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Region Neumarkt
Samstag, 16. Dezember 2017 10

Hubertusfeier

Mit großer Verantwortung betraut

Professor Maximilian Stehr wies als Redner darauf hin, dass Jäger ein hohes Maß an Disziplin benötigen.
Von Franz Guttenberger

Die erfolgreichsten Schützen des Jägervereins Berching-Dietfurt Foto: Guttenberger

BERCHING.Die Mitglieder des Jägervereins Berching-Dietfurt haben sich im Dallmayr-Saal zu ihrer Hubertusfeier getroffen.

Die Hubertusfeier des Jägervereins Berching- Dietfurt hat eine feste Tradition und ist ein Fixpunkt im Jahresablauf der Jäger. Im Mittelpunkt stand die Hubertus-Rede von Professor Dr. med. Maximilian Stehr, Chefarzt der Cnopf`schen Kinderklinik Nürnberg und Jagdpächter in Wallnsdorf.

Auftakt war ein Gottesdienst

Vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche, den die Jagdhornbläser unter Leitung von Hornmeister Hubert Schwarz musikalisch umrahmte. Danach musizierten die Bläser vor dem Gasthaus Dallmayr und leiteten die Hubertusfeier ein.

Der Vorsitzende des Jägervereins Franz Meyer aus Holnstein dankte dabei der Familie Schwarz für die Ausschmückung der Kirche und des Dallmayr-Saals. „Wir Jäger haben eine wichtige Funktion in der Natur“, sagte Meyer. „Wir sind mit verantwortlich für das intakte Verhältnis zwischen Wald, Feld und dem Wild und wir brauchen keine Raubtiere wie Luchs, Wolf oder Bär, um das Wildverhältnis auszugleichen konstatierte der Vorsitzende.

Er sah es als sehr wichtig an, dass Jäger mit den Landwirten und Waldbesitzern sowie den Jagdnachbarn ehrlich und offen miteinander umgehen. Auch ein gutes Verhältnis mit den Freizeitsuchenden Menschen, ob Reiter, Radfahrer, Jogger oder Hundebesitzer sei anzustreben, sagte Meyer. Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Bürgermeisterin Carolin Braun aus Dietfurt entboten Grußworte. Die Hubertusfeier sei mehr als ein Fest der Jägerschaft, sie bekunde auch Respekt vor der Natur und stehe im Zeichen der Verantwortung für das heimische Wild, sagte dabei Eisenreich. Jagd bedeute nicht nur waidgerechtes Jagen, sondern Hege und Pflege. „Wir brauchen den Dialog aller, die die Natur nutzen und schützen. Nur im Miteinander können wir unsere Umwelt bewahren und für eine nachhaltige Entwicklung sorgen“, sagte Eisenreich. Professor Dr. Stehr erinnerte in seiner Hubertusrede an den Heiligen Hubertus, den Schutzpatron der Jäger, der in den tiefen Wäldern der Ardennen einen kapitalen Hirsch mit einem strahlenden Kreuz gesehen hat. Dadurch wandte er sich Gott zu, und gab alles Hab und Gut auf, das er üppig hatte. Er wurde Priester und starb 727 als Bischof. Die Begegnung mit dem Kreuz sollte Mahnung zur Selbstkontrolle und Disziplin sein.

Geduld wichtiger als Intelligenz

Professor Stehr appellierte an Geduld, denn Geduld schlage Intelligenz. „Wir Jäger sind vom Schöpfer und der Gesellschaft mit einer großen Verantwortung vom Schöpfer und der Gesellschaft betraut und daher brauchen wir ein hohes Maß an Disziplin und Handlungskontrolle. Mit dem Privileg zur Jagdausübung müssen wir besonnen, sensibel und korrekt umgehen, forderte der Hubertusredner.

Schießleiter Julian Spichal ehrte zusammen mit Vorsitzenden Meyer die Vereinsmeister und die besten Schützen beim Preisschießen auf laufendem Keiler.

Es wurde zu einem Triumph für Kreisjagdberater Helmut Pöller. Er gewann alle zwei Wettbewerbe und gewann zudem die Greger- Scheibe.

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