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Region Neumarkt
Montag, 23. Oktober 2017 5

Kultur

Künstler zeigen ihre Lieblingswerke

Unter dem Motto „40 Jahre KKJ“ sind derzeit Arbeiten der Malerei, Plastik, Grafik und Objektkunst im Reitstadel zu sehen. Der Förderpreis wurde vergeben.
Von Michael David

  • Der Vorsitzende des Kunstkreises Jura, Thomas Herrmann, führte in die vielfältige, interessante und farbenfrohe Ausstellung ein. Fotos: David
  • Die Bandbreite der ausgestellten Kunstwerke ist groß.

Neumarkt.Der Kunstkreis Jura feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Bereits im Juni hat es anlässlich dieses Jubiläums die Ausstellung „Positionen aus 40 Jahren“ gegeben, die zurzeit in Neumarkts Partnerstadt Mistelbach zu sehen ist. Einen aktuellen repräsentativen und künstlerischen Überblick der Vereinsarbeit, gibt die jährliche Mitgliederausstellung. Diese gilt als Highlight im Kalender des Kunstkreis Jura und öffnete ihre Tore am vergangenen Donnerstagabend in der Ausstellungshalle, im Kulturhaus Reitstadel am Residenzplatz.

Mit einer feierlichen, von Geigenklängen umrahmten Eröffnungsveranstaltung präsentierte der erste Vorstand des Kunstkreis Jura, Thomas Herrmann eine vielfältige, interessante und farbenfrohe Ausstellung „40 Jahre KKJ“, mit Werken der Malerei, Plastik, Grafik und Objektkunst.

In seiner Begrüßung gewährte er einen Einblick in die Gründungsgeschichte des Vereins. Nach der Ehrung der Gründungsmitglieder wurde der Atelierförderpreis 2017 an die Neumarkter Ausnahmekünstlerin Alexandra Hiltl verliehen. Dieser Preis wurde heuer zum achten Mal vergeben.

Bei den 66 Exponaten, die im Foyer des Reitstadels ausgestellt sind, handelt es sich vorzugsweise um Werke, die einen besonderen Stellenwert für die Künstler haben. Malerische Momentaufnahmen, die ihre Wirkung durch kreative Farbgestaltung und Originalität des Motives ausstrahlen, wechseln sich ab mit Arbeiten, bei denen man es sich durchaus vorstellen kann, in die Psyche des Künstlers einzutauchen. Objekte die aus Materialien, die durchaus in einem normalen Haushalt zu finden sind, begeistern die Besucher ebenso, wie Holzskulpturen oder mehrteilige Collagen.

Die aus schwarzem Serpentinstein gefertigte Skulptur „Der Zeiträuber“ von Peter Alois Brutler trägt seinen Namen zu Recht. Der schwarze matt glänzende Stein mit seiner eleganten Linienführung verführt zum Verweilen. Von verschiedensten Standpunkten aus betrachtet, ergeben sich immer wieder neue, faszinierende Interpretationsmöglichkeiten und lassen die Zeit vergessen.

Ein Blickfang mit Tiefgang ist auch die Schweißarbeit auf Holz von Bernhard Kopp. Die Beantwortung seiner Frage „Stirbt der Sensenmann?“ überlässt er allerdings dem Betrachter. Interessant und dekorativ ist das Buch Origami „Pablo Picasso, Friedenstaube, Jesus Christus, World Peace“ von Erika Gulder, sowie die mit handgefertigten Glascabochons verzierte Tastatur einer Triumph Schreibmaschine Standard 12 von Brunhilde Übler.

Das großformatige, in roten Farben gehalten Werk „Kraftfeld“ von Klaus Schuppe fängt den Besucher durch seine schon fast magische Ausstrahlung ein. Die leuchtend rote Steele auf rostfarbenen Hintergrund ist eine äußerst gelungene Farbkonstellation, die durch die Rußpartikel auf der Holfaserplatte wirkungsvoll unterstrichen wird und zu dem Eintritt in einen Industriepark des vergangenen Jahrhunderts einlädt.

Die Jahresausstellung der Mitglieder 2017 ist bis 8. Oktober zu besichtigen. Die Öffnungszeiten im Reitstadel sind Mittwoch bis Samstag von 14 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr und zur Kulturnacht am 30. September.

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