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Vorbereitung

Passionsspiele 2019: Chance für Neulinge

Der 14. Oktober wird in Neumarkt ein entscheidender Tag für die Aufführungen im Jahr 2019: Dann gibt es ein Casting.
Von Lothar Röhrl

Der Passionsspiel-Ausschuss warb am Mittwoch im Münster St. Johannes für das Casting am 14. Oktober.Foto: Röhrl

Neumarkt.Organisatorisch läuft schon alles bestens. Diese Feststellung hat am Mittwoch der Leiter des Passionsspiel-Ausschusses, Franz Düring, im Kirchenschiff des Münsters St. Johannes getroffen. Der Medientermin war nicht nur angesetzt worden, um den Ausschuss vorzustellen. Viel mehr ging es um die Werbung für den vorerst wichtigsten Termin zur Vorbereitung der Neumarkter Passionsspiele im Jahr 2019: Denn am 14. Oktober wird im Johanneszentrum ab 11 Uhr ein Casting stattfinden. An diesem Termin sollen alle erscheinen, die als Spieler, aber auch Helfer an der Vorbereitung und an den knapp 20 Aufführungen teilnehmen wollen.

„Alles läuft unheimlich positiv“

Zunächst strahlte Franz Düring auch im Namen des Co-Organisationsleiters Franz Ebenhöch und dessen Gattin Maria große Zufriedenheit aus. Denn bisher sei schon sehr viel geschehen. Drei Sitzungen des Ausschusses habe es schon gegeben. Die Vierte folgt am 27. September. „Alles ist unheimlich positiv verlaufen“, fasste Düring die bisherigen Gespräche zusammen. Dabei stellte er die Rolle der Neumarkter Kolpingsfamilie heraus. Seines Wissens nach sei es in Deutschland ziemlich einzigartig, dass eine Kolpingsfamilie Passionsspiele mit so vielen Aufführungen veranstalte.

Deren Präses, Münsterpfarrer Domkapitular Norbert Winner, war es bei diesem Termin in seiner Kirche wichtig, auf den Sinn der Passionsspiele hinzuweisen. Dabei gehe es nicht um Theater, sondern um die Verkündigung der Botschaft der Menschwerdung von Jesus Christus und dessen Leiden sowie Sterben. Das sei die Hauptmotivation eines jeden Passionsspiels. In Erinnerung an die vergangenen Passionsspiele zeigte sich Winner begeistert, mit welchem Herzblut alle Akteure dabei gewesen seien. Das erwarte er sich auch für die Zeit vor und während der Aufführungen in den Wochen vor dem Osterfest 2019. Wer mitwirke, könne Teil einer Art Familie und damit einer kleinen „Pfarrgemeinde“ werden.

Wichtig war Winner auch noch ein Dank an Franz Düring und alle Mitglieder des Ausschusses dafür, dass sie sich der Aufgabe stellen.

Die Anmerkung Winners über das große Gemeinschaftsgefühl griff OB Thomas Thumann in seinem Grußwort auf. Ihm habe immer wieder imponiert, welch große Resonanz die jährlich einmal kurz vor Ostern angebotenen Treffen der Passionsspielgemeinde 2009 gehabt hätten. Dieser Gemeinschaft stehe ein „funktionierendes Netzwerk“, welches die Stadt Neumarkt auch in anderer Hinsicht zu bieten habe, zur Seite. Als Beispiel nannte das Stadtoberhaupt den städtischen Bauhof und Beschäftigte der Stadt. Bei Themen wie Aufbau der Bühne oder Kartenvorverkauf waren diese bei den Passionsspielen 2009 den Passionsspielen beigestanden. Der OB wies darauf hin, dass aus formalen Gründen erst der Verwaltungssenat des Stadtrats eine solche Hilfe inklusive der Bereitstellung der Kleinen Jurahalle als Spielort beschließen müsse. Die Entscheidung erwartet Thomas Thumann heuer im Herbst.

Regisseur will junge Apostel-Schar

Nur Thomas Fries (3. v. r.) ist als Christus-Darsteller gesetzt.Foto: Hailer

Für sich selbst erhoffe er, dass er am 14. Oktober beim Casting von Regisseur Michael Ritz eine „kleine Rolle“ zugeteilt bekommen. Gut vier Wochen vor diesem Termin steht fest, dass nur eine Rolle bereits besetzt ist: Thomas Fries wird wie 2009 wieder Darsteller von Jesus Christus sein. Ansonsten stehe noch nicht fest, wer welche Rolle spielen wird. Aufschlüsse soll das Casting geben. Dann will er die Interessenten auf der Bühne agieren sehen – und hören. „Mir geht es darum, ob die Stimme trägt und ob jemand eine deutliche Artikulation hat. Außerdem will ich sehen, ob jemand zum Charakterbild einer Rolle passt.“

Kurz ging Michael Ritz auf eine Anmerkung unseres Medienhauses ein. Denn Ritz hatte als Vorgabe für die Besetzung der Apostel eine Altersspange zwischen 20 und maximal 35 Jahren in die Einladung zum Casting schreiben lassen. Damit solle dem Wesen der Apostel als „junge Schar“, die in ihrer Zeit als Revolutionäre aufgetreten seien, um etwa Neues in die Welt zu bringen, Rechnung getragen werden. In der Antwort auf unsere Nachfrage betonte der Regisseur aber auch, dass die Altersspange kein Ausschlusskriterium sein soll.

Zur personellen Ausgangssituation merkte Ausschussmitglied Rainer Seitz an, dass rund 250 Mitglieder der Spielgemeinde 2009 auch 2019 wieder dabei sein wollen. Zusätzlich gebe es schon 70 Neuanmeldungen.

Vor den Passionsspielen 2010

  • Casting:

    Am 14. Oktober geht es im Johanneszentrum ab 11 Uhr um die Besetzung der Hauptrollen wie etwa der Apostel oder der Hohen Räte; ab 13 Uhr will Michael Ritz die Bewerber für die weiteren Sprechrollen sehen; ab 16 Uhr sind alle eingeladen, die die nicht unbedingt einen Text etwa im Volk oder beiden Soldaten haben wollen. Dazu kommen Kinder und Jugendliche.

  • Anmeldung:

    Wer als Spieler oder Helfer mitmachen möchte, kann sich unter www.passionsspiele-neumarkt.de ein Formular ausdrucken lassen und dieses im Passionsspielbüro, Rathausplatz 1 (Neumarkter Rathaus) abgeben. Dort gibt es auch ausgedruckte Formulare.

  • Ausstellung:

    Franz Düring kündigte für Herbst 2018 eine Foto-Ausstellung über vergangene Spielzeiten an. (lr)

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