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Region Neumarkt
Samstag, 18. November 2017 5

Handwerk

Junge Schreiner ziehen Register ihres Können

Die Schreiner-Innung rief den Wettbewerb Kreatives Design aus. Eine Laienjury bewertete die Gesellenstücke rein nach eigenem Gefallen.
Von Martina Sellerer

Auch dieses Weinregal von Luca Kellermann kam bei Josef Dunkes, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Neumarkt und AOK-Direktor Gerhard Lindner gut an. Fotos: Sellerer

Neumarkt.Im großen Saal des Landratsames waren sie ausgestellt, die Gesellenstücke, welche die 14 Schreiner und zwei Schreinerinnen aus dem Landkreis Neumarkt zum Abschluss ihrer dreijährigen Lehrzeit entworfen und gebaut hatten. Dass einen guten Schreiner nicht nur handwerkliches Können, sondern auch Kreativität ausmachen, bewiesen die jungen Schreiner beeindruckend: vom Musikschrank, Pfeifenschrank, Weinregal, Schreibtisch und Sideboard war alles vertreten. Die Erstellung des Gesellenstücks war der letzte Teil, der aus insgesamt vier Teilen bestehenden Abschlussprüfung. Begonnen hatten die Prüfungen bereits im Mai mit dem sogenannten Fachgespräch. Danach folgte die theoretische Prüfung und im Juli musste alle Schreinerlehrlinge eine Arbeitsprobe ablegen – bayernweit die Gleiche. Dieses Jahr musste ein Bei-stelltisch geschreinert werden. Die Fertigung des Gesellenstücks erfolgte dann in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben. Wie Markus Turinky, Vorsitzender der Fachjury, angab, achte die Jury bei der Bewertung des Gesellenstücks vor allem auf die Maßhaltigkeit, also ob das zuvor gefertigte Modell und das fertige Möbel im Originalmaß übereinstimmen. Weiterhin werde auf die Passgenauigkeit der Verbindungen und die Gängigkeit der Teile geachtet. Des Weiteren wird die Bearbeitung der Oberfläche gewertet und schließlich noch der Gesamteindruck. Soviel konnte die Fachjury schon verraten, alle haben dieses Jahr die Gesellenprüfung bestanden und werden daher am 7. September im Reitstadl freigesprochen. Unabhängig von der Bewertung der Fachjury veranstaltet die Schreiner-Innung den Wettbewerb „Kreatives Design“. Hier beurteilt eine Laienjury die Möbel rein nach eigenem Gefallen. Josef Dunkes, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Neumarkt und AOK-Direktor Gerhard Lindner haben sich bereiterklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Am Ende standen folgende Gewinner fest: Der 1. Platz ging an Raphael Bernecker für sein TV-Board. Den 2. Platz belegte Luca Kellermann mit seinem durchdachten Weinregal. Leo Spallek holte sich mit einem modernen Hängeregal einen verdienten 3. Platz.

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