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Region Neumarkt
Montag, 25. September 2017 17° 3

Medizin

Palli Vita bildet neue Schnittstelle

Ein neues Projekt startet in Neumarkt einen vernetzenden Anlaufpunkt für Schwerkranke. Die Bürgerstiftung überreichte dafür 20 000 Euro als Spende.
Von Bettina Griesbeck

  • Auf der Palliativstation steht die intensive Pflege unheilbar kranker oder schwerstkranker Menschen im Mittelpunkt.Foto: Warmuth
  • Die Spendenübergabe im Palliativzentrum des Klinikums Foto: Griesbeck

Neumarkt. Der Großteil der Menschen möchte seinen Lebensabend in gewohnter Umgebung und in der Nähe vertrauter Menschen verbringen. Einen besonderen Stellenwert hat das zu Hause als Sterbeort für Unheilbar- oder Schwerstkranke. Um diesen Wunsch zu erfüllen, haben sich im Landkreis Neumarkt Diakonie, Caritas, Klinikum und Rotes Kreuz zusammengetan und die neue Einrichtung Palli Vita gegründet.

Palli Vita wird eng mit den niedergelassenen Ärzten, dem Hospizverein, den Kirchen, den ambulanten und stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe und der Palliativstation am Klinikum Neumarkt zusammenarbeiten. „Im Fokus der Arbeit wird die Vernetzungsarbeit zwischen den einzelnen Partnern und dem Patienten stehen“, sagte die hauptamtliche Mitarbeiterin und zuküftige Ansprechpartnerin für Fragen bei und an Palli Vita Sylvia Gawel.

Beruflich hat Gawel bereits 15 Jahre Hospizerfahrung gesammelt. Die vergangenen beiden Jahre ist sie bei der Caritas gewesen und hat eine Ausbildung zur Palliativ-Care-Fachkraft absolviert. Jetzt hat es sie wieder zurück zur Hospizarbeit gezogen. „Für Hilfe und Fragen kann man mich einfach anrufen oder vorbei kommen – egal ob als Partient, Arzt oder Kooperationspartner“, sagte Gawel über ihre zukünftige Tätigkeit bei Palli Vita.

Für eine „gute Sache“ hält die Geschäftsführerin des Hospizvereins, Ursula Nießen, die neue Einrichtung Palli Vita. „Der Hospizverein ist Kooperationspartner – aber trotzdem besteht für die Menschen weiterhin die Möglichkeit direkt mit ihren Fragen und Nöten zu uns zu kommen“, sagte Nießen. Als Hilfe für die Betroffenen wäre Palli Vita eine Unterstützung.

Mit einer Spende wollte die Bürgerstiftung Region Neumarkt die ambulante Palliativversorgung im Landkreis unterstützen. Über den Erlös des letztjährigen Adventsloskalenders von insgesamt 20000 Euro durfte sich die Verantwortliche der Einrichtung Palli Vita am Donnerstag freuen. Die Spendenübergabe mit Vertretern der Bürgerstiftung, Palli Vita und der Kooperationspartner fand im Palliativzentrum des Klinikums statt. „Hier befinden sich auch das Büro und die Räumlichkeiten von Palli Vita“, bestätigte Peter Weymayr, Vorstand der Kliniken des Landkreises Neumarkt.

CSU-Stadtrat Dr. Heinz Sperber und der Raiffeisenbank-Vorstandschef Josef Dunkes, durften als Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung zusammen mit der Vorsitzenden des Stiftungsrats Vera Finn die Spendensumme feierlich überreichen. „Selbstbestimmung bis zuletzt ist ein wichtiger Eckpfeiler, damit schwerkranke Menschen ihren letzten Weg in Würde zu Hause gehen können“, sagte Sperber.

Josef Bogner und Detlef Edelmann, Geschäftsführer von Palli Vita, freuten sich über die enorme Starthilfe für das Projekt. „Bis wir den Wunsch der meisten Menschen auch in Neumarkt umsetzen können, ist es noch ein weiter Weg. Diesen gehen wir mit sehr viel Engagement. Dafür können wir jeden Euro sehr gut gebrauchen. Denn derzeit müssen wir noch alles aus Eigenmitteln finanzieren“, sagte Edelmann.

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