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Region Neumarkt
Donnerstag, 18. Januar 2018 9

Engagement

Kolping öffnet Spendenbeutel

Parsbergs Vorsitzender Karl Habermann erinnerte an zahlreiche Aktionen. Vorgestellt wurde auch die Ein-Dollar-Brille.
Von Christiane Vatter-Wittl

  • Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden diese Mitglieder ausgezeichnet. Fotos: Vatter-Wittl
  • Beim Kolping-Gedenktag wurden auch die Spenden überreicht.

PARSBERG.Mit einem feierlichen Familiengottesdienst ganz im Sinne Adolf Kolpings wurde der Gedenktag zu seinen Ehren eingeläutet. Am Nachmittag traf sich dann die große Kolpingsfamilie, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und den Gedenktag des Patrons zu feiern.

Vorsitzender Karl Habermann sagte: „Adolf Kolping, mittlerweile länger als 150 Jahre nicht mehr unter den Lebenden, hat Großes getan. Wir als Kolpingsfamilie Parsberg wollen auch künftig für unsere Mitmenschen, die Hilfe notwendig haben, da sein, immer nach dem Vorbild von Adolf Kolpings.“

Mit verschiedenen Aktion, die über das Jahr verteilt stattfinden, wird auch jedes Jahr Geld erwirtschaftet, das Bedürftigen oder sozialen Zwecken zu Gute kommt. So waren auch heuer wieder die Altkleider- und Altpapiersammlungen ein großer Erfolg, ebenso wie das Schafkopfrennen, das Weinfest oder auch die Beteiligung am Weihnachtsmarkt. Neu in diesem Jahr war die RamaDama-Aktion, bei der der Kolpingnachwuchs gezeigt hat, was er drauf hat. Zusammen haben die Kinder und Jugendlichen die Innenstadt von herrenlosem Müll befreit. Damit auch ein direkter Bezug hergestellt werden kann, wo denn das Geld hinkommt, war auch Inge Freitag gekommen. Sie stellte das Projekt der Ein-Dollar-Brille vor und zeigte, wie einfach es nach einer kurzen Schulung ist, simple Brillengestelle zu biegen und mit den passenden Gläsern zu versehen. Die Materialkosten für eine Brille, die aus einem leichten und flexiblem Edelstahlrahmen besteht, die auch mit farbigen Glasperlen verziert werden kann, betragen inklusive der Gläser nur rund einen Dollar.

Benötigt werden neben dem Material eine Biegemaschine und Personen, die das Herstellen des Brillengestells mit Hilfe dieser Biegemaschine ausführen. Ziel ist es, die Brillen in Ländern herstellen zu lassen, wo sie auch benötigt werden. Dazu werden Personen zu Ein-Dollar-Brillen Optikern ausgebildet und es wird ein Optikerladen aufgebaut.

Es ist eine Hilfe zur Selbsthilfe mit einem dualen Zweck. Zum einen können Menschen mit einer Sehschwäche Brillen erwerben, zum anderen werden Arbeitsplätze durch die Herstellung und den Verkauf der Brillen vor Ort geschaffen. Freitag hatte sowohl eine Biegemaschine als auch die zur Herstellung einer solchen Brille benötigten Materialien dabei. Sowohl Inge Freitag, als auch Bruder Hans-Dieter bekamen von der Kolpingsfamilie eine Spende 2000 Euro überreicht.

Des Weiteren standen Ehrungen auf dem Programm. Für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft in der Kolpingsfamilie wurde das Ehepaar Christa und Günther Girg, sowie Wally und Karl Habermann ausgezeichnet.

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