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Region Neumarkt
Mittwoch, 22. November 2017 7

Freizeit

Seit 90 Jahren wird hier gesungen

Der Gesangverein 1927 Breitenbrunn ehrt zum Jubiläum treue Mitglieder und feiert einen Gottesdienst mit Kirchenzug.
Von Ines Greiner

Die Sänger des Gesangvereins 1927 Breitenbrunn bereiten sich auf das große Jubiläum vor. Foto: Greiner

Breitenbrunn.Der Gesangverein 1927 Breitenbrunn feiert sein 90. Jubiläum. Aus diesem Anlass ist am Samstag, 28. Oktober, um 20 Uhr im Gasthaus Lehner ein Ehrenabend mit Musik und Liedern der Blaskapelle. Am Sonntag, 29. Oktober, ist ein Kirchenzug und dann wird der Jubiläumsgottesdienst gefeiert. Aufstellung zum Zug ist um 9.15 Uhr bei der Schule Breitenbrunn. Die Blaskapelle geleitet den Jubelchor mit den Vereinen zur Kirche.

Gegründet wurde der Verein im Gasthaus zur Post am 2. März 1927 auf Anregung des damaligen Revierförsters Alois Bader. Er wurde dann auch gleich zum ersten Vorsitzenden gewählt. Erster Dirigent war Wolfgang Schneider. Die 16 anwesenden Personen erklärten damals geschlossen ihren Beitritt. Als Vereinslokal legten sie die Zechstube des Herrn Rammelmeier fest. Er hat den Raum unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Als Zweck des Gesangvereins war in der sehr ausführlichen Chronik aufgeführt: die Pflege und Hebung des Männergesangs und ein geselliges Leben.

Nikolaus kam mit dem Schlitten

Als erste größere Veranstaltung wurde 1927 eine Nikolausfeier veranstaltet. Jedes Mitglied musste ein Geschenk im Wert von 50 Pfennig abgeben, das dann vom Nikolaus verteilt wurde: Der war sogar in einem Pelzmantel und mit einem Schlitten im Raum erschienen. Es muss eine sehr gelungene und lange Feier gewesen sein. Dirigent Schneider habe damals solo das Lied „Post im Wald“ gesungen, begleitet von Pöllinger an der Trompete. Bereits 1932 traten die Sänger mit dem Schauspiel „Die schöne Müllerin“ und dem Schubertstück „Leise flehen meine Lieder“ auf der Bühne im ehemaligen Kinderhaus an der Dürner Straße auf. Sie beteiligten sich aber auch an vielen Veranstaltungen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Vereinstätigkeit weitgehendst unterbrochen. Aber den jeweils heimkommenden Kriegsgefangenen wurde ein Willkommensständchen gesungen, heißt es in der Chronik. Ab 1948 wurde dann der erste bunte Abend veranstaltet und bereits 1949 das Singspiel „Das Lieserl“ aufgeführt. Weitere Veranstaltungen folgten. Unter anderem wurde ein Sängerfest mit vielen Gastvereinen organisiert.

Viele Veranstaltungen organisiert

Ab 1950 wurden der erste Faschingsumzug und das Haberfeldtreiben abgehalten. Ein Jahr später war die Fahnenweihe mit Pfarrer Ladenburger. Viele Heimatabende wurden ab 1959 bis 1985 für die Urlaubsgäste und Breitenbrunner organisiert und ab 1959 wurde das Erntedankfest mitgestaltet. Von 1965 bis 1984 fand jedes Jahr das Dreikönigssingen im Krankenhaus statt. Der Musik- und Liederabend wurde ab 1985 organisiert und ein Jahr später das Advents- und Weihnachtssingen in der Pfarrkirche. Seit 1991 beteiligen sich die Sänger aktiv am Tilly-Fest und zeigen Singspiele in der Sängerklause.

1992 wurden der Gemischte Chor und der Männerchor zusammengeführt zum Gesangverein 1927 Breitenbrunn. 1997 war die Weihe der neuen Orgel und 2017 wurde die Vereinsfahne restauriert.

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Zur Geschichte

  • Die Vereinsspitze:

    Seit der Gründung hatte der Gesangsverein 15 Vorsitzende. Seit 2002 ist Gerhard Braun im Amt.

  • Die Dirigenten:

    Zehn Dirigenten waren seit der Gründung im Einsatz. Seit 1998 übernimmt Birgit Kobl die Aufgabe.

  • Die Sänger:

    Im Männerchor sind 18 aktive Sänger, im Gemischten Chor 20.

  • Die Proben:

    Geübt wird im Proberaum im Haus des Gastes. Am Montagabend trifft sich der Gemischte Chor ab 20 Uhr für eine Stunde, am Freitagabend der Männerchor um 20 Uhr.

  • Das Repertoire:

    Der Gesangsverein Breitenbrunn leistet seit der Gründung einen aktiven Beitrag im kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Marktgemeinde. Dabei können die Sänger im Bereich „weltliches Liedgut“ auf ein breitgefächertes Repertoire zurückgreifen, angefangen von einfachen Volksliedern bis hin zu schwierigen Chorsätzen. Bei der Kirchenmusik reicht der Bogen der Sänger ebenfalls von Choralsätzen bis hin zu Messen mit hohem Schwierigkeitsgrad. (pgi)

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