Fränk’n feel des fränkischen Sängerbundes unter Leitung von Franny Fuchs von der Musikhochschule Würzburg geriet das Konzert zum kongenialen Sängertreffen.

Dabei gab es Gemeinsamkeiten zu bewundern und Unterschiede zu entdecken. Fränk’n feel vereint ausgesuchte Sänger, oft selbst Chorleiter, und verfügt über ein reiches Repertoire an Arrangements aus dem Rock- und Jazzbereich. Vocalipur hat sein abwechslungsreiches Bühnenprogramm auf anspruchsvolle und kreative Arrangements aus Rock, Pop und Jazz spezialisiert. Von ‚Wake me up‘ (Avicii) über die 68er-Hymne ‚Stoned Soul Picnic‘ und ‚Hold back the river‘ von James Bay voller anschwellender Emotion reichte das Repertoire der Franken. Und wer die deutsche Sprache vermisste, wurde mit dem ‚Deutschlied‘ von Oliver Gies, in dem sich Zitate der Nationalhymne und polarisierende Textzeilen ins Ohr schmeicheln, bedient. Nach der Pause brannte Vocalipur ein Feuerwerk hinreißender Highlights aus Ihrem aktuellen Programm ab. Mit der gemeinsamen Zugabe ‚September‘ von Earth, Wind and Fire entließ Franny Fuchs das Publikum in die nasse Herbstnacht. (nos)

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