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Region Neumarkt
Montag, 18. Dezember 2017 4

Gemeinderat

Sengenthaler Räte stellen Weichen

In einem Jahr soll ein Verbrauchermarkt öffnen. Auch auf lange Frist will das Gremium zwei Großprojekte auf den Weg bringen.
Von Michael Schrafl

Auf dem Areal des ehemaligen Dorfladens und der Sparkasse könnte ein Multifunktionsgebäude oder eine Sozialstation entstehen. Foto: Schrafl

Sengenthal.Wenn alles nach Plan läuft, soll der an der Ortseinfahrt Sengenthal Süd geplante Verbrauchermarkt Norma am 15. November des nächsten Jahres eröffnet werden. Dies sagte Architekt und Bauherr Theo Nutz bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Er habe den Mietvertrag mit dem Discounter bereits unterschrieben. Die endgültige Entscheidung falle nächste Woche. Theo Nutz: „Mir ist schon wichtig, dass die Gemeinde so einstimmig hinter dem Bauvorhaben steht.“

Der Baukörper hat eine Länge von 60 Metern und eine Breite von 22 Metern. Bauherr ist die N+S Immo GmbH aus Kastl. Ein Teil davon hat auch ein Obergeschoss. Das Bauprojekt beinhaltet die Norma, eine Metzgerei und Bäckerei mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 1000 Quadratmetern. Dazu komme im Erdgeschoss noch eine Verkaufsfläche von bis zu 200 Quadratmetern und im Obergeschoss eine Fläche von 400 Quadratmetern, deren Nutzung noch offensteht, erklärte Architekt Theo Nutz. In diesem Jahr soll noch der Humus auf dem Grundstückgelände abgeschoben und der Schotter aufgebracht werden. Zuvor hatte der Gemeinderat die Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung des Deckblattes Nr. 15 zum Flächennutzungsplan und Bebauungsplan „Sondergebiet Nahversorgung und Gewerbegebiet Schlierferheide“ behandelt und abgewägt sowie die Satzung für diesen Bebauungsplan beschlossen.

Die Infrastruktur werde verbessert

Bürgermeister Werner Brandenburger zu dem Vorhaben: „Mit dem Bau des Supermarktes mit Bäckerei und Metzgerei sowie mit der Tankstelle und dem Getränkemarkt werden die Infrastruktur in der Gemeinde Sengenthal erheblich verbessert und der Wohnwert ganz wesentlich aufgewertet.“ Damit sei eine Nahversorgung auf kürzestem Wege gewährleistet, wovon die gesamte Bevölkerung profitieren werde. „Diese einmalige Chance sollten wir nutzen, zumal mit dem Bauvorhaben auch ein seit vielen Jahren gehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung geht“, so Bürgermeister Werner Brandenburger. „Wir sollten den Investoren dankbar sein.“

Hier finden Sie Informationen zum neuen Kindergarten:

Der neue Kindergarten

  • Kindergarten:

    Architekt Michael Zaschka vom Planungsbüro Nutz legte die endgültige Planung für den neuen Kindergarten vor. Dieser soll in Massivbauweise (Stahlbeton) errichtet werden. Diese Bauweise biete bei einer Aufstockung mehr Stabilität, Flexibilität und besseren Schallschutz.

  • Kosten:

    Die Gesamtkosten für den Kindergarten (1,8 Mio.), für das Untergeschoss (400 000) und die Vorbereitung des Gebäudes auf spätere Aufstockung (70 000 ) belaufen sich auf 2,27 Millionen Euro.

  • Förderung:

    Die förderfähigen Kosten liegen bei 1,6 bis 1,7 Millionen Euro. Der Fördersatz beläuft sich auf 75 Prozent.

  • Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Durchführung dieses Bauvorhabens, vorbehaltlich der Förderzusage.

  • Bürgermeister:

    Werner Brandenburger sagte: „Dies ist eine gute Entscheidung für unsere Kinder und junge Familien.“

  • Jubiläum:

    Am 19. November ist das Jubiläum „50 Jahre St. Elisabeth Kirche“. Geplant ist ein Gottesdienst mit dem ehemaligen Dekan Richard Distler.

Mit vereinten Kräften weiter vorantreiben wollen Bürgermeister und Gemeinderat die Innerortsgestaltung in Sengenthal. Bei einer Dienstbesprechung diskutierten die Räte das bisherige Konzept. Nach der Festlegung des Standorts für die neue Kindertagesstätte auf dem Gelände des alten Bauhofs stehen der Gemeinde noch zwei Flächen für weitere Bauvorhaben zur Verfügung: das Areal des ehemaligen Dorfladens und der Sparkasse sowie die Grünfläche gegenüber der Kirche. Die Grünfläche unterhalb der Kirche sollte nicht angetastet, sondern weiter als Spiel- und Bolzplatz erhalten bleiben, waren sich die Räte einig.

Zwei große Zukunftsprojekte hat der Gemeinderat ins Auge gefasst: zum einen eine Tagespflege/Sozialstation mit Zentralküche und Bistro, die auch von der Kindertagesstätte, der Schule und von den Besuchern der Tagespflege genutzt werden kann.

Konzept für zwei Komplexe

Das zweite Bauprojekt umfasst einen Multifunktionssaal, Bürgermeisterbüro, Gemeinderatssaal sowie Gemeindebücherei und Archiv. Zwei Architektenbüros sollen für die zwei Gebäudekomplexe ein Konzept erarbeiten und eruieren, an welchem Standort diese zu verwirklichen seien. Im Auge haben sollten die Planer dabei auch die Schaffung von Wohnräumen, so die Räte. Erste Priorität bei der Umsetzung habe die Tagespflege.

Wie es hieß, benötige die Schule bei wachsenden Schülerzahlen in fünf Jahren auch die Räume des alten Schulhauses, in dem derzeit auch Bürgermeisterzimmer und Gemeinderatssaal untergebracht sind. Der Gemeinderat beschloss, den alten Bauhof und den alten Dorfladen in einer Aktion abzubrechen.

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