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Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 7

Stadtentwicklung

Notfalls auch an Traditionen rütteln

Die Beilngrieser Bürger kamen in einer Dialogveranstaltung zu Wort und brachten wertvolle Anregungen vor.
Von Hans Gleisenberg

  • Das Haus des Gastes spielt eine zentrale Rolle, auch für Touristen.
  • Dr. Andrea Möller erläuterte die Themenbereiche. Foto: Gleisenberg

Beilngries. Im Jahr 2015 wurde durch die Stadt Beilngries ein Städtebauentwicklungsprozess unter Beteiligung der Bürger und der Gewerbetreibenden auf den Weg gebracht. Im Rahmen dieses integrierten Entwicklungsprozesses fand am Donnerstag im Haus des Gastes eine Dialogveranstaltung statt, bei der über die Planungen, aber auch schon über erste Umsetzungen von Projekten berichtet wurde.

Bürgermeister Alexander Anetsberger machte hier deutlich, dass es im Hinblick auf künftige Planungen sehr wichtig sei, Erfahrungen, Wünsche und auch Einschätzungen von möglichst vielen Bürgern aber auch Besuchern einzuholen: „Wir sind bestrebt, das gute Lebensgefühl und die ebenso positive Versorgungslage weiter zu fördern und hier auch die konzeptionelle Entwicklung der Alt – und Innenstadt voran zu treiben und gezielt anzugehen. Dazu muss auch interessierten Bürgern die Möglichkeit der Information eingeräumt werden und sie müssen auch zu kritischen Fragen ein umfassendes Feedback erhalten. Wir dürfen uns auch nicht scheuen, an eingefahrenen Grundsätzen oder Traditionen zu rütteln“, so der Rathauschef.

Eine anhaltend positive Entwicklung

Anetsberger macht aber auch klar, dass es in Beilngries eine anhaltend positive Entwicklung gäbe, die sowohl von Bürgern als auch Besuchern mit Anerkennung quittiert werde: „Erholung, Versorgung, Bildung und vor allem das Thema Wohnen, das aktuell in aller Munde ist, müssen wir nachhaltig lösen. Unsere Infrastruktur ist hervorragend, und hier müssen wir einhaken, um dieses Potenzial zu nutzen und positive Ansätze schaffen, diese komplexen Themen umzusetzen“, so der Bürgermeister weiter.

Stadtbaumeister Thomas Seitz berichtete dann über Planungen und erste Ergebnisse. So sei der ISEK Rahmenplan vorgestellt worden und auch auf finanzielle Machbarkeit geprüft worden. Es habe auch eine Einbindung der betroffenen Bürger stattgefunden, so Seitz.

Die Ende 2016 entworfenen Maßnahmen konnten zum Teil bereits umgesetzt werden: „Wir haben den Parkplatz am Amtsgerichtgebäude barrierefrei gestaltet – und er ist ein echtes Schmuckstück geworden.

Bis 2018 soll nun eine Belebung und Umgestaltung der Altstadtgassen erfolgen und auch über das Aussehen und die Beschaffenheit des neuen Pflasters sollen die Bürger mitentscheiden“, so der Stadtbaumeister. Weitere Arbeiten sollen in naher Zukunft die Schaffung neuer Parkmöglichkeiten sein und die Umgestaltung der Ringstraße.

Wichtige touristische Themen

Bevor es in den Thementeil Diskussion ging, informierten sich die Anwesenden in sechs Themenbereichen über geplante Maßnahmen. Hier erläuterten Dr. Andrea Möller vom Institut für Fremdenverkehr, Stadtbaumeister Seitz und Christoph Raithel, Leiter des Tourismusbüros die Themenfelder.

In der anschließenden Diskussion gaben die Bürger zahlreiche Anregungen, diese bezogen sich auf den Wohn- und den öffentlichen Geschäftsraum, aber auch auf touristische Themen.

Es wurde auch angeregt, die Altstadtgassen nicht nur in Sachen Begehbarkeit zu verbessern, sondern auch in Punkto Belebung aktiv zu werden. Natürlich wurden auch Unterschiede in den Interessenslagen von Bürgern und Gewerbetreibenden deutlich. Alles in allem aber war man sich einig: Beilngries ist auf einem guten Weg und wenn alle an einem Strang ziehen, sind die gesetzten Ziel durchaus zu realisieren. Dr. Andrea Möller sagte, die Stadt sei ein Schmuckstück und die getätigten Investitionen hätten sich gelohnt.

Dennoch wolle man auf neue Entwicklungen hinweisen, bei der Lenkungsgruppensitzung wurden hierzu bereits fruchtbare Gespräche geführt.

Die touristische Zukunft Beilngries schätzt sie positiv ein: „Hier sind engagierte Leute am Werk und präsentieren ihre Stadt im besten Licht und deshalb sehe ich beste Chancen für eine weiter positive Entwicklung“, gab sie Beilngries ein gutes Zeugnis.

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