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Region Neumarkt
Donnerstag, 14. Dezember 2017 11

Vision

Pläne zur Mälzerei wurden vorgestellt

Die alte Mälzerei in Lauterhofen soll zu einer Attraktion werden. Ein Vortrag verzückte den Marktgemeinderat.
Von Hans-Jürgen Hennig

Eine Grafik zur Mälze Foto: njh/Grafik: Berschneider

Lauterhofen.Bürgermeister Ludwig Lang eröffnete die Sitzung des Marktgemeinderats Lauterhofen mit dem umfangreichsten und zugleich auch interessantesten Tagesordnungspunkt „alte Mälzerei“ und übergab das Wort an Johannes Berschneider vom Architektenbüro Berschneider + Berschneider. Allen Gemeinderatsmitgliedern lag der der Entwurf des Architektenbüros als Broschüre vor, so dass jeder den Ausführungen Berschneiders folgen konnte.

Wie die ersten Bilder zeigten, war die Mälzerei bereits auf einer historischen Karte von 1840 neben dem Gasthaus zur Krone eingezeichnet. Untersuchungen ergaben, dass das ursprüngliche Gebäude als zweigeschossiger Nutzbau schon im 16. und 17. Jahrhundert aus Kalkstein bzw. Dolomit-Steinquadern erbaut wurde. An der westlichen Außenwand sind noch Reste eines älteren Mauerwerkes zu sehen.

Wie ein Aufforderung waren da die Worte Johannes Berschneiders, als er sagte: „Sie haben hier ein Juwel in ihrem Ort.“ Er meinte damit, dass die Sanierung dieses Gebäudes sehr zu empfehlen sei. Solch einen Schatz könne man sehr gut nutzen, um aus dem historischen Gebäude einen offenen Treffpunkt für das kulturelle Gemeindeleben zu gestalten.

Anhand vieler Bilder machte er Etage für Etage eine Bestandsaufnahme der Bausubstanz des Gebäudes. Die Jahrhunderte haben natürlich ihre Spuren hinterlassen, aber Berschneider zeigte sich zuversichtlich, dass eine Sanierung sich lohne und Lauterhofen bereichern würde.

In vier Ebenen gegliedert

Dabei gliederte er den Bau in vier Ebenen, die auch alle mit entsprechenden Bildern dargestellt wurden. Die Zeichnungen enthielten eine deutliche Schadenskartierung, die aber auch zeigte, dass die Mälze sanierungsfähig ist.

Als der Architekt begann, jene Bilder zu zeigen, die die spätere Nutzung der Mälze verdeutlichen sollten, stiegen Aufmerksamkeit und Spannung im Sitzungssaal deutlich an. Über den Beamer zeigte Berschneider jede Ebene und erklärte ihre spätere Nutzungsmöglichkeiten.

Nachdem im Untergeschoss der Fußboden tiefergelegt würde, könnte hier eine Künstlerwerkstatt für Mal- und Bastelkurse mit Kindern entstehen. Eine Gastherme würde dann eine Fußbodenheizung und Wandtemperierung versorgen.

Hier finden Sie weitere Informationen aus der Sitzung:

Weitere Punkte

  • Baupläne und Anfragen:

    Auf der Tagesordnung waren ebenfalls die Punkte, waren „Baupläne/Bauanfragen“, „Neubau Lagerhalle für Metallwaren“ und der „Planungsstand zum „Baugebiet Kapellenäcker.“

  • Ausführungen:

    Zu allen Punkten gab es kurze Anfragen und klärende Worte seitens des Bürgermeisters.

  • Kapellenäcker:

    Zu den ausgewiesenen Grundstücken auf den Kapellenäckern machte Werner Pongratz, von der Ingenieur-Gesellschaft für Tiefbau mbH, sehr detaillierte Ausführungen.

  • Familien:

    Hier sollen einmal junge Familien gut und gerne in Lauterhofen wohnen können. Alle Abstimmungen zu den Unterpunkten wurden mehrheitlich angenommen. (njh)

Ergänzend und um die Gemütlichkeit zu erhöhen, ist in einer Ecke eine kleine Teeküche geplant. Für das darüber liegende Erdgeschoss sieht das Konzept einen Multifunktionsraum mit ungefähr 30 Sitzplätzen vor, in dem Ausstellungen, Vorträge, Musikabende, Seniorenabende und öffentliche Gemeinderatssitzungen stattfinden könnten.

Die Heizung erfolgt hier ebenfalls über den Fußboden und Wandtemperierung. Im unteren Teil des Turmes, der hier in einer Ecke endet, könnte eine Lounge für kleinere Besprechungen entstehen.

Das Obergeschoss würde eine große Galerie von rund 20 Quadratmetern und ein WC aufnehmen. Die Galerie ist so geplant, dass man von ihr auf das Erdgeschoss herunterblicken kann.

Das Dachgeschoss wird als Raum gestaltet, in dem Seminare, Workshops und Vereinssitzungen durchgeführt werden können. Ein freier Blick in den gestalteten Dachstuhl wird diesem Raum auch eine besondere Note geben.

Ein kleines Juwel

Alles in allem wird dieses Konzept die Mälze zu einer Attraktion gestalten, die Lauterhofen kulturell bereichern wird, also ein kleines Juwel ist, wie Berschneider sagte. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung waren die „Informationen und Beschlussfassungen“ zur Informationsfreiheitssatzung.

Der dritte Bürgermeister Anton Preißl sprach sich hier für Änderungen aus, so dass jedem Bürger – auch ohne Gemeindezugehörigkeit – ein Recht auf Informationen zusteht.

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