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Sonntag, 25. Juni 2017 24° 3

Freizeit

Urlaubsgefühle am Wöhrder See

Der Sandstrand in Nürnberg ist das Herzstück der Wasserwelt. Gebadet werden darf hier aber noch nicht – die Blaualgen verhindern es.
Von Thomas Tjiang

Umweltminister Dr. Marcel Huber, Finanzminister Dr. Markus Söder und Nürnbergs Stadtrat Sebastian Brehm probierten die Liegestühle aus. Foto Tjiang

Nürnberg.Pünktlich zum bayerischen Ferienbeginn fiel am Samstagvormittag der offizielle Startschuss für Nürnbergs ersten Sandstrand. Das Herzstück der Wasserwelt Wöhrder See, der Badestrand, macht „Nürnberg noch ein bisschen schöner“, fand der bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber. Man habe nun hier ein „Blick wie im italienischen Bibione“ und könne sich auf den Holzdielen sonnen, während die Kleinen im Sand buddeln oder planschen. Das Badeverbot bleibt allerdings wegen der nach wie vor vorhandenen Blaualgen weiterhin bestehen.

Mit der Idee der Wasserwelt von Hubers Amtsvorgänger, dem heutigen Finanzminister Dr. Markus Söder, wird nun der künstlich geschaffene Stausee mitten in der Stadt zu neuem Leben erweckt. Ein Baustein ist die nun ermöglichte Zugänglichkeit, ein weiterer ist Ausbaggern, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Denn als stehendes Gewässer fängt der See schnell an zu faulen und zu stinken, eine Erfahrung, die Anwohner und Spaziergänger immer wieder gemacht haben. Mittlerweile sind schon 70 000 Kubikmeter Schlamm ausgebuddelt worden.

Huber erinnerte daran, dass die vor über 40 Jahren in Betrieb genommene Stauanlage nicht für mehr städtischen Freizeitwert, sondern für besseren Hochwasserschutz gedacht sei. Die neue Wasserwelt werde deshalb Raum für Menschen, Tiere und Pflanzen bieten, aber auch der Hochwasserschutz werde nicht vernachlässigt. Ein künstlicher Bach auf der gegenüberliegenden Seite, der Norikus-Bucht, soll für eine höhere Fließgeschwindigkeit sorgen. Außerdem wird noch eine künstliche Inselwelt geschaffen, als „Rückzugsmöglichkeit für Wasservögel“.

Für Söder ist die Wasserwelt das „zweite große Projekt neben der Kaiserburg“. Der Minister aus Nürnberg, der „hier in der Nähe wohnt und oft um den See joggt oder Fahrrad fährt“, sieht sein Konzept erfolgreich umgesetzt. Die Anlage wird sowohl „ökologisch als auch mit mehr Freizeitwert“ generalüberholt. Nun könne sich an der Nordseite des Unteren Wöhrder Sees „ein hochwertiges Freizeitareal“ entwickeln. Im Wirtschaftsrathaus würden bereits Anfragen zur gastronomischen Bewirtschaftung bearbeitet.

Nürnbergs Stadtrat Sebastion Brehm dankte als Stellvertreter des Oberbürgermeisters dem „Freistaat für Idee und Mittel zum Umbau“. Mit Söders Vorschlag, am Sandstrand auch mal eine Sondersitzung des Stadtrats durchzuführen, wollte sich der Fraktionschef der CSU in Nürnberger Rathaus nicht anfreunden. Angesichts des Wetters witzelte Brehm: Es besteht die Gefahr, dass wir rot werden.“

Zur Eröffnung wurde auch Familienfest mit dem Wassermobil des Wasserwirtschaftsamt Nürnberg angeboten. Der große Ansturm auf das 130 Meter lange Sandstück und die Festangebote blieb allerdings an diesem Tag erst einmal aus.

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