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Region Neumarkt
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Kultur

In Erinnerung an Sigmund Spitzner

Die Kunstgilde Parsberg präsentiert mehrere Werke des verstorbenen Mitglieds bei der Jahresschau. Die Bandbreite überrascht.
Von Peter Tost

Florian Spitzner (r.) und Martin Neufert zeigen Arbeiten von Sigmund Spitzner. Fotos: Tost

Parsberg.Die Veranstaltungsreihe „Parsberger Herbst“ neigt sich dem Ende zu und traditionell ist die Jahresschau der Kunstgilde der krönende Abschluss. Die Werkschau geht in diesem Jahr bereits in die 29. Runde und auch dieses Mal steht die Vielfalt der Exponate der aktiven Mitglieder im Mittelpunkt. Die Besucher erwartet dabei im Säulensaal der Burg eine Mischung aus Malerei, Grafik, Plastik und Textilarbeiten.

Eine herausgehobene Rolle spielt bei jeder Jahresschau der Gastaussteller. Kunstgilden-Vorsitzende Hanna Rothenbücher und ihr Stellvertreter Martin Neufert haben sich heuer aus aktuellem Anlass dazu entschlossen, diese Ehre dem vor einem knappen Jahr gestorbenen Sigmund Spitzner posthum angedeihen zu lassen. Den Werken des langjährigen Mitglieds der Kunstgilde wird deshalb besonder Raum in der Ausstellung eingeräumt.

Interessante Erfahrung

„Wir haben bei der Auswahl der Exponate gemerkt, dass es sehr reizvoll ist, sich in das Werk eines Mitglieds richtig zu vertiefen“, sagen Rothenbücher und Neufert. Die beiden Vorsitzenden überlegen deshalb, im Jubiläumsjahr 2018 – die Kunstgilde wird dann 30 Jahre alt – zusätzliche Ausstellungen mit Exponaten einzelner Mitglieder anzubieten.

„Ich war bei der Auswahl der Werke Spitzners überrascht von der großen Bandbreite der Motive und der Techniken“, schwärmt Hanna Rothenbücher. In ihrer Zeit in der Kunstgilde – also in den vergangenen elf Jahren – habe sie ihn in erster Linie als Maler von Ölbildern mit Oberpfälzer Landschaftsmotiven kennengelernt und wahrgenommen, so die Kunstgilden-Vorsitzende.

Der Besuch im Atelier von Sigmund Spitzner in Begleitung dessen Sohnes Florian habe sie allerdings eines Besseren belehrt. „Die Arbeiten haben eine große Bandbreite, sowohl was die Motive, als auch was die Technik angeht.“

Neben den Landschaften – darunter auch Ansichten aus Griechenland und Norwegen – habe sich Sigmund Spitzner auch ausführlich mit dem Malen von Stillleben beschäftigt, betonen Rothenbücher und Neufert. An Techniken finden sich im Nachlass des Künstlers und Kunsterziehers unter anderem auch Aquarelle, Radierungen, Zeichnungen und Holzschnitte.

„Lediglich figürliche oder abstrakte Werke sucht man vergebens“, sagt Rothenbüchers Stellvertreter Martin Neufert, der ebenfalls an der Auswahl der Werke für die Jahresschau der Kunstgilde beteiligt war.

Stil hatte sich verändert

„Mir ist außerdem aufgefallen, dass sich der Malstil Spitzners im Laufe der Jahre verändert hat.“ So habe dieser in jüngeren Jahren deutlich expressiver gemalt als gegen Ende seines Schaffens, als seine Bilder auf den Betrachter ausgesprochen ruhig wirkten.

Damit auch die Besucher der Jahresschau diese Entwicklung des Künstlers nachvollziehen können, haben Rothenbücher und Neufert gezielt Werke aus verschiedenen Jahrzehnten ausgesucht. So finden sich neben Gemälden aus den 1960er Jahren auch Holzschnitte aus den 1980 und Pastelle aus den 1990er Jahren.

„Natürlich gibt es auch Beispiele aus dem Spätwerk von Sigmund Spitzner zu sehen, die nach der Jahrtausendwende entstanden sind“, versichern Hanna Rothenbücher und Martin Neufert.

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