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Region Neumarkt
Sonntag, 19. November 2017 11

Jubiläum

Nachhaltigkeit muss auch umgesetzt werden

Seit 25 Jahren gibt es die Schule der Dorf- und Landentwicklung.
Von Alexandra Nurtsch

Abt Dr. Beda Sonnenberg (4. v. r.) begrüßte die Gäste. Foto: Beate Streller

Plankstetten.Zahlreiche Gäste aus ganz Bayern waren der Einladung zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Schule der Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten gefolgt. Zum Jubiläum konnten der Vorsitzende Albert Löhner und Geschäftsführer Dr.Hans Rosenbeck mit Dr. Franz Josef Radermacher, Professor für Datenbanken und künstliche Intelligenz an der Universität Ulm und Vizepräsident des Ökosozialen Forum Europa sowie mit Dr. Elke Löffler, Geschäftsführerin der Non-Profit Organisation Governance International in Birmingham, zwei ausgewiesene Experten für nachhaltige Entwicklung begrüßen.

Ministerialrat Leonhard Rill überbrachte die Glückwünsche von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, mit dessen Haus die Schule von Beginn an zusammenarbeitet.

Wenngleich die Welt bei uns in Deutschland nicht zuletzt aufgrund unserer föderalen Strukturen sowohl in den Städten, wie auf dem Land noch weitgehend in Ordnung ist, sieht Professor Radermacher bei uns großen Handlungsbedarf. „Wir sind nicht nur Exportweltmeister, sondern auch Weltmeister darin, das Wort als Ersatz für die Tat zu nehmen. Wir reden viel von Klimaschutz und Nachhaltigkeit, doch gleichzeitig plündern wir wie alle reichen Länder die Ressourcen unserer Erde“, so der Referent.

Eine nachhaltige Entwicklung könne nur gelingen, wenn sich alle dieser Verantwortung stellten, viel weniger Rohstoffe verbrauchen und viel weniger Klimagase verursachten. „Wer Wohlstand hat, ist das Problem.“ Konkret heiße das, dass wir von unserem Reichtum abgeben müssen: „Die Reichen müssen deutlich ärmer werden.“

Dr. Elke Löffler konzentrierte sich in ihrem Beitrag auf die Handlungsmöglichkeiten ländlicher Kommunen. Insbesondere die Themen Gesundheit und die soziale Gemeinschaft standen bei ihr im Mittelpunkt.

Sie zählten nicht zu den kommunalen Pflichtaufgaben. „Doch ohne Treffpunkte, ohne Nachbarschaftshilfe, ohne Wir-Gefühl und ohne ausreichende Grundversorgung verliert jede Kommune rasch an Anziehungskraft.“

Anhand praktischer Beispiele aus ganz Europa zeigte die Referentin auf, wie Kommunen derartige Angebote initiieren und organisieren können.

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