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Region Neumarkt
Sonntag, 17. Dezember 2017 10

Bühne

Spielleiterin feiert heuer Jubiläum

Angelika Fritz gibt bei der KAB-Theatergruppe Dietfurt seit zehn Jahren den Ton an. Zweimal wird heuer noch gespielt.

Angelika Fritz (r.) und Carola Walter an der Schautafel, die an das Zehnjährige der Spielleiterin erinnert Foto: ufb

Dietfurt.Nur noch am Freitag und am Sonntag spielt die KAB-Theatergruppe „D’Dampfplauderer“ ihr Stück „Eissidissi in Flintsbach“. Spielleiterin Angelika Fritz sieht den Vorstellungen mit gemischten Gefühlen entgegen. Sie freut sich, weil das Stück ein voller Erfolg war – ist aber traurig, weil damit die diesjährige Theaterzeit zu Ende geht. Für Fritz war es eine Besondere: Sie führte zum zehnten Mal Regie. Zum KAB-Theater im Pfarrheim gehört auch eine Schautafel mit Fotos und Zeitungsausschnitten im Foyer. Darauf wird zurückgeblickt auf zehn Jahre Spielleitung von Angelika Fritz und deren Kollegin Carola Walter, die sich seit acht Jahren mit einbringt.

Im Gespräch mit dem Tagblatt erklärte Fritz, dass Theaterspielen für sie schon immer ein besonderes Hobby gewesen sei. Als Kind gehörte sie zur Nachwuchsspielgruppe der KAB, die vor allem bei Weihnachtsstücken eingesetzt wurde. Bei den Erwachsenen stand sie dann mehrmals bei abendfüllenden Theatern auf der Bühne. Weil alles zu 100 Prozent passen musste, sei sie immer nervös gewesen. So habe sie beschlossen, hinter der Bühne mitzuwirken. Sie habe in der Maske geholfen oder souffliert.

Nachdem vor gut zehn Jahren Monika Weidner wegen Familiennachwuchs die Spielleitung abgegeben hatte, wurde Fritz gebeten, den Job zu übernehmen. Sie erinnert sich: „Um die Theatertradition fortzusetzen, sagte ich Ja, auch wenn mich ein gewisser Bammel begleitete.“ Die Proben liefen gut, doch je näher die erste Aufführung kam, desto aufgeregter sei sie geworden. Unter dem Motto „da muss ich durch“ habe sie die Premiere und weiteren Aufführungen gemeistert. Aus der Nervosität sei Spaß geworden – und alle hätten gesagt: „Die Geli soll doch weiter machen“ – was sie tat.

Weil eine Spielleitung mehr Arbeit bringt, als man ahnt, hat Fritz nach ihrem zweiten Jahr als Regisseurin um Verstärkung gebeten. Carola Walter erklärte sich dazu bereit, verbunden mit dem Wunsch, weiterhin auf der Bühne stehen zu können. Sie und Iris Koller helfen im Frühjahr auch bei der Auswahl der Theaterstücke.

Fritz sieht die seit Jahren erfolgreichen Theaterabende als Bestätigung. Anteil am Erfolg hätten aber auch kreative Köpfe, die sich zum Beispiel bei der Gestaltung des Bühnenbilds einbrächten, wie Andrea und Thomas Leopold, Andreas Schmid, Katharina Kniffka und Ulrike Singer. „Auch wenn ich meinen Senf dazu gebe, ist keiner beleidigt“ sagt Fritz und lobt auch Christine und Armin Pollinger, die sich um die Theke kümmern. „Gemeinsam sind wir ein gutes Team und so soll es bleiben, von mir aus nochmals zehn Jahre.“

KAB-Vorsitzende Franziska Schmid sieht diese genauso. Die Theatergruppe sei selbständig und mit dem Erlös der Aufführungen könnten soziale Einrichtungen unterstützt werden. Schon deswegen wünscht sie, dass zu den Aufführungen am Freitag und Sonntag um 19 Uhr wieder viele Besucher kommen. (ufb)

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