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Region Neumarkt
Dienstag, 20. Februar 2018 5

Bühne

Kultband mit einzigartigem Klang

Haindling begeisterte das Publikum in Beilngries: Die Musiker beherrschten ihre vielen Instrumente perfekt.
von Franz Guttenberger

Haindling riss die Zuhörer in der Bühler-Halle mit. Foto: Guttenberger

Beilngries.Die Kultband Haindling war bei ihrem Konzert in der Bühler-Halle in Beilngries bestens drauf. Akustik und Lichteffekte passten zum bombastischen Konzert. Bandleader Hans-Jürgen Buchner feierte mit den weiteren fünf Musikern zugleich 35. Bühnenjubiläum. Buchner bedankte sich bei seinen treuen Fans der ersten Stunde und meinte: „Vor 35 Jahren gab es Stehkonzerte, nun aber können viele nicht mehr lange stehen – daher heute haben wir Sitzkonzerte.“

Trotzdem brachte er die Gäste immer wieder dazu, aufzustehen und mitzumachen, sie schunkelten und machten mit ihm Yoga mit den beiden Daumen. Knapp 1000 Besucher waren zu dem grandiosen Konzert gekommen, darunter auch Bürgermeister Alexander Anetsberger und sein Stellvertreter Anton Grad. Eine Familie war sogar aus Flensburg angereist: Sie ist von Buchner extra begrüßt worden.

Mit ihrem unverwechselbaren Klang legte die Band gleich richtig los. Popmusik mit starken Einschlägen von Jazz und Volksmusik, dazu bayerische Texte: Das sind die Stärken dieses unverkennbaren Ensembles. Die Musiker brachten eine Vielfalt von Instrumenten auf die Bühne, die sie auch perfekt beherrschten, darunter zwei Alphörner, eine afrikanische Trommel, Tuba oder eine vietnamesische Maultrommel. Der Musikstil war geprägt von einer Mixtur aus heimischen und exotischen Klängen.

Buchner verstand es, das Publikum mit einzubeziehen. Seine Texte und Mitteilungen an das Beilngrieser Publikum waren nachdenklich, witzig aber auch immer wieder hintersinnig. Bissige Seitenhiebe an die Politik wie ins Parlament nach Brüssel fehlten nicht. Mit bekannten Liedern wie „Paula“, „Du Depp“ oder „Lang scho nimmer g’sehn“ begeisterte das Sextett ebenso mit neuen Songs.

Einige Ratschläge gab Buchner mit auf dem Weg. Er verurteilte die Handysucht und erklärte, er selbst habe keines und brauche auch keins. „Wir Menschen sind alle doch so klein und glauben, groß zu sein. Der Mensch ist so dumm, dass er meint, auf den Mars zu wollen, dort sieht man im Vergleich zu unserer bunten Welt nur rot.“

Zum Ende gab es stehenden Applaus für den Kultsong „ Bayern, des samma mia“. Nach einer Zugabe versprach Buchner, auch nach dem 35. Bühnenjubiläum weiter zu machen. So lange, bis es nicht mehr geht.

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