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Region Neumarkt
Montag, 18. Dezember 2017 2

Politik

Kampfabstimmungim Stadtrat über Fahrbahnbreite

Innerhalb der geplanten Siedlung „Zum Sperlasberg“ werden die Straßen 4,50 Meter breit. Das war einigen Stadträte zu wenig.
Von Andreas Friedl

Auf dieser Grünfläche wird das neue Baugebiet „Am Sperlasberg“ entstehen.Foto: Friedl

Velburg.Bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend standen vor allem Themen rund um das Bauen auf der Tagesordnung. Umfangreichster Punkt war das Baugebiet „Zum Sperlasberg“. Sehr detailliert erklärte der aus Velburg kommende Ingenieur Hartmut Weindl vom gleichnamigen Ingenieurbüro die Erschließungsplanung.

Dabei ließ er Bürgermeister Bernhard Kraus und Stadträte wissen, dass zwischen der im Tal vorbeilaufenden Kreisstraße und dem Waldrand ein Höhenunterschied von 40 Metern sei und das Gefälle beziehungsweise die Steigung zwischen zwölf und 14 Prozent liege. Man sollte bei den Straßen innerhalb des Baugebietes bei einer Straßenbreite von sieben Meter bleiben, die sich aus 4,50 Meter eigentlicher Fahrbahn und 2,50 Meter Versorgungsstreifen zusammensetze.

Versorgungsstreifen als Parkbereich

Dieser Versorgungsstreifen, in dem neben Wasser und Abflussleitung auch die Kabel für die Energieversorgung und Internet liegen, könnte dann auch später als Parkbereich benutzt werden. „Optisch soll dieser Bereich von der Fahrbahn aber abgegrenzt werden“, so Weindl.

Wie er weiter erklärte, soll die Hauptzufahrt zum Baugebiet gegenüber dem Lerchenweg gebaut werden. Eine weitere Einfahrt sei noch weiter nördlich vorgesehen. Quer durch alle Fraktionen wurde dann über die Fahrbahnbreite im Innern der geplanten Siedlung diskutiert.

Unter anderem war Stadträtin Beate Höß der Meinung, dass diese fünf Meter betragen solle, da hier kein Gehweg vorgesehen sei. Dem widersprach ihr Kollege Helmut Braun: „Wir sollten nicht so viel Grund für die Straßen verlieren. Deshalb bin ich für die Breite von 4,50 Meter.“ Dieser Meinung war auch dritter Bürgermeister Bernhard Dürr, der seinen Stadtratskollegen wissen ließ, dass auf breiteren Straßen oft schneller gefahren werde.

Nach weiteren Diskussionen stimmten letztendlich bis auf zwei Stadträte alle einer Fahrbahnbreite innerhalb der Siedlung von 4,50 Meter zu. Dem von Michael Gruber eingebrachten Antrag, dass im Inneren des Baugebietes drei Straßenverschwenkungen nicht durchgeführt werden sollten, stimmte eine Mehrheit von neun Stadträten zu.

Als dieses Thema nach genau einer Stunde abgehandelt war, wurden zwei Bauvoranfragen, zwei Vorbescheide und sechs Bauanträge behandelt, die alle „Grünes Licht“ bekamen. So wurde ein positiver Vorbescheid für einen, zumindest saisonalen Gastwirtschaftsbetrieb in Unterweickenhof erlassen. Ferner plant ein Bauunternehmen im Bereich der Landschaftssiedlung am Finkenherd zwei Mehrfamilienhäuser, die laut ersten Bürgermeister Kraus an die dort vorhandene Nachwärmeversorgung angeschlossen werden sollen.

Solarparks zugestimmt

Im Rahmen der Behördenbeteiligung stimmten die Räte zwei Solarparks im Gemeindebereich Parsberg zu. Ohne Gegenstimme beschlossen die Stadträte, dass bei der Bundestagswahl am Sonntag, den 24. September, die Entschädigung für die Wahlvorsteher und deren Vertreter aufgrund ihrer höheren Verantwortung auf 35 Euro angehoben werden soll.

Die weiteren Mitglieder des Wahlvorstandes werden mit 25 Euro entschädigt: „Wir haben uns hier den umliegenden Gemeinde angepasst“, so Kraus. Mit sichtlicher Freude nahmen die Stadträte die Nachricht von Bürgermeister Kraus auf, dass nach der Beförderung von Christian Schmid zum Kreisbrandinspektor, der zuvor erster Kommandant der Velburger Feuerwehr war, mit Andreas Lang ein junger und äußerst engagierter Feuerwehraktiver als erster Kommandant gefunden werden konnte.

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