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Region Neumarkt
Dienstag, 21. November 2017 5

Stadtrat

Schützen können mit dem Abriss beginnen

Die Adelsburg-Schützen aus Oberweiling können mit Hilfe der Stadt Velburg mit dem Umbau ihres Domizils beginnen.
Von Andreas Friedl

In Finsterweiling steht das Schützenhaus von „Adelsburg Oberweiling“. Demnächst ist hier Baustelle – und die Schützen bringen sich mit ein.Foto: Friedl

Velburg.Ein umfangreiches Programm hatten die Stadträte am Donnerstag zu absolvieren. Zu Beginn stellte Stadtrat Stefan Segerer die Pläne des Schützenvereins „Von der Adelsburg“ aus Oberweiling vor. Sie wollen ihr in Finsterweiling bestehendes Schützenhaus teilweise abbrechen und dann mit einem Neubau den Schießsportauflagen und den Energieeinsparmöglichkeiten anpassen. Zudem solle unter anderem ein behindertengerechtes WC errichtet werden.

Laut Segerer werde – sofern alle weiteren Voraussetzungen dafür gegeben seien – mit einer Gesamtsumme von 387 500 Euro gerechnet. Hierbei seien auch die Eigenleistungen des Schützenvereines, Spenden, Zuschüsse, unter anderem vom Bayerischen-Sport-Schützen-Bund (BSSB) und der Stadt Velburg berücksichtigt.

Der nächste Beratungspunkt war der Bebauungsplan für das „Baugebiet Günching – westliche Schmidgasse“. Dieser Bebauungsplan war auf Grund des sich in der Nachbarschaft befindlichen landwirtschaftlichen Anwesens auf „Dorf-Mischgebiet“ geändert worden und wurde deshalb erneut vorschriftsmäßig neu aufgelegt. Die hier von der Verwaltung in den Bebauungsplan eingearbeiteten Berücksichtigungsvorschläge wurden am Donnerstagabend von den Räten einstimmig verabschiedet.

Platz für neue Mehrfamilienhäuser

Bürgermeister Bernhard Kraus erläuterte kurz den Bebauungsplatz für das Gebiet „Zum Sperlasberg“. So seien am Fuße des Hangs Mehrfamilienhäuser geplant. Zudem würden in die im Tal verlaufene Straße Fahrbahnteiler eingebaut, die für Fußgänger das Überqueren der Fahrbahn erleichtern würden. Mit einer Gegenstimme wurden die Billigung und die Auslegung des Bebauungsplanes mit paralleler Flächennutzungsplanänderung beschlossen. Für die sogenannte „Vorstadt“ in Deusmauer wurde die Aufstellung eines einfachen Bebauungsplanes beschlossen, der aussagt, dass dieses Gebiet nach dem Verfahren als „allgemeines Wohngebiet“ gelten solle.

33 Hektar für Solaranlage

Eine Projektgesellschaft aus Burgkunststadt stellte einen Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens, um im Bereich Mantlach-Finsterweiling nördlich und südlich des Luppenbaches eine 33 Hektar große Photovoltaik-Anlage zu errichten.

Nach kurzer Diskussion stimmte der Stadtrat bei Gegenstimmen, die hier unter anderem von „Sensiblen Flächen“ oder „schwierigem Gebiet“ sprachen, dem Vorhaben zu. Wie Bürgermeister Bernhard Kraus dazu sagte, sei vorgesehen, dass diese Anlage im Jahr fast 20 Millionen Kilowattstunden Strom produziert und damit etwa 5600 Privathaushalte mit Energie versorgen kann. Zudem liege hier eine CO2-Einsparung von 6000 Tonnen jährlich vor.

„Grünes Licht“ gaben anschließend die Stadträte den von Bürgermeister Kraus vorgetragenen Feststellungen der Jahresrechnungen für 2012 und 2013. Ebenso stimmten sie den von ihrem Kollegen Michael Gruber, der Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist, vorgeschlagenen Erläuterungen für 2012 und 2013 zu. Hier plädierte Gruber für die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe und für Nutzungsvorschriften von Feuerwehrgerätehäusern.

Gruber legt wichtiges Amt nieder

Gruber erklärte abschließend, dass er das Amt des Vorsitzenden des Rechungsprüfungsausschusses niederlegt. Er begründete Grund hierfür liege darin, dass er seit einigen Monaten Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes sei und dieses Amt auch sehr viel Zeit in Anspruch nehme. Bürgermeister Kraus bedankte sich bei Gruber und dem Ausschuss für dessen Arbeit und Anregungen. Diesen Dankesworten schloss sich Gruber hinsichtlich der Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses und Stadtkämmerer Alois Söllner an und lobte ihre Arbeit.

Ein weiterer Tagungsordnungspunkt war die Beschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges für die Feuerwehr Oberweiling. In diesem Zusammenhang brachte Bürgermeister Bernhard Kraus den Vorschlag ein, den Zuschuss der Stadt Velburg für den Erwerb des Fahrzeugs von derzeit 25 000 Euro auf 30 000 Euro zu erhöhen. Das wurde vom Stadtrat auch einstimmig so beschlossen.

(Hinterer Markt 1)

Notizen aus dem Velburger Stadtrat

  • Schülerbeförderung:

    Fast Räte beteiligten sich an der Diskussion, um die zeitlich lange Fahrt von Günchinger und Dürner Schulkindern zu vermindern. Man kam überein, das Ende des derzeitige „Hindernisses“ (Baustelle zwischen Velburg und Hollerstetten) abzuwarten.

  • Bürgermeister Kraus

    legte dem Gremium einen Antrag auf Bezuschussung durch das kommunale Förderprogramm vor. Eine Hauseigentümerin aus dem Velburger Altstadtbereich hatte diesen Antrag gestellt, da sie ihr Anwesen renovieren möchte.

  • Beteiligungsberichte der Stadt:

    Diese wurden vom Bürgermeister für das Jahr 2016 vorgestellt. Unter anderem ist die Stadt Velburg mit 100 Prozent am Kommunalunternehmen und mit 24,9 Prozent am „Heizwerk Velburg-Altstadt“ beteiligt.

  • In die Satzung „Abwasserabgabe für Kleineinleiter“ wurde der Satz je Einwohner auf 17,90 Euro jährlich festgelegt.

  • Verschiedenes:

    Es gab Fragen zur Friedhofstoilette Velburg, zum Schulbushäuschen Oberwiesenacker und zum Parkplatz am ehemaligen Raiffeisensilo.

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