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Region Neumarkt
Sonntag, 21. Januar 2018 10

Unwetter

Sturm: Christbaum knickt um

Die angekündigten Orkanböen verschonten den Landkreis Neumarkt größtenteils. Doch in Pyrbaum fiel der Weihnachtsbaum um.
Von Bernhard Neumayer und Lena Fiala

Der Christbaum in Pyrbaum stürzte um. Foto: Gunther Pfahler

Neumarkt.Am Mittwochvormittag zog das Sturmtief „Burglind“ über die Oberpfalz hinweg. Vor allem in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Cham mussten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr vermehrt ausrücken.

Abgebrochene Äste und ausgewurzelte Bäume waren die unwetterbedingte Folge von „Burglind“ in den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Neumarkt und Cham. Insgesamt 26-mal war die Oberpfälzer Polizei am Mittwoch überwiegend dort gefordert. Menschen wurden nicht verletzt.

Gegen 11 Uhr beruhigte sich die Lage in der Oberpfalz wieder.

Am Vormittag sorgte der Sturm allerdings für eine Kuriosität in der Gemeinde Pyrbaum. Der Christbaum fiel aufgrund der Orkanböen um, verletzt wurde dabei niemand. Der Bauhof und die Feuerwehr kümmerten sich um den gefallenen Christbaum.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte der Oberpfalz einen stürmischen Mittwoch vorausgesagt. Nach der Warnung des DWD sind bis in die Niederungen durch das Tief „Burglind“ Orkanböen mit mehr als 120 Stundenkilometern möglich. Die herausgegebene Unwetterwarnung gilt heute bis 16 Uhr. In den Kreisen Neumarkt, Cham, Regensburg und Schwandorf warnt der DWD vor schweren Gewittern der Stufe 3 und empfiehlt deshalb, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Gegenstände im Freien zu sichern. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen seien ebenfalls möglich.

Mehrere umgestürzte Bäume

Die Neumarkter Feuerwehr berichtet von mehreren umgestürzten Bäumen im Stadtgebiet und im Landkreis. „Der Sturm ist schon ein bisschen heftiger“, sagte ein Sprecher. Die Kollegen seien gerade wegen des Unwetters im Einsatz, hieß es aus der Feuerwache. „Doch bislang ist noch keine Tragödie passiert.“

In Neumarkt meldete die Polizei bislang drei umgestürzte Bäume. Personen seien laut Dienstgruppenleiter nicht verletzt. „Es sind nur kleine Bäume, so dass die Polizei gar nicht eingreifen musste“, sagte er. Die Gemeinden beziehungsweise die Grundstückseigentümer kümmerten sich selbst um die Entsorgung. „Bislang mussten wir keine Straße sperren.“

Die Marktstraße war ein bisschen weniger belebt als an einem üblichen Mittwochmorgen. Umgestürzte Gegenstände oder Tonnen waren nicht zu sehen. Foto: Fiala

Auch die Autobahnmeisterei musste bislang keinen Abschnitt auf der A3 zwischen Parsberg und dem Kreuz Nürnberg sperren. „Wir haben keine relevanten Verkehrsmeldungen und auch kein Hochwasser“, sagt der Leiter Andreas Wittmann. Gerade Richtung Nürnberg sei aber erstaunlich viel Verkehr gewesen.

„Ich hoffe, dass es nicht so ausartet wie in Passau.“

Franz Baumer, Bereichsleiter Landwirtschaft

Viele Menschen ärgert der Regen, doch Franz Baumer freut sich über den Niederschlag. Er ist Stellvertreter und Bereichsleiter für den Bereich Landwirtschaft im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. „Es ist gut, wenn Wasservorräte fürs Frühjahr da sind“, sagt Baumer. Die Feldarbeiten würden momentan durch den Regen nicht beeinträchtig werden, weil nicht geerntet wird. Der heftige Niederschlag ist allerdings schlecht für die Waldwirtschaft. „Die Witterung lässt keine Waldwirtschaft zu“, sagt Baumer. Der Wald könne nicht befahren, Holz nicht abtransportiert werden. Das wirke sich negativ auf die Säge- und Papierindustrie aus. Er hofft auf Frostphasen, dass das Holz wieder abtransportiert werden kann.

Eine positive Auswirkung hat das milde Wetter aber doch. Es sei schlecht für den Borkenkäfer, weil er dadurch einen höheren Energieverbrauch hat und geschwächt wird. „Das ist gut für den Wald, weil der Käfer dem Wald nicht mehr so schaden kann“, sagt Baumer.

Er hofft, dass der Regen aber nicht zu Überschwemmungen und Naturkatastrophen führt. Hofft, dass keine Naturkatastrophe wie in Passau kommt. „Ich hoffe, dass es nicht so ausartet wie in Passau.“

Dort wurden im vergangenen Jahr ganze Landstriche verwüstet. Viele im Landkreis waren ohne Strom.

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